Erdmännchen im Zoo

Erdmännchen im Zoo

Die Hauptattraktion im Zoo von Songkhla sind zurzeit vier neugeborene Erdmännchen. Die Besucher können ab sofort einen Blick auf die kleinen pelzigen Welpen werfen.
Die Babys sind bereits der zweite Wurf, den die Eltern haben. Dadurch stieg die Population der Erdmännchen im Zoo der Stadt, es ist der größte Tierpark in der südlichen Region, auf 13 an.
„Diese Baby-Erdmännchen wurden in der ersten Woche in der Höhle aufbewahrt und in der zweiten Woche wieder herausgebracht“, sagte die Tierpflegerin Suriya Kayurin. „Sobald sie heraus sind, helfen alle Erdmännchen dabei, sich um sie zu kümmern, und sie ziehen die Aufmerksamkeit der Zoobesucher auf sich.“
Die sehr sozial eingestellten Erdmännchen gehören zur Familie der Mangusten und sind im südlichen Afrika beheimatet, wo sie in Gruppen von bis zu 30 Tieren in Höhlen in Savannen und Trockenrasen leben.
Die Erdmännchen wiegen durchschnittlich nur um die 700 bis 750 Gramm. Damit sind sie die kleinste Mangustenart. Sie haben ein hellgraues Fell mit Querstreifen, die wenig auffällig sind. Hauptsächlich ernähren sich die Erdmännchen von Insekten.
Die Zoobesucher können die Babys in einem speziell gebauten Gehege bewundern, das den Tieren hilft, sich an die tropischen Bedingungen anzupassen.
Zwei bis vier Junge werden bei einem Wurf nach einer Tragzeit von zweieinhalb Monaten geboren. Augen und Ohren der Jungen sind bei Geburt noch geschlossen. Sie werden erst nach etwa zwei Wochen geöffnet. Zwei Monate lang werden die Erdmännchen-Babys gesäugt. Die Geschlechtsreife tritt nach einem Jahr ein. Bis zu drei Würfe gibt es pro Jahr. Weil sich, wie bereits erwähnt, alle Mitglieder einer Kolonie um die Jungen kümmern, stellt die Häufigkeit der Würfe kein Problem dar. Erdmännchen werden ungefähr sechs Jahre alt.

Erdmännchen im Zoo
Erdmännchen im Zoo

„Ich habe von den neugeborenen Erdmännchen gehört. Ich habe sie nur im Fernsehen gesehen, deshalb wollte ich den Kindern zeigen, wie niedlich sie tatsächlich sind“, sagte Zoobesucherin Leelawadee Tubtimdee.
Der Name „Erdmännchen“ lässt sich darauf zurückführen, dass die Tiere häufig auf zwei Beinen stehen, wenn sie die Umgebung beobachten oder den Blick nach oben richten, um den Himmel nach Gefahren wie Raubvögel abzusuchen. Auf Englisch heißt das Erdmännchen „meerkat“, was allerdings nichts mit Meerkatze zu tun hat. Der Name stammt aus dem Afrikaans.
In Südafrika sind Erdmännchen mitunter nicht sehr beliebt. Wegen ihrer Höhlenbauten kommt es zu Zerstörungen von Landwirtschaftsflächen. Manchmal übertragen sie Tollwut.
Es gab Fälle, in denen Menschen durch tollwütige Erdmännchen nach einem Biss infiziert worden sind.

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