Auf Wolke 7? Die Cloud als Basis des digitalen Alltags

Auf Wolke 7? Die Cloud als Basis des digitalen Alltags

Im beginnenden Frühling heißt es in vielen Bereichen aufräumen und ausmisten. Und da wird es auch im digitalen Bereich mal wieder Zeit für die Sicherung der eigenen Daten. Denn der unwiederbringliche Verlust wichtiger Dokumente, Erinnerungsfotos oder der geliebten Musiksammlung ist extrem ärgerlich und muss nicht sein. Wer keine eigene Backup-Lösung zu Hause hat, kann auch auf entsprechende Cloud-Dienste zurückgreifen.
Die Daten lagern dabei auf externen Servern und sind meist mehrfach abgelegt, um zu gewährleisten, dass die Daten immer verfügbar sind und nicht verloren gehen. Das Restrisiko eines Datendiebstahls bleibt allerdings bestehen, wenn der Zugriff nicht gut abgesichert ist.
Neben der Datensicherung kommen Clouds vor allem bei der Online-Speicherung von Daten zum Einsatz, denn Dokumente, Bilder oder Musik benötigen in großer Menge und bzw. hoher Qualität sehr viel Speicherplatz. E-Mail-Provider oder Anbieter virtueller Speichermedien stellen Nutzern Speicherplatz entweder gratis oder kostenpflichtig zur Verfügung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Cloud-Speicher = virtueller Speicherplatz, der über ein Netzwerk von überall erreichbar ist.
  • Ohne eine Netzwerkverbindung ist der Zugriff auf die Cloud nicht möglich.
  • Cloud-Services können als Backup genutzt werden, ein Risiko für Datendiebstahl besteht aber.
  • Die physischen Standorte der Speichermedien (Server) können außerhalb Europas sein und damit anderen  Datenschutzbestimmungen unterliegen (wichtig bei personenbezogenen Daten!).
  • Informieren Sie sich vor der Auswahl einer Cloud-Speicherlösung über die Sicherheits- und Datenschutzmaß-
    nahmen Ihres potenziellen Anbieters.

Wofür brauche ich überhaupt eine Cloud?

Dokumente und Daten, Fotos, Filme und sogar Anwendungen muss man nicht länger nur auf der Festplatte mobiler Geräte oder des PCs zu Hause bearbeiten und speichern. Sie können auf entfernte Server ausgelagert werden, in die sogenannte Cloud.
Besonders für Anwender von Smartphones und Tablets sind solche Dienste reizvoll, um auf ihren Geräten Speicherplatz zu sparen. Außerdem ermöglicht das zentrale Speichern von Dokumenten einen Zugriff von beliebigen Standorten auf diese mit verschiedenen internetfähigen Geräten.
So können zum Beispiel Fotos auch von unterwegs mit dem Smartphone betrachtet, mit Freunden geteilt oder mit dem Laptop bearbeitet werden. Außerdem können durch das Speichern in der Cloud verschiedene Personen an einem Dokument arbeiten, ohne am gleichen Ort zu sein. Das erspart Zeit und umständliche Koordination. Allerdings birgt das zentrale Speichern auch Risiken: Sie geben Ihre Daten einem Dritten, einem Cloud-Dienste-Anbieter.

Cloud Computing ist allgegenwärtig

Neben der Möglichkeit von Backups und dem Abspeichern der eigenen Dateien, kommen Clouds zum Beispiel bei Streaming-Plattformen für Musik, Videos oder Spielen zum Einsatz, wobei die Medien nicht heruntergeladen werden müssen, sondern über eine Netzwerkverbindung abgespielt werden.
Auch bei Smartwatches oder Fitnesstrackern, die Gesundheitsdaten protokollieren und sich (je nach Einstellung) mit Online-Diensten synchronisieren, um Gesundheitsprognosen und persönliche Ziele zu erstellen, speichern die Geräte unsere Daten in der Cloud. Gerade dort werden teilweise hochsensible Gesundheitsdaten „auf Reisen geschickt“, sodass ein Blick auf die Sicherheit von Clouds unerlässlich ist.

Sicherheitsmerkmale: Wie sicher ist die Cloud?

Bevor Sie einer Cloud Ihre sensiblen Daten anvertrauen, sollten Sie sich mit der Sicherheitsinfrastruktur und den  Datenschutzmaßnahmen Ihres Cloud-Anbieters auseinandersetzen. Eine Idee ist, Ihre Datensätze vor der Auslagerung in den Cloud-Speicher selbst zu verschlüsseln.
Fakt ist: Verwendet man einen Cloud-Dienst, gibt man ein Stück weit die Kontrolle über seine Daten ab. Die Frage ist jedoch, wie stark ist dieser Kontrollverlust und was kann man angesichts der Sensibilität der eigenen Daten verschmerzen?

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