Die neue Eiszeit

Die neue Eiszeit

Im August 1974 ging das Nachrichtenmagazin Der Spiegel der Frage nach, ob eine neue Eiszeit vor der Tür steht. Die verregneten Sommer in Nordeuropa seien laut Klimaforschern die Vorboten eines weltweiten Wetterumschwungs. Es werde kühler und nasser. Wie gesagt, das stand vor 45 Jahren im Spiegel.
Die Zeitung Die Welt erinnerte daran. 35 Jahre später, im Dezember 2009, erschien ein Artikel, in dem berichtet wurde, dass Mitte der 70er Jahre vor einer neuen Eiszeit gewarnt wurde. Und zwar mit genau denselben Argumenten, die jetzt heranzogen werden, um vor einer Erwärmung des Erdklimas zu warnen.
Interessant ist das schon, wenn man sich die alten Sachen durchliest.
Die Welt erinnert auch an den Film The Day After Tomorrow von Roland Emmerich. Da geht es auch darum, dass die Welt in einer neuen Eiszeit versinkt. Der Film ist von 2004.
Wenn Emmerich jetzt einen Film über eine neue Eiszeit drehen würde, fragte man ihn wahrscheinlich, ob er einen an der Klatsche hat. Zeitgemäßer wäre wohl ein Katastrophenfilm über eine Hitzewelle. Den gibt es aber schon längst. Es ist der britische Klassiker Der Tag, an dem die Erde Feuer fing aus dem Jahre 1961.
Ein kluger Zeitgenosse sagte einmal, dass die Menschen an alles glauben, wenn sie nicht mehr an Gott glauben.
Jetzt also glauben sie an den Klimawandel. Ob es angeblich kälter wird oder wärmer, das spielt in dieser Glaubensfrage offenbar keine Rolle.
Jahrzehntelang war man offensichtlich davon ausgegangen, dass es kälter wird. Jetzt geht man jahrzehntelang davon aus, dass es wärmer wird. Bis das Pendel wieder zurückschlägt.
Da werden allerlei Beweise herangezogen. Es ist nicht nur so, dass ein heißer Sommer oder Trockenheit auf den Klimawandel hinweisen, der laut der Gläubigen bereits weit fortgeschritten ist. Wenn es viel schneit, nein, wenn es überhaupt schneit, ist auch das ein Beweis für den Klimawandel. Es schneit zwar, aber es wird trotzdem wärmer. Ist das logisch? In Deutschland hat es im Mai geschneit. Das war für die Gläubigen der Beweis, dass die Erde wärmer wird.
Wer das nicht so recht nachvollziehen kann, wird als Klimaleugner bezeichnet. Das ist nach dem Wortlaut jemand, der das Klima verleugnet. Jemand, der meint, es gebe klein Klima?
Wie bei allen Religionen gibt es Dinge, die nicht so recht zusammen zu passen scheinen. Gibt es auch Wetterleugner, wenn es Klimaleugner gibt? Ein Wetterleugner könnte jemand sein, der ohne Regenschirm auf die Straße geht, obwohl es regnet. Guck mal, da ist ein Wetterleugner!
Als größter Feind aller Zeiten wurde CO2 ausgemacht. Das ist der Klimakiller Nummer eins. Killer? Kann man das Klima töten? Vielleicht ändert sich das Klima, aber ob man es umbringen kann?
Man sollte sich mal wirklich näher mit den Wörtern beschäftigen, die in den Medien ständig gebraucht werden, und deren Sinn hinterfragen. Maybrit Illner sprach in ihrer Talkshow sogar vom Klimaschädling. Das ist so was wie der Volksschädling bei den Nazis, nur jetzt in Bezug aufs Klima.
Jede Religion braucht einen Propheten. Auch die Klimareligion hat einen. Es handelt sich um die Reinkarnation der Jungfrau, der Heiligen Maria. Die Rede ist von Greta Thunberg. Dass die Schwedin als Prophetin bezeichnet wurde, war aber nur der Anfang. Sie sei der neue Jesus, meinte ein Berliner Bischof. Sogar Berufschristen suchen sich inzwischen eine neue Religion. Wenn aber Greta Jesus ist, kann sie doch gleich Gott sein? Gott ist eine Frau! Das haben Feministen schon immer gewusst.
Da die Schüler freitags fürs Klima und gegen die Luftverschmutzung demonstrieren (aber nicht während der Ferien, da haben sie Besseres zu tun), versäumen sie jeden Freitag den Unterricht.
Da könnten sie vielleicht auch den Biologieunterricht verpassen. In Biologie würden sie lernen, was Photosynthese ist. Vereinfacht erklärt geht es darum, dass Pflanzen CO2 aufnehmen und es in Sauerstoff umwandeln.
Würde es kein CO2 geben, weil dies ja ein „Klimakiller“ ist, gäbe es auch keine Pflanzen, die das CO2 für die Photosynthese brauchen.

Die neue Eiszeit

Diese Argumentation ist aber wohl zu viel für die Hirne der freitäglichen Schulschwänzer.
Im Übrigen ist das Klima kein festes, unveränderliches Korsett. Es schwankt. Manchmal ist es kälter, manchmal wärmer. Da sich der Mensch in seiner Überheblichkeit sehr wichtig nimmt, denkt er wohl, nur er könne das Klima beeinflussen. Und da sich die Deutschen offenbar noch wichtiger nehmen als alle anderen Menschen auf der Welt, meinen die Deutschen, sie könnten das Weltklima retten, wenn sie auf Kohle und Diesel verzichten.
Bitteschön! Wenn ihr das glaubt, dann macht mal … Aber warum baut ihr dann die Atomenergie nicht weiter aus, wenn es so schlimm ums Klima bestellt ist?
Ja, bei solchen bösen Fragen stößt man schnell an die Grenzen der Klimareligion und stellt fest, dass es sich um nichts anderes als um eine Ideologie handelt. Unlogisch und dämlich wie alle Ideologien.

Euer Water Weiß

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