Dorfbewohner erstaunt über Verurteilungen

Dorfbewohner erstaunt über Verurteilungen

Das Berufungsgericht bestätigte Schuldsprüche und Haftstrafen gegen die meisten der 14 Dorfbewohner, die wegen unerlaubten Eingriffs in den Saithong-Nationalpark in der Provinz Chaiyaphum verurteilt worden waren.
Das Urteil und dessen Bestätigung wird von den Dorfbewohnern als „unverständlich“ bezeichnet, da ihre Familien lediglich Ackerland bearbeitet haben, das diese bereits vor der Gründung des Nationalparks im Jahr 1992 bewohnt hatten.
Thongpan Muangklang, die vom Berufungsgericht ebenso für schuldig befunden wurde, wie Wanchai Arpornkaew und Samorn Somjit, brach bei der Entscheidung des Gerichts in Tränen aus. Auch eine ihrer Töchter, Narissara Muangklang, weinte.
„Meine Mutter ist jetzt ins Gefängnis gegangen. Und nach den gegenwärtigen Umständen ist es beinahe sicher, dass ich folgen werde“, sagte sie weinend.
Narissaras Mutter ist das dritte Familienmitglied, das inhaftiert wurde. Ihre beiden älteren Schwestern Nittaya Muangklang und Supaporn Srisuk sitzen bereits hinter Gittern, nachdem sie vom Berufungsgericht wegen Eingriffs in den Nationalpark verurteilt wurden.

Dorfbewohner erstaunt über Verurteilungen
Dorfbewohner erstaunt über Verurteilungen

Neben der Haftstrafe wurden ihre Familienmitglieder auch zur Zahlung einer Entschädigung an die Nationalparkbehörde verurteilt.
Thongpan muss acht Monate ist Gefängnis und eine Entschädigung von 100.000 Baht zahlen. Wanchai wurde zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt und zu einer Entschädigung von 860.395 Baht.
Von den Verurteilten hat nur Samorn eine Bewährungsstrafe erhalten. Das Berufungsgericht erhöhte seinen zu zahlenden Entschädigungsbetrag allerdings von 80.000 auf 366.663 Baht.
„Das Gericht war Samorn gegenüber nachsichtig, weil er noch nie wegen eines Verbrechens verurteilt worden war und sehr arm ist“, sagte Thanomsak Rawadchai, der Anwalt der Dorfbewohner.
Seit dem 15. Mai hat das Berufungsgericht bereits gegen neun von 14 Dorfbewohnern, die wegen Eingriffs in den Saithong-Nationalpark vor Gericht gestanden haben, Schuldsprüche verhängt.
Fünf weitere Dorfbewohner werden bis Anfang Juli vor dem Berufungsgericht erscheinen mit wenig Hoffnung, einer Gefängnisstrafe zu entgehen.
Rechtsanwalt Thanomsak glaubt, dass es immer noch eine Chance gibt, für diese Dorfbewohner zu kämpfen, indem er beim Obersten Gerichtshof eine Petition einreicht.
„Es sollte beachtet werden, dass Mitarbeiter der Nationalparkbehörde diese Dorfbewohner nicht festnahmen, während sie in den Nationalpark eindrangen. Sie wurden nicht auf frischer Tat ertappt“, sagte Thanomsak. „Es sollte auch klare Richtlinien geben, wie der Entschädigungsbetrag berechnet wird.“
Während ein von der Regierung eingesetztes gemeinsames Gremium eine Resolution verabschiedete, um Menschen zu helfen, die von der Politik des Nationalen Rates für Ruhe und Ordnung (NCPO) zur Waldrückgewinnung im Jahr 2018 betroffen waren, konnte die Resolution den 14 von Thanomsak vertretenen Angeklagten nicht helfen.
„Ihre Fälle gingen vor Gericht, bevor die Resolution verabschiedet wurde“, sagte er. „Aber es besteht die Möglichkeit, dass andere Dorfbewohner, die wegen Eingriffe in den Regenwald angeklagt sind, und deren Fälle das Gericht noch nicht verhandelt hat, verschont bleiben.“

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