Kein Chemikalienverbot

Kein Chemikalienverbot

In der letzten HALLO-Ausgabe hatten wir ausführlich über das geplante Verbot der Pestizide Paraquat, Glyphosat und Paraquat berichtet, deren Verbot für den 1. Dezember 2019 so gut wie beschlossen war. Drei Tage vor dieser Frist kam es dann plötzlich zu einer Kehrtwende.

Bei dieser abrupten Kehrtwende hob das Nationale Komitee für gefährliche Stoffe (NHSC) unter dem Vorsitz von Industrieminister Suriya Juangroongruangkit von der Palang Pracharat Party am 27. November die Entscheidung seines Vorgängers auf, Paraquat, Glyphosat und Paraquat zum 1. Dezember zu verbieten.

Das Komitee folgte damit dem Vorschlag des Landwirtschaftsministeriums, das Verbot um sechs Monate zu verschieben und die kontrollierte Verwendung des Herbizids Glyphosat auf unbestimmte Zeit zuzulassen.

Das Komitee beauftragte auch das Landwirtschaftsministerium mit der Suche nach alternativen Substanzen als Ersatz für Paraquat und Chlorpyrifos, die nach aktueller Beschlusslage noch bis 31. Mai benutzt werden können.

Das Ministerium wurde zudem beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, um Gesundheitsgefahren für die Öffentlichkeit und andere durch die fortgesetzte Verwendung der drei gefährlichen Chemikalien verursachte Auswirkungen zu mindern. Dem NHSC soll spätestens bis Ende März Bericht erstattet werden.

Die Entscheidung des NHSC ist ein Schlag ins Gesicht für den Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul und die stellvertretende Landwirtschaftsministerin Mananya Thaiseth, beide von der Bhumjaithai Party, die die Hauptantriebskraft für die Bemühungen um ein Verbot der Chemikalien waren. Die Landwirtschaftsbehörde, die unter der Leitung von Mananya steht, hat die Ministerin komplett umgangen, indem der Antrag auf Verschiebung bzw. Aufhebung des Verbots direkt beim NHSC über den Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium eingereicht wurde.

Bei der Aufhebung der Entscheidung seines Vorgängers wies der neue NHSC-Vorsitzende darauf hin, dass die Durchsetzung des Verbots zum 1. Dezember nicht realistisch gewesen wäre, da zunächst Alternativen gefunden und geeignete Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Auswirkungen auf Farmer, Unternehmen und den internationalen Handel abzufedern.

Es gibt ungefähr 23.000 Tonnen der Chemikalien im Land, und ihre Zerstörung wird teuer sein.

Die Vernichtung sei aber notwendig, da einige nach Angaben des NHSC nicht exportiert werden können.

Ähnliche Beiträge