Schulen droht Schließung

Schulen droht Schließung

Der Trend, dass Privatschulen schließen müssen, wird sich verstärken. In den letzten Jahren waren es bereits 40 Einrichtungen. Grund hierfür sind zurückgehende Schülerzahlen, teilte die Behörde für Privatbildung (Opec) mit.

Gleichzeitig kann Bildungsminister Teerakiat Jareonsettasin seine Pläne nicht verwirklichen, die Ausbildung für Schüler in der englischen Sprache zu intensivieren, weil es an qualifizierten Englischlehrern mangelt.

Teerakiat sagte, vielen Schulen mangele es an angemessenen Lernmaterialien, und nun komme noch das Problem des Lehrermangels hinzu.

Opec-Chef Payom Chinnawong sagte, die zurückgehende Anzahl von Schülern liege auch an der niedrigen Geburtenrate.

Bislang schlossen 43 Schulen, der Trend werde sich aber verstärken, so Payom. „Ich befürchte, dass die Anzahl der Schließungen steigt.

Das liegt aber nicht nur an den Schülern, sondern auch an den Lehrern. Sie sind unzufrieden mit ihrem Arbeitsplatz oder sie verdienen zu wenig, und dann reichen sie die Kündigung ein.

Das führte zu einem Lehrermangel an kleinen Privatschulen. Wenn Schulen ein Einstellungsproblem haben, müssen sie die Gehälter erhöhen, um qualifiziertes Lehrpersonal anzuziehen. Einige geraten dann in finanzielle Schwierigkeiten, weil seit vielen Jahren die Schülerzahlen sinken.

Opec versucht nun, Privatschulen bei der Problemlösung zu helfen. Die Behörde will erreichen, dass der Staat die Subventionen für Lehrergehälter erhöht. Das könnte vier Milliarden Baht kosten.

Opec will aber auch mit dem Finanzministerium in Verbindung treten und darum bitten, Privatschulen von der neuen Grundeigentumssteuer für Immobilien und Gebäude zu befreien, damit die Schulen im Geschäft bleiben können.

Die Präsidentin des Privatbildungsrates, Jirapan Pimpan, sagte, im Land gebe es 3.845 Privatschulen, aber weniger als 1.000 seien bekannt. Auch sie glaube, dass viele Schulen schließen werden.

Viele der Rektoren sind die zweite oder dritte Generation der Gründer dieser Schulen. Einige sind an diesem Geschäft nicht sehr interessiert. Auch dies sei ein Grund für die vielen Schließungen in den letzten zehn Jahren. Ein anderer Faktor, so Jirapan, sei, dass die Immobilienpreise in Bangkok und anderen Städten stark angestiegen seien.

Die Eigentümer der Schulen kämen daher auf die Idee, gutes Geld mit dem Grundstücksverkauf zu verdienen.

Sie merkte auch an, dass es durchaus auch Schüler gibt, die Privatschulen verlassen, um auf staatliche Schulen zu gehen. Da gebe es durchaus gute Schulen.

Ein weiteres Problem sei das Management. Das es sich bei einigen Schulen um Familienbetriebe handle, gäbe es keine klaren Vorgaben und kein Fingerspitzengefühl, was die Geschäftsführung anbelange.

Teerakiat von Opec sagte, das Ministerium werde seine Pläne beibehalten, dass Englisch flexibel gelernt werde. Schulen, die ausreichend Lehrer und Lernmaterialien haben, können daher planmäßig weitermachen.

Zuvor hatte das Bildungsministerium angeordnet, dass in Grundschulen im ganzen Land 200 Stunden Englisch pro Jahr gelehrt werden. Zuvor waren es nur 40 Stunden jährlich gewesen.

Die Lernwilligkeit der Schüler soll gefördert und so ihre Englischkenntnisse verbessert werden.

Gleichzeitig soll aber auch etwas für die Ausbildung der thailändischen Lehrer unternommen werden. Auf Fortbildungskursen, die sich „Boot Camp“ nennen, werden ihnen kommunikative Fähigkeiten und methodisches Lehren beigebracht. Die Lehrer, die an staatlichen Schulen arbeiten, sollen selbst besser Englisch sprechen können.

Im südlichen Nordosten des Landes haben bislang 75 Englischlehrer aus Grund- und Mittelschulen an diesem Programm teilgenommen. In den nächsten Jahren sollen es 50.000 sein.

Er empfahl, dass auch Lehrer aus Privat- und Berufsschulen diese „Boot Camps“ besuchen.

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