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Deutsch wird englischer

Deutsch wird englischer

Der Duden scheint überhaupt kein Problem mehr damit zu haben, Anglizismen als deutsche Sprache zu verkaufen und in das Werk aufzunehmen. Unter 5.000 neuen Wörtern in der neuesten Ausgabe gibt es auch eine Reihe von Anglizismen.

Selfie, Fake News und Tablet sind jetzt offiziell Bestandteil der deutschen Sprache. Auf Deutsch übersetzt bedeuten diese Wörter Selbstporträt, Zeitungsente und Tablett.

Es ist einfach so, dass viele Dinge im unseren heutigen Leben aus der anglo-amerikanischen Region stammen, wenn es um technische Entwicklungen geht“, erklärte Duden-Chefredakteurin Kathrin Kunke-Razum.

Andere neue Wörter sind Flüchtlingskrise, Kopftuchstreit und postfaktisch, ein anderer Ausdruck für unwahr. Wer hätte gedacht, dass dieses Unwort nun auch amtlich zur deutschen Sprache gehört und damit salonfähig ist? Zu den neuen Wörtern gehört auch Kopfkino, was in den letzten Jahren von der Duden-Redaktion offensichtlich übersehen wurde.

Einige Fremdwörter, die eingedeutscht wurden, flogen aus dem Duden hinaus. Es soll Leute gegeben haben, die nicht Mayonnaise, sondern Majonäse geschrieben haben. Das geht nicht mehr. Die seltsamen Schreibweisen waren im Rahmen der umstrittenen neuen Rechtschreibung 2004 eingeführt worden.

Um es den Leuten mit Problemen mit dem Schriftdeutsch dennoch nicht allzu schwer zu machen, kann man es sich jetzt wieder aussuchen, ob man Adjektive in festen Verbindungen groß oder klein schreibt. Das Neue Jahr ist jetzt wieder ebenso korrekt wie das neue Jahr, um ein Beispiel zu nennen.

Eine weitere Neuerung ist, dass das „sz“ (ß) jetzt auch bei Druckbuchstaben verwendet werden darf. Das ging bisher nämlich nicht und wurde durch SS ersetzt.

Beispiel: HALLO-Kolumnist WALTER WEIß muss auf sein „sz“ ab sofort nicht mehr verzichten.

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