Eine gute Obsternte ist schlecht für die Preise

Eine gute Obsternte ist schlecht für die Preise

In diesem Jahr wird es eine überdurchschnittlich gute Ernte von Mangostinfrüchten und anderem Obst geben. Das sorgt für Unruhe, weil ein Preisverfall droht.
Die Behörde für Landwirtschaft prognostizierte, dass in diesem Jahr über 863.000 Tonnen Durian, Mangostinfrüchten, Rambutan und Longan in Chanthaburi, Rayong und Trat produziert werden. Diese drei Provinzen sind als Fruchtkammer des Landes bekannt. Das wären etwa 30 Prozent mehr geerntetes Obst als letztes Jahr.
Die Produktion von Longan in den nördlichen Provinzen kann in diesem Jahr voraussichtlich um vier Prozent auf über 703.000 Tonnen gesteigert werden.
Je mehr Früchte auf den Markt gelangen, um so größer die Gefahr, dass die Preise in den Keller sinken. Genau das ist letztes Jahr bei Ananas passiert, und bei den Beamten der entsprechenden Ministerien löst diese Aussicht Unruhe aus. Das

Durian Frucht
Durian Frucht

Wirtschaftsministerium befürchtet, dass das hohe Angebot das Einkommen der Farmer beeinträchtigen könnte.
Die Behörde für internationalen Handel will daher mit Händlern, Exporteuren und großen und mittelgroßen Einzelhandelsunternehmen und sogar der Thailand Post über Maßnahmen reden, wie man mit dem hohen Angebot an Früchten umgehen könnte.
„Das Landwirtschaftsministerium hat vorausgesagt, dass gutes Wetter in diesem Jahr für mehr Obst sorgt als letztes Jahr, denn da gab es eine lang anhaltende Trockenperiode“, sagte Behördenchef Wichai Phochanakij. „Wir müssen Vorbereitungen treffen, wenn die Produkte im Laufe des Jahres auf den Markt kommen.“
Die Behörde erwartet, dass Exporteure, Groß- und Einzelhändler einiges an dem Angebot absorbieren können, wenn das Obst an Konsumenten im In- und Ausland geliefert wird.
Letztes Jahr wurde das Überangebot von Ananas für einige zum Alptraum, weil der Preis von zwölf Baht pro Kilo im Jahre 2017 auf drei Baht pro Kilo im Jahre 2018 sank. Einige Plantagenbesitzer waren derartig frustriert, dass sie ihre Ernte verschenkten.
In diesem Jahr gibt es dieserhalb bessere Nachrichten: Es wird geschätzt, dass die Ananasproduktion um 95.000 Tonnen auf 2,2 Millionen Tonnen zurückgeht, weil eine Reihe von Farmern wegen der Verluste keine Ananas mehr anbaut.

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