Keine Chinesenmafia

Keine Chinesenmafia

Die Polizei verhaftete mehrere chinesische Schläger. Ihnen wird Ruhestörung und Körperverletzung vorgeworfen.
Genau wie zu den Hochzeiten des russischen Tourismusbooms in Pattaya, lassen Beamte die Öffentlichkeit jetzt wissen, dass es im Seebad keinerlei ausländisch organisiertes Verbrechen gibt. Weder russisch, noch  chinesisch, noch anderweitig.
Es gäbe weder eine chinesische Mafia noch chinesische Triadenbanden, die in Pattaya operieren, auch wenn thailändische Medien dies behauptet hatten. Aufhänger für die Berichterstattung war eine Auseinandersetzung unter Chinesen in einem Restaurant in Pattaya.

Keine Chinesenmafia
Keine Chinesenmafia

Die meisten Chinesen kommen als Gruppenreisende nach Pattaya und betreiben hier keine Geschäfte, sagte Polizeioberst Apichai Kroppech. Sein Kollege Piyapong Ensarn von der Touristenpolizei meinte, es gebe ein paar chinesische Geschäftsinhaber. Von diesen hätten die meisten Restaurants, während andere Firmen in Bangkok hätten. Der Vizechef der Immigration von Chonburi, Polizeioberst Thawatchai Nongbua, sagte, die meisten chinesischen Auswanderer seien Reiseveranstalter.
Die Dementis der Polizei spiegeln das wider, was schon 2013 passierte, als so viele Russen in der Stadt waren. Damals gab es eine Reihe von Berichten über die russische Mafia, die auch in Jomtien operierte. Stadt- und Polizeibeamte dementierten damals und warfen den Medien vor, Dinge aufzubauschen und ständig über Verbrechen zu berichten, die Ausländer und Thais begangen hatten.
Sie beschwerten sich darüber, dass die Medien sensationsgierig über Verbrechen berichteten und Fakten verdrehten, um eine bessere Story zu haben, die dann mit der Realität nicht übereinstimmte.
Damals hatte das Stadtratsmitglied Sinchai Wattanasartsathorn gesagt, den letzten wahren Mafioso habe er 1998 gesehen.
Zwei Monate später wurde ein ukrainischer Mafioso verhaftet, weil er einen Landsmann entführt haben sollte, der ihm Geld schuldete. Zwei weitere russische Gangster wurden 2014 in Pattaya verhaftet.
Die Russen sind nicht mehr so häufig vertreten und wurden durch die Chinesen abgelöst, die die meisten Besucher in Pattaya ausmachen. Die Russen kommen erst auf Platz zwei, gefolgt von Indern, Deutschen und Briten, sagte Piyapong von der Touristenpolizei. Polizeichef Apichai sagte, letztes Jahr kamen um die 13 Millionen Besucher nach Pattaya, davon seien drei Millionen Chinesen gewesen.
Es sei durchaus normal, dass es in Restaurants manchmal Meinungsverschiedenheiten gebe, die dann in einem Faustkampf enden. Die Polizei kam und beendete die Auseinandersetzung. Doch die beiden Seiten verabredeten sich, um weiterhin Argumente mit ihren Fäusten auszutauschen. Danach landeten zwei Personen im Pattaya Memorial Hospital.
Die Touristenpolizei konnte mehrere der Kämpfer festnehmen und wirft ihnen Ruhestörung und Körperverletzung vor. Das Provinzgericht Pattaya wies einen Kautionsantrag zurück, daher befinden sich die Kontrahenten in Untersuchungshaft. Sie werden verurteilt und abgeschoben, sagte Apichai.

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