Der Weg zur Sonderzone

Der Weg zur Sonderzone

Die neue Regierung muss sich bei der Umsetzung der Wirtschaftssonderzone an der Ostküste (Eastern Economic Corridor, EEC) mit mehreren Aufgaben auseinandersetzen, um die Wirtschaft in den Augen von Unternehmern und Einwohner in den Provinzen Chonburi, Rayong und Chachoengsao in Schwung zu bringen.
Orapin Sermpraphasilp, Vorsitzende des Verbandes der thailändischen Industrie, Region Ost, stellte fest, dass die erforderlichen Gesetze vorliegen und ein spezielles EEC-Büro eingerichtet wurde. Die Privatwirtschaft hofft sehr, dass
die Regierung die staatlichen Investitionen in die erforderliche Infrastruktur beschleunigt und auch private Investitionen erleichtert.
Sie sagte, der Privatsektor suche weitere Anreize, um die Umschulung von Arbeitnehmern zu unterstützen, die in der Region gebraucht würden.
Der Weg zur SonderzoneDie Hersteller sind bereit, mit dem Arbeitsministerium beim Aufbau von Schulungszentren in ihren Werken zusammenzuarbeiten, haben jedoch Steuervergünstigungen für ihre Investitionen beantragt.
„Wir gehen davon aus, dass die neue Regierung einen entsprechenden Steueranreiz in Betracht zieht, um die Industrie in die Lage zu versetzen, Produktion und Technologie auf 4.0-Standards zu bringen“, sagte Orapin.
Geschäftsleute schätzten, dass der EEC in den nächsten fünf Jahren rund 400.000 Fachkräfte benötigt. Orapin warnte, dass die Regierung ihr Ziel, fünf neue Industriezweige aufzubauen, nicht erreichen könne, wenn es nicht
genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt.
Bei den Industriezweigen handelt es sich um Robotik, Luftfahrt und Logistik, Biokraftstoff und Biochemie, Digitalisierung sowie Medizin.
Die staatlichen Investitionen in die benötigte Infrastruktur – eine Hochgeschwindigkeitsbahn, eine „intelligente Stadt“ und die Erweiterung der Flughafen- und Seehafeneinrichtungen im Osten – werden in der Zwischenzeit enorm
sein.
Der Weg zur SonderzoneEin weiterer Bereich, der eine Herausforderung darstellt, ist die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien. Laut Orapin plant die Geschäftswelt die Einrichtung eines Fonds, der möglicherweise von großen Unternehmen finanziert wird, die im Gegenzug Steuererleichterungen erhalten.
Der Fonds würde kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen, die ihre betriebliche Effizienz und technologische Kapazität verbessern möchten.
Ein weiteres Hindernis ist die Abfallwirtschaft. Privatunternehmen stehen vor erheblichen Hürden, um Lizenzen für den Betrieb ihrer eigenen Abfallbehandlungsanlagen zu erhalten. Giftmüll und Umweltverschmutzung sind chronische Probleme in den Industrieparks im Osten des Landes.
Orapin glaubt, dass die Region mehr Kläranlagen braucht, um die Situation zu bewältigen und illegale Müllkippen zu verhindern.
Stanley Kang, Vorsitzender der Gemeinsamen Auslandshandelskammern in Thailand, ist besorgt über steigende Grundstückspreise, Fachkräftemangel und Bürokratie, die seiner Meinung nach den EEC im Vergleich zu Industrieparks in Vietnam weniger attraktiv machen.
„Die Herausforderung besteht darin, eine adäquate Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte auszubilden und es Unternehmen einfacher zu machen, hier Geschäfte zu machen“, sagte Kang.

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