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Phangnga im Süden: Große Pläne für den Nationalpark

Phangnga im Süden: Große Pläne für den Nationalpark

Die Regierung plant ein Pilotprojekt im Nationalpark Phangnga, bei dem sich Anwohner auch um den Schutz des Parks bemühen, damit sie nicht zuletzt von ihrer Arbeit direkt profitieren.

Schirmherrin ist hier die Nationalparkbehörde, die eine entsprechende Kooperation anstrebt, sagte Projektleiter Thon Thamrongnawasawat.

Phangnga ist einer der beliebtesten Nationalparks Thailands, er verzeichnet die zweithöchsten Besucherzahlen nach dem Nationalpark Hat Noppharat Thara-Mu Koh Phi Phi in der Provinz Krabi. Durchschnittlich besuchen 1,3 Millionen Touristen jährlich den Park, 95 Prozent sind Ausländer. Der Nationalpark in Krabi zählt 1,7 Millionen Besucher pro Jahr, hier sind 80 Prozent Ausländer.

Wir sehen ein Potential, die Anzahl der Touristen im Nationalpark Phangnga weiter zu erhöhen“, sagte Thon, der hinzufügte, dass, ob dies positiv oder negativ zu bewerten sei, davon abhänge, wie zukünftig das Parkmanagement gestaltet werde.

Er erklärte, dass der Nationalpark Phangnga außerordentlich sei, weil die Anwohner direkt vom Tourismus profitieren. Es wird geschätzt, dass 2.500 Personen, die in der Nähe des Parks leben, ihr Geld mit Tourismus verdienen. Dazu gehören 1.600 Personen, die in der Fischergemeinde Koh Panyee leben, in der es Restaurants gibt und Fischwirtschaft betrieben wird. Der Ort wird täglich von 4.000 Touristen besucht. Hier leben auch rund 400 Leute, die Kajakfahrten für Touristen in nahe gelegene Höhlen anbieten, und damit um die 500 Baht pro Tag verdienen.

Die Anwohner sind mit dem Pilotprojekt einverstanden in der Hoffnung, dass ein besserer Managementplan den Tourismus in der Region und damit die Gemeinde selbst dauerhaft entwickelt. Ein Teil der Eintrittsgelder des Parks soll an die Gemeindeverwaltung fließen.

Laut Plan sollen die Sicherheitsmaßnahmen für Touristen verstärkt werden, die Müllentsorgung soll ebenfalls verbessert werden, das gilt auch für den Schutz und den Erhalt des Ökosystems im Meer. Kinder sollen in der Schule mehr darüber erfahren, wie wichtig es ist, die Umwelt zu erhalten.

Umweltschützer Thon sagte, er habe im ganzen Land um Kooperation von Tütenherstellern gebeten, die eine Million Tragetaschen auf die Inseln Panyaa und Khao Ping Kan liefern sollen, damit diese in den dortigen Einkaufszentren benutzt werden und die umweltzerstörerische Plastiktüte ersetzen.

Es gab bereits mehrmals Meldungen über „Müllinseln“, die vor den Küsten in der Andamanensee, aber auch im Golf von Thailand gesichtet wurden. Sie bedrohen das maritime Leben, denn Meerestiere fressen diese Tüten. Letzten Endes landen Fische, die Plastikrückstände fraßen, dann auf dem Essteller der Menschen, die die Fische eingekauft und in Plastiktüten nach Hause gebracht haben. So schließt sich der Kreislauf.

Nattapol Rattanaphan, Direktor der Behörde für Küsten- und Meeresschutz sagte, dass die Öffentlichkeit inzwischen besser über die Wichtigkeit des Schutzes von Meeresnationalparks informiert sei. Dies liege unter anderem auch an einem besseren Management, das durch Mehreinnahmen bei den Eintrittsgeldern finanziert werden konnte.

Wir haben mehr Geld in den Händen. Wir können viele Dinge anpacken, die wir füher wegen des geringen Budgets nicht tun konnte. In Kürze wird man, was das Parkmanagement betrifft, neue Standards sehen können“, kommentierte er die Win-Win-Situation.

Die höheren Einnahmen resultieren allerdings nicht nur aus einem erhöhten Besucherandrang in den Parks. Die Parkverwaltungen hatten Gelder unterschlagen und in die eigene Tasche gesteckt. Als diese ausgewechselt wurde, stiegen die Eintrittsgelder sprunghaft an. So nahm der Nationalpark Hat Noppharat Thara-Mu Koh Phi Phi 2015 84,94 Millionen Baht an Eintrittsgeldern ein, und ein Jahr später – mit neuen Mitarbeitern – war es plötzlich das Sechseinhalbfache mit 561 Millionen Baht.

Das ist einer der neuen Standards, die Nattapol meinte: keine Korruption bei der Parkleitung.

Seine Parkbehörde genierierte 2015 Eintrittsgelder in Höhe von 896,8 Millionen Baht von 12,98 Millionen Touristen. Ein Jahr später waren es 1,98 Milliarden Baht und 16,68 Millionen Besucher.

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