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Die Spaltung der Gesellschaft

Die Spaltung der Gesellschaft

Es streiten sich die Geister darüber, ob die Gesellschaft schon immer gespalten war. Vielleicht war sie es. Die Corona-Krise diente in jedem Fall als Brandbeschleuniger. Es gab schon vorher Anzeichen des Zerfalls. Das Internet tat ein Übriges.

Vorangetrieben wurde die Spaltung durch den linksgrünen Mainstream. Wobei der sie nicht nur forcierte, sondern teils auch anstiftete. Allerdings sollte an dieser Stelle ausdrücklich festgehalten werden, dass der Mainstream entgegen dessen Namen kaum die Mehrheit der Bevölkerung verkörpert oder für sie spricht. Der Mainstream ist von einer Minderheit mit einem Sendungsbewusstsein erobert worden. Fortan wird die Meinung dieser Minderheit als Meinung der Mehrheit verkauft. Die von den Medien getriebenen Politiker übernehmen diese Meinung aus Furcht vor der Macht der Medien und einem etwaigen Stimmenverlust bei Wahlen. Linksgrün ist en vogue und modern, und alle hechelten dem neuen Zeitgeist hinterher.

Anstatt die Gesellschaft zu festigen, spaltet die neue Linke. Sie entdeckt Randgruppen und Minderheiten für sich, die es zu fördern gilt. Mehrheiten bleiben außen vor und werden verachtet.

Obwohl Frauen inzwischen emanzipiert sind, behauptet der linksgrüne Mainstream weiterhin, Frauen seien benachteiligt. Sie würden weniger verdienen als Männer, sie könnten nicht die Jobs haben, die Männer haben, und deshalb müsse eine Frauenquote her.

Die neue Linke schoss über das Ziel hinaus, das längst doppelt und dreifach erreicht wurde, und hörte an dieser Stelle nicht auf. Nun geht sie auf die Männer los und verdammt sie. Der Mainstream spricht von „toxischer Maskulinität“. Soll das ausgleichende Gerechtigkeit oder späte Rache sein? Es bürgerte sich die Beleidigung „alter weißer Mann“ ein. Wer ein Mann ist, hat schlechte Karten, weil er ein Mann ist. Schlimmer wird es, wenn man ein älterer Herr ist, da ist man nur noch zum Sterben gut. Und am schlimmsten ist es, wenn man ein Weißer ist, denn Weiße sind an allem Unglück dieser Welt schuld. Und zwar nur deshalb, weil sie weiß sind. Nicht etwa, weil sie persönlich irgendwelche Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben.

Der linksgrüne Mainstream entdeckte im Laufe der Zeit andere Opfer, die noch viel ärger dran waren als Frauen. Schwule und Lesben, Schwarze und Migranten, Transsexuelle und Behinderte. Die alle werden in eine Rangliste eingeordnet. Die Migranten sind immer die Guten, komme, was wolle. Dass in einigen Ländern Homosexuelle an Baukränen aufgehängt oder von Hausdächern geworfen werden, interessiert den linksgrünen Mainstream nicht, weil die Migranten aus diesen Ländern immer die Guten sind.

Nur ungern berichteten Medien über die Unterdrückung und Hinrichtung von Homosexuellen in bestimmten Ländern, lieber aber gar nicht, denn das passt nicht ins Narrativ. Wer die Religion dieser Länder kritisiert, weil einige Fanatiker wenig zimperlich mit Schwulen umgehen, wird als Rassist bezeichnet, obwohl eine Religion keine Rasse ist.

Die Linksgrünen, die sich für die Befreiung der Frauen und deren Emanzipation eingesetzt hatten, können merkwürdigerweise gar nichts daran finden, dass Frauen von ihren Glaubensbrüdern unterdrückt werden.

Wer sich für ein Verbot des Kopftuchs in Klassenzimmern und Behörden einsetzt, gilt als Rechter, obwohl doch Frauenrechte und Aufklärung einst klassische linke Positionen gewesen sind. Die neue Linke dagegen feiert das Kopftuch als freie Meinungsäußerung der Trägerinnen, während in einigen Ländern Frauen zu Gefängnis verurteilt, ausgepeitscht oder gefoltert werden, weil sie es gewagt haben, sich unverschleiert in der Öffentlichkeit zeigen.

Auf der linksgrünen Rangliste kommen nach den Migranten, die sogar mehr wert sind, als die einheimische Bevölkerung, die Schwarzen auf Platz zwei. Die sind fast so viel wert wie die Migranten, aber nicht ganz so viel. Wenn ein Migrant ein Schwarzer ist, bekommt er einen Supersonderbonus. Schwarze sind grundsätzlich mehr wert als Homosexuelle, die in der Platzierung ganz schön abgerutscht sind. Diese sind aber immer noch mehr wert als Frauen, die sogar noch weniger wert sind als Transsexuelle.

Es scheint, dass die neue Linke nach der Emanzipation der Frauen das Interesse an diesen bis auf die Forderung nach einer Frauenquote vollständig verloren hat. Einen besonderen Unterdrückungsbonus bekommt eine Frau im Grunde nur dann, wenn sie keine Weiße ist.

Gleichzeitig stachelt der Mainstream die einzelnen Gruppen an, sie sollen als unterdrückte Opfer auf ihre Rechte pochen und diese durchsetzen. Da die einzelnen Gruppen aber verschiedene Plätze auf der Rangliste der neuen Linken einnehmen, kann das nicht gut gehen. Jeder wird gegen jeden aufgehetzt, jeder gegen jeden ausgespielt. Irgendwie machen jedoch alle mit, weil sie dieses Spiel nicht durchschauen. Nur ein paar Außenstehende sehen dem Treiben kopfschüttelnd zu und unken, dass der Westen dem Untergang geweiht ist.

Da wird der Homosexuelle auf den Heterosexuellen gehetzt, der Schwule gegen die Lesbe ausgespielt, aber alle zusammen gegen den Transsexuellen. Der Schwarze wird hofiert, der Weiße gehasst. Der Alte wird von der Jugend verachtet, wobei die Jugend dabei vergisst, dass sie eines Tages einmal selbst alt sein wird. Am Ende der Liste kommt der Autofahrer, der per se als Verbrecher eingestuft wird.

Als Corona kam, lief alles vollkommen aus dem Ruder. Die neue Linke, die doch immer den Staat kritisiert hatte, stellte sich auf die Seite der Regierung und begann gemeinsam mit dieser diejenigen zu kritisieren, die die Regierung kritisierten.

Befeuert wird all das durch die Anonymität des Internets. Auf sozialen Netzwerken toben zwischen den einzelnen Lagern regelrechte Kriege. Die Menschen weichen nicht ein Iota von ihrer Meinung ab und wollen keine Gegenargumente hören. So verfestigen sich die Gräben. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die virtuellen Anfeindungen auf der Straße ausgetragen werden.

Post source : Walter Weiß

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