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Betrügereien in Pattaya

Betrügereien in Pattaya

Es scheint, dass die Betrügereien in Pattaya entweder zurückgehen oder Touristen und Auswanderer gleichermaßen klüger geworden sind und nicht mehr auf alte Tricks hereinfallen. Bei einer Umfrage wurde deutlich, dass potentielle Opfer, aber auch die Polizei feststellten, dass die Betrugsmaschen, die man von früher kennt, so gut wie alle verschwunden sind. Zumindest momentan.

Zu diesen Maschen gehört der Jetski-Scam. Dieser Betrug plagte nicht nur Pattaya. Der thailändische Vermieter verlieh einen Jetski und zeigte dem Touristen nach der Fahrt Beulen und andere Schäden an dem Gefährt, die zuvor angeblich nicht da waren. (Waren sie aber). Der Tourist wurde mit unverschämt hohen Geldforderungen konfrontiert. Ihm wurde mit der Polizei gedroht, wenn das nichts nutzte, mit Erziehungsmaßnahmen, die die körperliche Unversehrtheit gefährdeten. Die meisten zahlten.

Die Stadtverwaltung, die das Problem lange Zeit ignorierte, unternahm schließlich doch etwas. Das Lizenzsystem für die Jetskis wurde modernisiert, die Boote müssen haftpflichtversichert sein, und damit kommt die Versicherung für etwaige Schäden auf – auch für die, die ein Tourist angeblich verursacht hat.

Nur ein Fall ist in letzter Zeit bekannt geworden. Aber da war sich der britische Tourist nicht sicher, ob er womöglich tatsächlich für die ihm vorgeworfenen Schäden am Jetski verantwortlich war. Er war bereit, 5.000 Baht zu zahlen. Deutlich weniger als die früher geforderten 100.000 Baht.

Ein Jetski-Verleiher sagte, dass sich noch etwas geändert habe. Früher sei die Polizei grundsätzlich auf der Seite der Jetski-Verleiher gewesen. Jetzt seien die Beamten immer auf der Seite der Touristen und würden vorschlagen, sich bei einem Streit an das Gericht zu wenden, das mit dem Pattaya Tourist Court eigens eine Abteilung hat, die für Touristen in der Stadt zuständig ist. Der Verleiher sagte, er selbst würde Touristen vor einer Jetski-Fahrt auffordern, Fotos von dem Gefährt zu machen, damit es bei der Rückgabe keine Missverständnisse gibt.

Ein weiterer rückläufiger Betrug ist das sogenannte Time-sharing. Hier wurde Touristen in einer exklusiven Hotelanlage vorgekaukelt, dass sie im Falle der Mitgliedschaft bei diesem Unternehmen das Recht hätten, in ähnlichen Anlagen in Thailand oder auf der ganzen Welt kostengünstig zu wohnen. Häufig gab es mit den entsprechenden Hotels und Resorts jedoch keine Verträge. Die Opfer wurden genötigt, sofort die Mitgliedschaft zu bezahlen. Eine Bedenkzeit gab es nicht. „Haustürgeschäfte“ sind illegal, wenn keine Bedenkzeit eingeräumt wird. Die Time-sharing-Vertreter arbeiteten häufig ohne Arbeitserlaubnis. Das ist schwieriger geworden. Außerdem ist die Anzahl der europäischen Touristen rückläufig. Mit Chinesen oder Indern lassen sich solche Geschäfte aber nicht machen.

Eine dubiose Praxis scheint aber noch weit verbreitet, was aber nicht heißen soll, dass das überall der Fall ist. Es handelt sich um den sogenannten Beer Tower Scam. Eine Gruppe bestellt drei Liter Bier in einer Röhre. Das Bier wird dann wie Fassbier gezapft. Innerhalb dieser Röhre befindet sich eine mit Eis gefüllte zweite Röhre. Die Verdrängung der zweiten Röhre wird nicht mitgerechnet, d.h. die Gäste zahlen für drei Liter Bier, obwohl sich 30 Prozent weniger Flüssigkeit als angegeben in der Röhre befindet.

Nicht ein Betrug, aber immer wieder ein Grund zur Beschwerde, sind die vielen Transsexuellen, die Touristen geradezu bedrängen und auch ausrauben. Die Ladyboy-Banden arbeiten immer in Gruppen. Einer oder mehrere lenken den Ausländer ab, während ein anderer dann Wertsachen stiehlt. Die Diebe entkommen meist auf wartenden Motorrädern.

Ein Polizeisprecher sagte, dass man in den letzten Monaten erstaunlich viele Transsexuelle verhaftet habe, wobei Laoten und Kambodschaner abgeschoben wurden. Er riet Touristen, keinen Schmuck zu tragen, schlecht beleuchtete Orte zu meiden und Wertsachen sicher zu verstauen.

So verwundert es nicht, dass die meisten Beschwerden mit Klein- und Straßenkriminalität zu tun haben, gefolgt von dem Beer Tower Scam und der nicht korrekten Rückgabe von Wechselgeld. Ganz unten auf der Beschwerdeliste finden sich der Jetski Scam und der Time-sharing-Betrug.

Merkwürdigerweise fehlen auf der Liste Betrügereien, in denen es um Eigentumswohnungen geht, die entweder nicht gebaut werden oder kleiner sind als im Katalog.

Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte: „Pattaya ist ganz sicher auf dem Weg, für Besucher eine bessere Stadt zu werden.

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