Auswirkungen der EEC

Auswirkungen der EEC

Sowohl die Demokratische Partei als auch die „Future Forward Party“ haben separat die Einsetzung eines Ad-hoc-Ausschusses gefordert, der die Auswirkungen der Wirtschaftssonderzone an der Ostküste (Eastern Economic Corridor, EEC) auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft beurteilen soll.
Zwei getrennte Anträge der beiden Parteien zum selben Thema wurden am im Parlament zur Debatte gestellt.
Während der Debatte erklärte Sirikanya Tansakul von der Future Forward Party, dass für jedes EEC-Projekt eine Umweltverträglichkeitsprüfung (EIA) durchgeführt wird, eine strategische Umweltprüfung (SEA) fehle jedoch. Die Abgeordnete warnte davor, dass hier womöglich dieselben Fehler begangen werden wie beim Industriegebiet Map Ta Pud. Hier hat die petrochemische Industrie Umwelt- und Gesundheitsprobleme verursacht.
Sie fragte auch, ob die Regierung die Möglichkeit von Konflikten zwischen der Bevölkerung und den Industriezweigen in der EEC über die Verwendung von Wasser oder das Problem der Abwasser- und Industrieabfallbewirtschaftung auf eine Weise berücksichtigt habe, die sich nicht nachteilig auf die Anwohner auswirkt.
„Wir wollen, dass die Regierung ihren Pflichten nachkommt und nicht ein Auge zudrückt, weil sie die Entwicklung der EEC fördert und vorantreibt, ohne dabei die Vorschriften zu beachten. Wir möchten auch, dass sich Privatanleger auf mehr als nur Gewinne konzentrieren, die Gesetze einhalten und die Auswirkungen der Industrieanlagen auf ein akzeptables Maß begrenzen“, sagte Sirikanya.
Jirat Thongsuwan, ebenfalls von der Future Forward Party, äußerte Bedenken hinsichtlich von Umweltproblemen. Der Status der sogenannten Grünzone, die der Landwirtschaft vorbehalten ist, wurde in den Status Industriezone geändert, damit den Aktivitäten rund um die EEC Rechnung getragen wird.
Banyat Jenachan, Abgeordneter der Demokratischen Partei, lobte das EEC-Projekt, das die Wirtschaft Thailands mit geschätzten 1,7 Billionen Baht Gesamtinvestitionen ankurbeln und massiv Arbeitsplätze sowohl für Thais als auch Ausländer in der östlichen Region schaffen wird.
Er wies jedoch darauf hin, dass die Regierung in den drei östlichen Provinzen Chonburi, Rayong und Chachoengsao kein angemessenes Budget für die Verbesserung der Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und Bildung bereitgestellt habe.

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