Frühstück im Bramburi

Frühstück im Bramburi

Nachdem wir letztens ein abendliches Büfett in einem bekannten Resort besucht hatten, dachten mein Kumpel und ich, dass es dieses Mal ein Frühstück geben sollte.
Die Wahl fiel auf das Bramburi in der Naklua Road Soi 12. Wir hatten schon viel darüber gehört und wollten es einmal ausprobieren. Das war eine sehr gute Idee, wie sich herausstellte.
Mein Kumpel wollte unbedingt ins Bramburi, weil es sonntags diese Hackepeter-„Flatrate“ gibt. Als er mir das erzählte, konnte ich mir erst gar nicht vorstellen, was er damit meinte. Gemeint ist, dass es zum Frühstück frischen Hackepeter auf Brötchen gibt. Man kann so viel essen, wie man will. Quasi ein Hackepeter-Büfett.
Wir kamen an und wurden von einer netten Frau begrüßt, die ganz gut ihr Dirndl ausfüllte. Sie sprach uns auf Deutsch an, da waren wir einigermaßen überrascht. Ob wir eine Reservierung hätten? Sonntags sei nicht nur wegen des Hackepeters viel Betrieb, sondern auch wegen Musik und Frühschoppen.
Wir waren früh dran. Es war erst neun. Obwohl wir keine Reservierung hatten, wurden wir sogleich an einen netten Tisch geführt, von dem aus wir das ganze Schauspiel überblicken konnten.
Mein Kumpel bestellte wenig überraschend den Hackepeter und eine Tasse Kaffee. Ich bestellte „Das Frühstück“, das es in kleiner und großer Ausführung gibt. Da mir klar war, dass mir mein Kumpel mit seiner Flatrate etwas vormampfen würde, bestellte ich die große Ausführung. Außerdem war da nicht nur eine Tasse Kaffee dabei. Zwei Tassen waren im Preis inbegriffen.
Aus den Lautsprechern wurden wir mit allerlei deutschen Schlagern beschallt, deren Existenz ich längst vergessen hatte. Wer’s mag … An anderen Tagen der Woche ist „normale“ Musik zu hören. Die Schlager sollen wohl nur auf die sich anschließende heimatliche Livemusik einstimmen.
Während wir aufs Frühstück warteten, lange war das nicht, konnten wir unseren Blick durchs Bramburi schweifen lassen. Es geht recht rustikal in diesem Restaurant zu, beinahe wie in einem Biergarten. Das hat mir gut gefallen. An der Decke hängen mehrere Fernseher, die Angebote anpreisen. Insgesamt sind die Preise moderat, man kann von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.
Die Tasse Kaffee kam auf einem großen Untersetzer, beinahe ein Teller. Schmeckte ausgezeichnet. Als regelmäßiger Kaffeetrinker kann ich das behaupten.
Der Hackepeter kam. Sehr frisch mit vielen Zwiebeln. Zu Hause wie bei Muttern, sagte mein Kumpel, der anfing, die vier Brötchenhälften zu verdrücken und später Nachschlag bestellte.
„Das Frühstück“ war für mich die richtige Wahl gewesen. Zwei Brötchen, eine Scheibe Brot. Butter, etwas Marmelade. Mehrere Schälchen mit allerlei Beilagen wie Fleischsalat und Gurken. Ein gekochtes Ei. Käse. Der Höhepunkt zweifellos die Wurstplatte auf diesem riesigen Teller.

Frühstück im Bramburi
Frühstück im Bramburi

Der Chef macht das ja alles selbst. Daher sieht das auch eher gröber aus, nicht so fabrikmäßig. Es schmeckt auch viel besser als das, was man sonst so bekommt. Sei es nun in Thailand oder in Deutschland. Die schier endlose Auswahl des Aufschnitts hat mich wirklich begeistert!
Ich bin sicher, dass die anderen Gerichte im Bramburi auch lecker sind, weil ja vieles oder sogar fast alles aus eigener Produktion stammt. Was das Frühstück betrifft, war ich jedenfalls begeistert. Und mein Kumpel, der ein Hackepeter-Brötchen nach dem anderen verdrückte, ebenfalls.
Es hat uns so gut gefallen, dass wir nochmals im Bramburi frühstücken gingen und noch einmal. Ich kann mir gut vorstellen, hier immer regelmäßig zu frühstücken.
Axel Schönberger

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