„Maharlika“: Duterte will Philippinen umbenennen

„Maharlika“: Duterte will  Philippinen umbenennen

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte (73) überrascht seine Anhänger und Kritiker immer wieder. Im Januar hatte er noch katholische Bischöfe scharf angegriffen: „Ich kann sagen, dass Bischöfe Hurensöhne sind, verdammt. Das ist wahr. Die meisten von ihnen sind schwul. Sie sollten offen damit herauskommen, das Zölibat aufheben und ihnen erlauben, Freunde zu haben.“ Und schon im Dezember forderte er seine Landsleute auf, katholische Bischöfe seines Landes zu töten, die seiner Meinung nach kaum mehr als „unnütze Narren“ seien.
Dann legte er seinen Streitkräften nahe, bei Unzufriedenheit mit dem Establishment einen Putsch durchzuführen. Das gelte auch, wenn sie an seinen Führungsqualitäten zweifeln. Wer versagt, solle getötet werden. „Lasst alle Politiker fallen, auch mich. Ich kann immer zum Schwimmen nach Hause, nach Davao gehen“, sagte er. Duterte forderte auch das Militär auf, nicht zu zögern ihn von der Macht zu drängen, sollten sie an seinen Führungsqualitäten zweifeln.
Da hört sich seine neueste Aussage schon fast harmlos an, denn Duterte hat eine Idee des verstorbenen Diktators Ferdi­nand Marcos (†1989) aufgegriffen. Die Philippinen sollen endlich unbenannt werden und so ihre Kolonialvergangenheit abschütteln, denn der Inselstaat ist nach dem früheren spanischen König Philipp II. benannt. Die Philippinen sollen „Maharlika“ heißen. Der Name kommt aus der Sprache der Einheimischen und kann mit „Adel“ übersetzt werden, aber eigentlich bezeichnet es jemanden, der über Wissen und Reichtum verfügt.

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