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Achtklässlerinnen verprügeln Autistin

Achtklässlerinnen verprügeln Autistin

Die Eltern einer zehn Jahre alten Schülerin kündigten an, Achtklässlerinnen wegen Körperverletzung anzuzeigen, weil diese in einer Schule in der Provinz Phayao ihre autistische Tochter angegriffen hatten.

Die Familie wirft außerdem der Schulleitung vor, versucht zu haben, den Vorfall unter den Teppich zu kehren. Das funktionierte allerdings nicht, weil der Onkel des Opfers zwei Videos von dem Angriff auf Facebook postete.

Auf einem Video ist zu sehen, dass das Mädchen, das in die vierte Klasse geht, auf dem Boden eines Klassenzimmers sitzt, während eine Gruppe älterer Mädchen sie an den Haaren zieht, bis das Mädchen zu schreien anfängt. Auf dem anderen Video ist zu sehen, wie die Mädchen die Kleine schlagen und treten und eine der Schlägerinnen schließlich einen Fuß auf das Gesicht der Achtjährigen stellt.

Rektor Nantapol Fooseekul sagte, acht Schülerinnen würden nach dem Angriff eine Probezeit erhalten. Die Eltern beider Seiten hätten miteinander gesprochen und seien zu einer Einigung gekommen.

Die Eltern des Mädchens äußerten sich allerdings dahingehen, dass mit der Schule nie etwas vereinbart worden sei und kündigten an, rechtliche Schritte einzuleiten.

Die Mutter namens Thiwa sagte, ihre Tochter habe sich über Kopf- und Brustschmerzen beklagt. Sie habe aber erst herausgefunden, was passiert war, als sie die beiden entsetzlichen Videos gesehen hatte. Der Vater sagte, er habe die Videos an seinen Bruder weitergeleitet, der diese dann auf Facebook postete.

Wie die Eltern in den Besitz der Videos kamen, wurde indes nicht berichtet.

Thiwa fügte hinzu, dass die Schule den Angriff vertuschen wollte, indem sie bzw. ihr Kind von den Familien der Angreiferinnen 4.000 Baht erhalten sollten. Man habe versucht sie zu überreden, eine entsprechende schriftliche Vereinbarung zu unterzeichnen.

Mobbing in Schulen führt oft zu öffentlicher Aufmerksamkeit, wenn die Fälle in sozialen Medien die Runde machen. Es wird aber nur wenig unternommen, um dieses Phänomen zu unterbinden. Die Behörde für Psychische Erkrankungen teilte im Januar mit, dass in thailändischen Schulen pro Jahr etwa 600.000 Schüler gemobbt werden. Das soll nach Japan die höchste Rate der Welt sein.

Die Provinzverwaltung Phayao teilte mit, man werde sich mit für Bildung zuständigen Beamten zusammensetzen, das Problem diskutieren und versuchen, eine langfristige Lösung zu finden.

Thiwa sagte, ihre Tochter erschrecke sich schnell, klage über Kopf- und Brustschmerzen, und fügte hinzu, sie werde sie in ein Krankenhaus bringen und dann bei der Polizei Anzeige erstatten.

„Als wir das Video gesehen haben, wie unsere Tochter getreten wurde, haben wir nie an eine Einigung gedacht“, sagte sie. „Ich erstatte Anzeigen gegen alle Täterinnen, um ein Exempel zu statuieren, damit andere junge Leute so etwas nicht nachahmen.“

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