Browser sind weiterhin ein beliebtes Ziel von Angriffen

Browser sind weiterhin ein beliebtes Ziel von Angriffen

Internetbrowser sind ein beliebtes Ziel von Kriminellen. Sie werden angegriffen, um Daten der Opfer zu erbeuten oder Systeme zu kapern. Während die Entwickler versuchen, Sicherheitslücken zeitnah zu schließen, lassen sich Hacker immer neue Wege einfallen, die Barrieren zu überwinden. Doch warum verzichtet man dann nicht einfach auf Browser?

Wieso einen Browser?

Um diese Frage zu beantworten, muss zunächst klar sein, was ein Browser überhaupt ist. Webbrowser bauen die Verbindungen zu frei im Internet aufrufbaren Seiten und Dateien auf. Dabei kontrollieren sie die Herkunft und die Authentizität der vorgefundenen Daten. So soll sichergestellt werden, dass Anwender tatsächlich den Inhalt aufrufen, den sie suchen. Zudem interpretieren die Programme die Dokumente nach festgelegten Regeln und sind demnach auch für die optische Darstellung verantwortlich.
Zum Beispiel in Kombination mit Verschlüsselungszertifikaten und Passwortmanagern sorgen Browser also dafür, dass Online-Inhalte zuverlässig und sicher dargestellt werden. – Ohne ein solches Programm ist die Teilhabe am Internet und dessen vielseitigen Angeboten also nicht vollumfänglich möglich.
Die Aufgabenfelder moderner Browser lassen erkennen, dass sie einen großen Funktionsumfang bereithalten und entsprechend verantwortungsvolle Rollen ausführen. Genau das führt dazu, dass sie zum Ziel für Kriminelle werden. Erhält ein Hacker umfassenden Zugang zum Internetbrowser, kann er die gesamte Kommunikation mitlesen oder manipulieren. Angriffe auf Browser sind folglich äußerst lukrativ für die Täter und gleichermaßen unangenehm für die Opfer.

Nach welchen Kriterien wähle ich den richtigen Browser für mich?

Die Frage nach der Wahl des richtigen Browsers lässt sich nicht pauschal beantworten. Jedes Produkt bietet individuelle Sicherheits- und Bedieneigenschaften. Daher ist es lohnenswert, einen Blick auf die unterschiedlichen Merkmale zu werfen. Die Gefahren und Risiken unterliegen ständigem Wandel. Daher müssen die Sicherheitsmaßnahmen durch Hersteller fortlaufend überprüft und auch an neue Herausforderungen angepasst werden.
Doch auch die Anwender haben einen großen Teil der Verantwortung. Für jeder Nutzungsweise müssen individuelle Einstellungen vorgenommen und Vorkehrungen getroffen werden. Dabei ist das Wissen um bestehende Bedrohungen die erste Voraussetzung zur Verbesserung der persönlichen Onlinesicherheit. Erst wenn ein Browser die hier folgenden Sicherheitskriterien erfüllt, dürfen Handhabung, Design oder andere Features eine Rolle spielen.

Was möchte ich mit dem Browser tun?

Fragen Sie sich, was Sie mit dem Browser tun möchten und ob das Programm auch in Zukunft Ihren Ansprüchen gerecht werden kann. Selbst wenn Sie lediglich im Internet surfen, muss ein Browser hohen Anforderungen genügen. Denn bei einem Angriff auf Ihren Rechner über Schwachstellen des Programms kann schwerer Schaden entstehen. Wenn Sie zusätzlich sensible Daten, wie Ihre Finanzen, über einen Webbrowser verwalten, dann sind diese Anforderungen besonders hoch. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Sie Ihren Browser sinnvoll für die Herausforderungen des Internets eingestellt haben, können Sie unter „Meinen Browser einstellen“ die spezifischen Empfehlungen für das Programm nachsehen.

Wer steht eigentlich hinter dem Browser?

Auf dem Markt der Internetbrowser gibt es im Wesentlichen zwei Ansätze bei der Entwicklung der Programme. Auf der einen Seite gibt es Browser wie den Edge oder Internet Explorer, sogenannte Closed-Source-Software. Hinter solchen Programmen stehen Unternehmen, die die Software selbst schreiben und keinen Einblick in dessen Struktur oder Code gestatten.
Auf der anderen Seite stehen Browser wie z.B. Firefox, die fast vollständig auf Open Source setzen. Das bedeutet, dass der Programmcode öffentlich zugänglich gemacht wird und somit andere Unternehmen und Programmierer Einsicht haben. Dies kann dazu führen, dass Fehler schneller entdeckt und behoben werden als bei der Closed-Source-Herangehensweise. Browser wie Chrome oder Safari vereinen beide Wege und bauen auf Open-Source-Technologien auf, halten aber auch große Teile des Quellcodes unter Verschluss.
Sollten Sie bestimmte Unternehmen meiden oder eine der genannten Herangehensweisen fördern wollen, können Sie sich vor der Nutzung darüber informieren, welche Organisationen an dem Betrieb des jeweiligen Browsers beteiligt sind.
Denken Sie bitte immer daran, dass ein Browser zu den beliebtesten Zielen für Cyberangriffe zählt. Hieraus ergibt sich ein besonders hohes Gefahrenpotenzial. Denn der Internetbrowser kann auch das Portal sein, durch das Schadsoftware auf Ihr System gelangt oder wichtige Daten gestohlen werden.

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