Aus dem „Sündenpfuhl“ wird eine Familienstadt

Aus dem „Sündenpfuhl“ wird eine Familienstadt

Der Vizedirektor von Dasta, der Behörde für ausgesuchte Orte für nachhaltigen Tourismus, Taweebhong Wichaidit, sagte, zurzeit setze man einen Plan um, wonach das Image Pattayas geändert werden soll. Aus Sin City soll ein Reiseziel für Familien werden.

Touristenziele wie Ban Chak Ngaew, Takien Tia, Nong Prue, Nong Pla Lai, Huay Yai, Khao Chee Jan und Khao Mai Kaew werden gefördert, die alle gemeinsam haben, dass es schöne Natur zu sehen gibt.

Touristen in diesen Gebieten können hier die thailändische Lebensart kennenlernen und sich an Stränden wie Ban Chak Ngaew mit einer 100 Jahre alten chinesischen Gemeinde, entspannen.

Taweebhong sagte, dass es nicht einfach sein werde, das Image Pattayas zu ändern, aber Dasta werde daran arbeiten und Alternativen für thailändische und internationale Tou-risten fördern, die die Natur und lokale Kultur kennenlernen wollen.

Unser Ziel ist es, die lokalen Gemeinde zu stärken und innerhalb von zwei Jahren mehr Einkommen durch Tourismus zu generieren, und dann werden die Gemeinden stärker sein und ihr Guthaben einsetzen, um neue Touristenattraktionen zu schaffen“, sagte er.

Dasta versucht, neue Reiseziele zu fördern, vor allem kulturelle Aktivitäten und landschaftlich schöne Gebiete. Zielgruppe sind nicht nur ausländische Besucher, sondern auch einheimische Touristen.

Taweebhong ist sicher, dass „ausgesuchte Gebiete in Chonburi in Zukunft ausländischen und internationalen Reisenden Neues zu bieten haben.

Die glückliche Zone

Das alles kann nur funktionieren, wenn der Kriminalität in Pattaya Einhalt geboten wird. Der „Sündenpfuhl“ machte in letzter Zeit besonders viel Schlagzeilen, auch in der ausländischen Presse, und dies nicht aus guten Gründen.

Ein britisches Blatt bezeichnete Pattaya als „modernes Sodom und Gomorra“, ein anderes schrieb über das Seebad, das es das größte Bordell der Welt wäre.

Auslöser war unter anderem ein Brite, der in einer Bar in der Soi 7 nahe Beach Road nähere Bekanntschaft mit dem Schuh eines Bargirls schloss.

Auch häufen sich die Fälle von Halskettendiebstählen. Immer sind ausländische Touristen die Opfer, zumeist aus Asien, die ihres Weges gehen, und dann kommt ein Motorradfahrer und reißt die Goldkette vom Hals.

Die Antwort der Polizei darauf heißt „Happy Zone“, die „Glückliche Zone“. Zu diesem Ergebnis kam man bei einem Krisentreffen hochrangiger Polizisten. Um Touristen und deren Wertsachen zu schützen sowie das ein wenig ramponierte Image aufzupolieren, sollen diese Happy Zones eingerichtet werden. Die Idee stammt aus dem nationalen Polizeihauptquartier (in Bangkok) und soll in ganz Thailand umgesetzt werden. Pattaya soll da ein Pilotprojekt sein, weil die Angelegenheit drängt.

Somprasong Yentuam, Kommandeur und Sprecher der Polizei in Chonburi, leitete die Sitzung und sagte, dass die von Touristen stammenden Einnahmen für Thailand sehr wichtig seien, und daher sei es von ungeheurer Bedeutung, Touristen und ihr Eigentum zu schützen. Er sei vom Polizeihauptquartier aufgefordert worden, Straftaten, deren Opfer Touristen sind, zu unterbinden.

Er gab zu, dass Pattaya mit die schlimmste Kriminalitätsstatistik in Thailand habe und sich das Problem verschärfe, wenn die ausländische Presse Pattaya als „Sexhauptstadt der Welt“ bezeichne.

„Daher haben wir uns ent-schlossen, „Happy Zones“ einzurichten“, sagte er. Diese werden in Tourismushochburgen in ganz Thailand entstehen, zuerst aber in Pattaya.

Das Projekt soll zunächst im Zentrum der Walking Street beginnen und dann auf weitere 35 Viertel im Seebad ausgeweitet werden.

Der Schlüssel ist die Verbrechensverhütung“, sagte er. „Wir wollen, dass die Leute in dem Gebiet die Augen und Ohren der Behörden sind, damit wir zusammenarbeiten und die Verbrechensprobleme lösen können.

Er bat die Betriebe insbesondere, eigene Kameras anzubringen. Jedem Betrieb, jedem Geschäft werde ein Polizeibeamter abgestellt, damit die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Militär und Gemeindebehörde sichergestellt wird.

Er bat darum, dass die Betriebe das Viertel, in dem sie sich befinden, genau beobachten, damit Halsketten- und Handtaschendiebstähle, die inzwischen an der Tagesordnung sind, aufhören.

Er führte ferner aus, dass das Drogenproblem besondere Beachtung verdient, und dass Unterhaltungsbetriebe keine Personen unter 20 Jahren als Prostituierte einstellen sollen, und bat dieserhalb um dringende Kooperation.

Einen Tag später marschierten Dutzende von Polizisten die Beach Road entlang und baten die Inhaber von Unterhaltungsbetrieben, der Polizei als Informanten zu dienen und die Beamten sofort zu rufen, falls ein Tourist Opfer einer Straftat wird.

Die Betriebe wurden gleichzeitig gewarnt, weder Sex noch Sexshows auf der Bühne zu promoten, um Gäste in die Etablissements zu locken.

Aus dem „Sündenpfuhl“ wird eine Familienstadt
Aus dem „Sündenpfuhl“ wird eine Familienstadt

Mitte Februar kam der Polizeichef von Chonburi, Somprasong Yenthuam, nach Pattaya, um die Lage vor Ort in Augenschein zu nehmen.

Er sagte, dass nach Einrichtung der „Happy Zones“ auf der Walking Street keine Touristen mehr angegriffen oder abgezockt werden, beispielsweise mit überhöhten Rechnungen.

Gegenüber Journalisten erklärte er: „Das Projekt der „Happy Zones“ wird die Walking Street für Touristen in einen Ort der Glückseligkeit! verwandeln.“ Die „Happy Zones“ werden sicherstellen, dass „Pattaya ein toller Ort ist, an dem sich die ganze Welt amüsieren kann.

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