Popsängerin über Holocaust

Popsängerin über Holocaust

Eine Popsängerin, die internationale Empörung hervorrief, weil sie auf der Bühne ein T-Shirt mit Hakenkreuz getragen hatte, sagte, der Skandal habe ihr eine unschätzbare Lektion über die  Weltgeschichte erteilt.
Pichayapa „Namsai“ Natha nutzt ihre Position als Popstar nun, um Fans und die Öffentlichkeit über die Schrecken des Holocaust aufzuklären. Die 19-jährige Sängerin gab eine Stunde vor ihrem Auftritt mit fünf anderen Mitgliedern der Girlie-Band BNK48 bei einem Empfang in Bangkok zum Unabhängigkeitstag Israels in einem Interview.
„Ich habe viel mehr gelernt als in der Schule“, sagte Pichayapa. Sie habe Filme gesehen, die auf Ereignissen im Zweiten Weltkrieg basieren. So beispielsweise Der Pianist von Roman Polanski. Und diese Filme habe sie in wöchentlichen Live-Videos mit ihren Fans besprochen.
„Ich habe ihnen erzählt, was ich gelernt habe“, fuhr die BNK48-Sängerin fort. „Ich habe ihnen gesagt, dass historische Filme nicht so langweilig oder schwer anzusehen sind, wie sie vielleicht denken.“
Pichayapa freut sich, wenn Fans ihr bei Veranstaltungen der Band erzählen, dass sie aufgrund ihrer Videos Filme über die Weltgeschichte schauen. „Fans freuten sich, dass ich aktiv werde“, sagte Pichayapa.
Die Sängerin sorgte im Januar für heftige Kontroversen, als sie mit einem T-Shirt mit einer mit Hakenkreuzflagge der Nazis bei einer Konzertprobe auftauchte – nur wenige Tage vor dem UN-Holocaust-Gedenktag.
Der Vorfall wurde von Internetnutzern und der israelischen Botschaft in Bangkok verurteilt. Das Outfit rief „Schock und Bestürzung“ hervor. Es handelte sich um den jüngsten Vorfall, bei dem das Dritte Reich in Thailand verherrlicht wurde. Wissen über die Weltgeschichte und die Nazigräuel sind in Thailand nicht gerade weit verbreitet.
Pichayapa entschuldigte sich bei einem Konzert für das Tragen des T-Shirts. In einer tränenreichen Rede bat sie um Vergebung und sagte, dass eine solche Aktion niemals wieder vorkommen würde.
Vier Monate nach dem Skandal sagte Pichayapa, sie habe sich im Januar einer Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Holocaust angeschlossen und versprochen, weiterhin am  Öffentlichkeitsarbeitsprogramm der israelischen Botschaft teilzunehmen, um das Bewusstsein für den Völkermord zu stärken.
„Wir werden dazu beitragen, die Öffentlichkeit durch Medien aufzuklären … damit sie wissen, was passiert ist, und so etwas nicht wieder passieren kann“, sagte die Sängerin.
Beim Empfang zum Unabhängigkeitstag in der israelischen der Botschaft sangen Pichayapa und ihre Bandkolleginnen die thailändische Nationalhymne.
Sie sangen auch die israelische Nationalhymne „Hatikvah“ und das Volkslied „Hava Nageela“ auf Hebräisch.

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