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Befehlsnotstand in Pattaya

Befehlsnotstand in Pattaya

Es gibt sicherlich Leute, die meinen, der Befehlsnotstand sei eine deutsche Erfindung. Wenn von einem Vorgesetzten etwas befohlen wird, muss man es als Untergebener auch ausführen. Spielt es eine Rolle, ob man als Untergebener Bedenken bei der Ausführung dieses Befehls hat? Das ist die große Frage.

Auch in Pattaya ist der Befehlsnotstand inzwischen ein Thema. Dazu äußerte sich der Bezirkschef von Banglamung, der gar nicht anders kann, als an dem Ast zu sägen, auf dem die Geschäftswelt in Pattaya sitzt. Er sagte, er könne nicht anders, weil ihm ein Befehl erteilt wurde.

Naris Niramaiwong traf sich mit Journalisten, die wegen wachsender Kritik gerne wissen wollten, wieso es in Bars, Pubs und Gentlemen’s Clubs immer wieder zu Razzien komme. Das sei doch ein für Pattaya wichtiger Geschäftszweig, um nicht zu sagen, dass Pattaya von diesen Clubs lebt. Es mag sein, dass Pattaya deshalb einen schlechten Ruf hat, aber der Ruf kann nur schlechter werden, wenn harmlose Touristen, die gerade in der Badewanne eines Clubs sitzen, von Männern in grünen Uniformen überrascht werden. So kürzlich in einem Club geschehen.

Auch auf diese Weise kann der Ruf der Stadt beschädigt werden.

Naris sagte, dass die Bezirksverwaltung unter dem Kommando der Militärregierung stehe. Der Befehl laute, Kriminalität, Menschenhandel, Prostitution, Drogen und Waffen auszumerzen. Die Mission bestehe ganz allgemein darin, illegale Aktivitäten zu unterbinden.

Er dementierte, dass die Behörden ausschließlich Etablissements „besuchten“, die keine Schmiergelder (an Polizei oder Militär) zahlen, damit sie außerhalb der Gesetze weiter operieren dürfen. Er dementierte, dass die Polizei oder andere Behörden irgendeine Form von wöchentlicher oder monatlicher Zahlung in welcher Art auch immer erhielten.

Naris sagte, dass die Beamten nur die Befehle befolgten. Das werde auch in Zukunft so sein und daher werden die Razzien weitergehen.
Zuletzt wurde in einem Club eine Razzia durchgeführt, bei der 150 Gäste positiv auf Drogen getestet wurden. Die Razzia fand im Cliff Pool Party Club durchgeführt. Dort hielten sich etwa 500 thailändische und ausländische Gäste auf. 150 fielen durch den Drogentest und wurden allesamt festgenommen. Außerdem befanden sich auf dem Gelände Minderjährige. Drogen sollen angeblich von der Geschäftsführung angeboten worden sein.

Befehlsnotstand in Pattaya
Befehlsnotstand in Pattaya

Unterstützung bekam die Polizei bei der Razzia vom 21. Infanterieregiment. Die Beamten und Soldaten beschlagnahmten Drogen und verhafteten die Managerin und einen DJ, der eine Pool Party in dem Club organisiert hatte. Den beiden wird vorgeworfen, einen Club ohne Lizenz betrieben, Drogenmissbrauch und den Zugang für Minderjährige erlaubt zu haben. Ein weiterer Vorwurf lautet, dass sie für Alkohol geworben haben, weil auf Plakaten die Namen von Alkoholmarken und Logos zu sehen waren.

Weil während der Razzia der Strom ausfiel, konnten einige Partygäste entkommen. Sie zerstachen bei einem Polizeiwagen die Reifen und stahlen ein gepanzertes Militärfahrzeug. Weshalb in Thailand Panzer gegen Partys eingesetzt werden, wurde allerdings nicht erklärt.

Bei einer weiteren Razzia Mitte Juli wurden gleich mehrere Dutzend Sicherheitskräfte eingesetzt, die zwei Pubs in Jomtien und in Nord-Pattaya einen Besuch abstatteten.
Alle Gäste, sowohl Thais als auch ausländische Touristen, wurden zum Drogentest aufgefordert.

Drogen konnten jedoch nicht gefunden werden. Den Geschäftsführern der beiden Pubs wird aber vorgeworfen, dass sie nach der Sperrstunde noch geöffnet hatten.

Die vielen Razzien kommen in sozialen Netzwerken nicht gut an. Ganz offen wird dort über Alternativen diskutiert wie beispielsweise Spanien. Dort blüht nicht nur der Tourismus, sondern auch die Prostitution. Spanien sei auf dem Weg zum „Thailand Europas“ zu werden, behaupten spanische Soziologen.

Einige Probleme würden sich bei Spanien-Aufenthalten jedenfalls von selbst erledigen wie das leidige Dauerthema Visum und teurer Alkohol.

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