Eine großartige Idee

Eine großartige Idee

Es ist unwahrscheinlich, dass die Hauptstadt umziehen wird, aber die Entwicklung regionaler Gebiete könnte dazu beitragen, Bangkok zu entlasten.

Der Premierminister sagte, sein Vorschlag, die Belastung der Region durch den Umzug der Hauptstadt zu verringern, sei zu diesem Zeitpunkt nur eine Idee.

Die Idee, Thailands Hauptstadt in eine andere Provinz zu verlegen, ist wieder aufgetaucht, nachdem der Premierminister, vielleicht ungewollt, über zwei Ansätze für eine mögliche Umsiedlung gesprochen hatte.

Der Plan spiegelt die jüngste Ankündigung der indonesischen Regierung wider, ihre Hauptstadt von Jakarta auf der Insel Java in die Provinz OstKalimantan auf der Insel Borneo zu verlegen.

Die beiden südostasiatischen Hauptstädte haben ähnliche Probleme, insbesondere eine hohe Bevölkerungsdichte, lange Verkehrsstaus, sich verschlechternde Umweltbedingungen und häufige Überschwemmungen.

Frühere thailändische Regierungen haben die Idee einer Hauptstadtverlegung nicht in die Tat umgesetzt, wobei die Regierung des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra einen möglichen Umzug nach Nakhon Nayok, einer Provinz etwa 100 Kilometer nordöstlich von Bangkok, prüfte.

Es gab auch Studien zur Verlegung von Regierungsbüros nach Chachoengsao, einer Provinz etwa 80 Kilometer östlich der Hauptstadt.

Diese Pläne konnten jedoch nicht verwirklicht werden, und viele zweifelten daran, wie sich eine solche Idee von einer Fiktion in eine Realität verwandeln könnte.

Nur ein Gedanke
Thosaporn Sirisamphand, Generalsekretär des Nationalen Rates für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (kurz NESDC), sagte, der Premierminister habe die Behörde nicht gebeten, eine Studie über die Hauptstadtverlegung durchzuführen.

„Eine Hauptstadtverlegung wäre eine große Herausforderung und erfordert eine gute Zusammenarbeit verschiedener Behörden“, sagte er. „Ich denke, dass General Prayuth der Öffentlichkeit einen Vorschlag unterbreitet hat, mit dem Verkehrsstaus in Bangkok bekämpft werden können.“

Bei einem Seminar mit dem Titel „Thailand wird mit der Welt verbunden“, das von der NESDC veranstaltet wurde, sagte der Premierminister, eine mögliche Lösung bestehe darin, die Hauptstadt zu verlegen.

Er sagte, es gebe zwei mögliche Ansätze für einen solchen Schritt. Der erste bestehe darin, eine Stadt zu finden, die weder zu weit noch zu teuer für einen Umzug ist. Der zweite bestehe darin, Teile der Hauptstadt zu dezentralisieren, um die Anzahl der Einwohner zu reduzieren.

Doch General Prayuth bestand darauf, dass der Umzug der Hauptstadt zu diesem Zeitpunkt nur eine Idee sei, und dass viel mehr Forschung erforderlich sei, um die Durchführbarkeit und die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen eines Umzugs zu bestimmen.

Thosaporn sagte, wenn man über die Reduzierung von Verkehrsstaus in Bangkok eine Studie anfertige, klinge das vernünftiger.

Der nationale Plan für wirtschaftliche und soziale Entwicklung konzentriert sich auf die regionale Entwicklung und Dezentralisierung der städtischen Gebiete, sagte Thosaporn.

Die laufenden Infrastrukturentwicklungspläne der Regierung, wie zum Beispiel zweigleisige Schienennetze, Hochgeschwindigkeitsschienensysteme und Straßen, werden neue Wirtschaftsräume in der Region schaffen, sagte er. Das Flaggschiff der Regierung, der Eastern Economic Corridor (EEC), sollte in fünf Jahren ebenfalls ein neuer Wirtschaftsraum werden.

Der südliche Wirtschaftskorridor ist als Nächstes geplant, hier mit wichtigen Infrastrukturprojekten wie Straßen und zweigleisige Schienen entlang des Golfs von Thailand, sagte Thosaporn. Die Regierung will auch einen Anreiz für private Investitionen in Tourismusprojekte anbieten.

Anek Memongkol, stellvertretender NESDC-Generalsekretär, sagte, die Regierung müsse möglicherweise eine Reihe neuer Maßnahmen entwickeln, um die Verkehrsstaus in großen Städten zu beschränken.

Eine stärkere Entwicklung in Provinzen der zweiten Ebene sei von entscheidender Bedeutung, um die Überlastung der städtischen Gebiete zu verringern.

„Die Probleme in großen Städten sind komplexer und umfassen Naturkatastrophen, die globale Erwärmung und die alternde Gesellschaft Thailands“, sagte Anek. „Stadtplanung spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung dieser Probleme.“

Während Bangkok das wirtschaftliche Zentrum Thailands ist, wird die Ostküste in vier bis fünf Jahren Bangkok überholen und zum neuen Wirtschaftsraum werden, sobald die EEC-Entwicklung abgeschlossen ist, sagte er.

Die südlichen Gebiete bleiben eine wichtige Basis für den Tourismus, aber im Rahmen der Initiative „Südlicher Wirtschaftskorridor“ werden stärker industrialisierte Gebiete erschlossen.

Der Nordosten ist ein längerfristiges Entwicklungsprojekt. Hier hängt alles davon ab, wann der Bau der thai-chinesischen Hochgeschwindig keitsstrecke von Bangkok nach Nong Khai abgeschlossen ist.

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