Nahrungssuche: Eisbär legt 1.000 Kilometer zurück

Nahrungssuche: Eisbär legt 1.000 Kilometer zurück

Es ist schon recht traurig, was einen Eisbär in die russische Stadt Norilsk trieb, denn dort wurde schon seit 1977 kein Eisbär mehr gesichtet. Das Tier hatte offensichtlich in seinem natürlichen Lebensraum keine Nahrung gefunden. Experten gehen davon aus, dass der Eisbär mindestens 1.000 bis 1.500 Kilometer gewandert ist, um die Stadt zu erreichen. Norilsk (2.800 Kilometer von Moskau entfernt) gilt als die nördlichste Großstadt der Erde und liegt weitab der üblichen Jagdgebiete der Eisbären im Nordpolarmeer.
Das eigentlich scheue und ausgehungerte Tier lief durch die Straßen der Stadt, wühlte im Müll und ließ sich auch von den vielen Menschen und Autos nicht stören. Obwohl der Eisbär in keinster Weise aggressiv war, warnten die Behörden natürlich die Einwohner, sich nicht dem Tier zu nähern. Der Eisbär wurde dann gefangen und er wird später wieder ausgesetzt.
Laut Umweltschützern leiden wilde Tiere extrem unter der Verkleinerung ihrer Jagdgebiete und Wissenschaftler sprechen davon, dass durch den Klimawandel die Robbenjagd für die Tiere immer schwerer geworden sei. Weil das arktische Eis schmilzt, wandern Tiere immer weiter nach Süden und machen sich dort auf Nahrungssuche.
Erst am Jahresanfang waren rund 50 Eisbären auf der Inselgruppe Nowaja Semlja im Polarmeer in eine Siedlung eingedrungen.

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