Befreiung von der Visumpflicht

Befreiung von der Visumpflicht

Das Außenministerium hat die Regierung gebeten, den Vorschlag der Wirtschaftsminister zu prüfen, chinesischen und indischen Touristen im Rahmen des Konjunkturpakets der Regierung einen Visumverzicht anzubieten.

Das Ministerium hat sich unter Berufung auf nationale Sicherheitsaspekte gegen die vom Ministerium für Tourismus und Sport vorgeschlagene Maßnahme ausgesprochen.

Bei einem Treffen der Wirtschaftsminister wurde eine Reihe von Maßnahmen gebilligt, die darauf abzielen, der Wirtschaft weitere 316 Milliarden Baht zuzuführen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Ankurbelung des Tourismus, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, ist die Befreiung von der Visumpflicht für chinesische und indische Besucher, die es ihnen ermöglichen, bis zu 30 Tage in Thailand zu bleiben. Das würde allerdings auch bedeuten, dass jährliche Einnahmen aus Visagebühren in Höhe von 13 Milliarden Baht abgeschrieben werden müssen.

Das Ministerium für Tourismus und Sport, das von der Bhumjaithai-Partei kontrolliert wird, hat argumentiert, dass die vorgeschlagene Befreiung von der Visumpflicht, die vom 1. November des Jahres bis zum 31. Oktober 2020 gelten sollte, chinesische und indische Touristen dazu ermutigen wird, nach Thailand zurückzukehren.

Bis Ende dieses Jahres werden voraussichtlich elf Millionen Chinesen und zwei Millionen Inder nach Thailand reisen.

Die Zahl der indischen Touristen wird nach Angaben des Tourismus- und Sportministeriums im kommenden Jahr voraussichtlich auf drei Millionen ansteigen.

Außenminister Don Praramudwinai hat sich jedoch in einem Schreiben an Premierminister General Prayuth Chan-ocha gegen den Vorschlag zur Befreiung von der Visumpflicht ausgesprochen.

In dem Schreiben argumentiert das Außenministerium, dass das Visum eine Maßnahme ist, Ausländer, die nach Thailand einreisen, zu kontrollieren und das Land vor möglichen Risiken, ob national oder wirtschaftlich, zu schützen.

Das Ministerium warnte davor, dass der Verzicht auf Visa einer sorgfältigen Prüfung bedarf, da dies weit reichende Auswirkungen haben wird.

Insbesondere muss die nationale Sicherheit berücksichtigt werden, bevor chinesischen und indischen Touristen eine Befreiung von der Visumpflicht angeboten wird.

Indien und China haben jeweils mehr als eine Milliarde Einwohner, und die Hauptsorge ist, ob Thailand mit einem möglicherweise massiven Zustrom von Touristen aus den beiden Ländern, die frei nach Thailand einreisen, fertig wird.

Viele von ihnen nutzen möglicherweise die Gelegenheit, um Problemen wie Naturkatastrophen in ihren Ländern zu entkommen, um sich nach Angaben des Ministeriums in Thailand niederzulassen.

Das Ministerium behauptete, es gebe mehrere Faktoren, die zur Konjunkturschwäche beitrugen, wie der Handelskrieg zwischen den USA und China und die Aufwertung des Baht.

Der Verzicht auf ein Visum sei daher nicht der richtige Weg, um die wirtschaftliche Flaute zu überwinden, sondern werde sich nachteilig auf die nationale Sicherheit und die lokale Lebensweise auswirken.

Außenminister Don wies darauf hin, dass mehrere Chinesen den Tourismus genutzt haben, um Geschäfte in Thailand zu betreiben und die Preise für die Produktion von lokalem Obst und Getreide in mehreren Provinzen zu dominieren und festzulegen.

Don sagte auch, die thailändische Botschaft in Indien habe Probleme mit gefälschten Dokumenten, die von den Antragstellern eingereicht wurden.

Er fuhr fort, dass es in Thailand immer noch kein kohärentes und einheitliches System für den Umgang mit ausländischen Touristen und Migranten gibt, die ins Land kommen und es wieder verlassen.

Der Verzicht auf Visa für Touristen aus den beiden Ländern mit jeweils mehr als eine Milliarde Einwohnern wird das Management der Touristenankünfte möglicherweise chaotisch machen, sagte Don.

Trotz des erwarteten Anstiegs der Tourismuseinnahmen infolge der vorgeschlagenen Befreiung von der Visumpflicht wird Thailand von der Maßnahme nicht profitieren, da sich diese beiden Touristengruppen letztendlich nur für Dienstleistungen und Waren entscheiden werden, die von ihren Landsleuten in Thailand bereitgestellt werden, sagte Don.

„Das wird Thailand nicht zugute kommen, da die wirtschaftlichen Aktivitäten dieser Personengruppen nur untereinander von Nutzen sind“, heißt es in dem Schreiben.

Er geht davon aus, dass sich diese Personengruppen langfristig in Thailand niederlassen, wenn sie kein Visum mehr brauchen. Dies wird sich wiederum auf den Lebensunterhalt der Thais auswirken.

Ein Immigration-Beamter, der an einem der internationalen Flughäfen tätig ist, sagte jedoch, dass der Vorschlag zur Befreiung von der Visumpflicht eigentlich kein Problem darstellen dürfe, da chinesische und indische Touristen selten ihr Visum überziehen.

Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Wallop Raksanoh, hat Bedenken hinsichtlich möglicher Sicherheitsrisiken bei einem Visumsverzicht heruntergespielt.

Er sagte, der Rat stehe in regelmäßigem Kontakt mit anderen Sicherheitsbehörden, um Unruhestifter, die nach Thailand einreisen, zu überwachen und zu untersuchen.

Wallop fügte hinzu, dass er den Vorschlag nicht ablehne, weil er zuversichtlich sei, dass die Sicherheitsbehörden das Problem lösen könnten.

Nach der Teilnahme an einer Kabinettssitzung erklärte Energieminister Sontirat Sontijirawong, das Kabinett habe sich bereit erklärt, die Befreiung von der Visumpflicht bei der Ankunft zu verlängern, um den Tourismus zu fördern.

Allerdings gilt diese Befreiung nicht für Touristen aus China und Indien.

„Das kostenlose Visum bei der Ankunft wurde bis zum 30. April verlängert, um es ausländischen Touristen zu vereinfachen, die Thailand besuchen möchten“, sagte er.

Beitragsquelle : https://www.bangkokpost.com/business/1732515/visa-waiver-proposal-under-fire

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