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Israels Geheimdienstversagen ist eine Lehre für Taiwan

Israels Geheimdienstversagen ist eine Lehre für Taiwan

Der Angriff der Hamas auf Israel hat die Frage aufgeworfen, wie die taiwanesischen Behörden mit einem Überraschungsangriff vom Festland umgehen würden.

Verteidigungsminister Chiu Kuo-cheng sagte, die Insel müsse wachsam sein und räumte ein, dass eine „Saturation Attack unmöglich“ abzuwehren sei.

Der schnelle und koordinierte Angriff der Hamas auf Israel, der in seiner Taktik und seinem Ausmaß beispiellos ist, hat die Welt schockiert, und in Taiwan zudem die Frage aufgeworfen, wie die Behörden der Insel in einem ähnlichen Szenario reagieren würden.

Der taiwanesische Verteidigungsminister Chiu Kuo-cheng gab zu, dass es für das Militär der Insel unmöglich wäre, eine Saturation Attack abzuwehren.

Mindestens 1400 Israelis wurden am 7. Oktober getötet, als bewaffnete Hamas-Terroristen einen Überraschungsangriff aus dem Gazastreifen begannen und mindestens 3000 Raketen auf den Süden Israels abfeuerten. Damit überlasteten sie den Iron Dome. Terroristen durchbrachen gleichzeitig die Sperranlage an verschiedenen Stellen zwischen Gaza und Israel und verwirrten die Luftüberwachung mit Drohnen und schalteten mit diesen Überwachungskameras aus.

Das offensichtliche Versagen des israelischen Geheimdienstes, das durch den Hamas-Angriff aufgedeckt wurde, mache deutlich, wie wichtig genaue Informationen seien, um die Verteidigung der Insel aufrechtzuerhalten, so Chiu. „Das ist die erste Lehre, die wir aus dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas ziehen können. Kein Land kann einen Raketenangriff abwehren, und was wir tun können, ist, unsere Truppen und Waffen sowie taktischen Positionen neu zu justieren.“

Nachrichtendienstliche Arbeiten seien daher „äußerst wichtig, damit wir bereits vorher Gegenmaßnahmen ausarbeiten können“, um einem solchen Angriff zu begegnen.

Chiu sagte, die Kollateralschäden eines Krieges könnten „erschütternd“ sein. Taiwan müsse in der Lage sein, sich auf einen Konflikt vorzubereiten, aber das bedeute nicht, dass die Insel den Krieg herbeisehnen sollte, fügte er hinzu.

Er versicherte, dass die Streitkräfte der Insel „unermüdlich“ an der Überwachung der Straße von Taiwan arbeiteten und „auf alle Anzeichen und Beweise für ein Vorrücken des Feindes achten.“

Auch wenn die Situationen in der Straße von Taiwan und im Nahen Osten sehr unterschiedlich sind, können nach Ansicht von Analysten dennoch Lehren aus dem Konflikt zwischen Israel und Gaza gezogen werden, ebenso wie Taipeh aus dem Krieg zwischen Russlands und der Ukraine lernen konnte.

Max Lo, geschäftsführender Direktor der Taiwan International Strategic Study Society, sagte, Taipeh müsse beispielsweise die schnelle und effektive Mobilisierung von Truppen zur Kenntnis nehmen und bezog sich dabei auf die Fähigkeit Israels, kurz nach dem Angriff 300.000 Reservisten zu mobilisieren.

„Die Israelis haben eine lange Ausbildungszeit hinter sich und sind nach der Einberufung kriegsbereit“, sagte Lo. Er räumte ein, dass Taiwan ebenfalls schnell 300.000 Reservisten einberufen könnte, doch handele es sich dabei meist um „Teilzeitsoldaten, die nicht für den Krieg ausgebildet sind.“

Die unzureichende Ausbildung der taiwanesischen Reservisten nach ihrer Entlassung ist seit einiger Zeit bekannt und wurde von den USA kritisiert.

Diese Rüge von Taipehs größtem Waffenlieferanten und informellem Verbündeten veranlasste das Militär der Insel, längere und intensivere Übungen für seine Reservisten anzuordnen, um sie auf dem gleichen Stand wie ihre Kameraden in den aktiven Streitkräften zu halten.

Post source : https://www.scmp.com/news/china/military/article/3238632/israels-intelligence-failure-holds-lesson-taiwans-defence-planners?module=live&pgtype=homepage

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