Kein Weihnachtsmarkt

Kein Weihnachtsmarkt

Die diesjährige Weihnachtsgeschichte im HALLO-Magazin handelt vom Weihnachtsmarkt in Berlin-Charlottenburg. Er gilt als der schönste Weihnachtsmarkt in Berlin – falls man „Weihnachts“-Markt überhaupt noch sagen darf. Angeblich heißt es jetzt Wintermarkt.

Aber wie das mit Sprachen so ist: Wenn Änderungen von oben verordnet werden, wird sich das nie durchsetzen. Oder haben Sie im privaten Kreis schon einmal über „Studierende“ gesprochen? Oder über „zu Fuß Gehende“ oder über „mit dem Moped Fahrende“ oder „Urlaub Machende“? Genau.

Nach diesem kurzen Ausflug in die Linguistik zurück zum weihnachtlichen Thema. Deutschland ist nicht nur ein Land, in dem man gut und gerne lebt, sondern es war auch noch nie so sicher, hört man immer wieder von Politikern und Mainstream-Medien.

Dazu passt eine Meldung gleich mehrerer Berliner Zeitungen, wonach die Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg nicht gewährleistet werden kann. Und da dies so ist, gibt es in diesem Jahr diesen Weihnachtsmarkt nicht.

Berlin war einmal „arm und sexy“, um den ehemaligen Bürgermeister Wowereit zu zitieren. Jetzt ist es offenbar nur noch arm.

Obwohl Deutschland so sicher wie noch nie ist, sollten dennoch 75 Poller, auch „Merkelsteine“ genannt, aufgestellt werden. Die kosten natürlich Geld. Der Organisator des Weihnachtsmarktes wollte die Poller aber nicht bezahlen. Das zuständige Bezirksamt ebenfalls nicht. Daher verklagte der Organisator das Bezirksamt mit dem Ergebnis, dass das Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren diese Klage abwies.

Abgesehen von den fehlenden Pollern, die die Besucher und Verkäufer auf dem Weihnachtsmarkt vor Anschlägen mit Lastwagen schützen würden, wurde von der Feuerwehr  bemängelt, dass es nicht überall Feuergassen gäbe.

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