Hanfanbau jetzt erlaubt

Hanfanbau jetzt erlaubt

Das Kabinett hat in einer überraschenden Entscheidung den Anbau von Hanf – auf Thai ganjong – erlaubt. Allerdings nur in sechs nördlichen Provinzen. Der Anbau darf nur rein medizinischen Zwecken dienen, teilte der Chef des Drogenkontrollkomitees (ONCB) mit.

Sirinya Sithichai sagte, dass in 15 Bezirken der Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, Mae Hong Son, Nan, Phetchabun und Tak der Anbau ab diesem Jahr erlaubt sei. Die Hanfpflanzen dürfen aber nicht mehr als ein Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten.

Wenn Pflanzen angebaut werden, die mehr als ein Prozent THC enthalten, so werde das rechtliche Schritte nach sich ziehen, sagte der ONCB-Chef.

Tatsächlich scheint die Regierung die strikte Drogenpolitik lockern zu wollen. Neben Marihuana und Kratom sollen auch Methamphetamine für medizinische Zwecke genutzt werden dürfen.

Der tropische Krathom-Baum wächst in Thailand und Malaysia und gehört zur Familie der Kaffeegewächse. Die Blätter gelten als mild stimulierend und werden ähnlich wie Coca-Blätter gekaut. Getrocknet kann aus den Krathom-Blättern ein Tee gebrüht werden.

Es soll eine Studie darüber erstellt werden, inwieweit Krathom für medizinische Zwecke nützlich ist und ob die Blätter als Naturheilkräuter klassifiziert werden können. Eine ähnliche Studie soll in Bezug auf Marihuana ausgearbeitet werden. Da will man sich in Thailand nicht auf internationale Forschungsergebnisse verlassen, sondern selbst die Wirkung von Hanf überprüfen.

Außerdem soll gleichzeitig die Gesetzgebung bezüglich Methamphetamine überprüft werden, deren Besitz zurzeit genauso hart bestraft wird wie der Besitz von Heroin oder Kokain. Wann diese Studien vorliegen werden, ist bislang noch nicht bekannt.

Der Staatssekretär im Justizministerium, Charnchao Chaiyanukij, der Vorsitzender von Komitees ist, die mit den Studien betraut wurden, sagte, die Studie seien angestrengt worden, weil Ärzte vor synthetischem Marihuana warnten.

Davon abgesehen könne Hanf nicht nur medizinischen Zwecken dienen, sondern es könnten auch Dinge wie Taschen oder Seile daraus hergestellt werden.

Autorisierte Tabakfabriken sollen den Hanf ankaufen.

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