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Jeder kann Betrugsopfer werden

Jeder kann Betrugsopfer werden

Wir hatten über Online-Betrügereien und die Maschen der Betrüger berichtet. In diesem Artikel geht es um die Opfer.

Polizeigeneral Jirabhop Bhuridej, Kommissar beim Central Investigation Bureau (CIB), sagte, dass Schneeballsysteme deshalb so erfolgreich sind, weil sie hohe Renditen versprechen und Investoren mit der Hoffnung auf schnellen Gewinn locken.

Sie benutzen das Bild der „neuen Millionäre“, um die Menschen zu täuschen und ihnen zu zeigen, wie sie mit einer kleinen Investition ihr Leben verändern können. Unabhängig von ihrer Herkunft fallen die Menschen auf solche Angebote herein, sagte er.

Unter Berufung auf Erkenntnisse aus Devisenhandelsbetrügereien haben über 63 Prozent der Opfer mindestens einen Bachelor-Abschluss, knapp 62 Prozent sind Büroangestellte und beinahe 43 Prozent verdienen zwischen 15.000 und 30.000 Baht pro Monat.

Diese Zahlen deuten darauf hin, dass viele Opfer gut ausgebildet sind und einen sicheren Arbeitsplatz haben. Wenn die Menschen nicht über Tricks aufgeklärt werden und wissen, wie sie diese erkennen können, fallen sie immer wieder auf Betrüger herein.

Dem CIB-Chef zufolge gestalten die Betrüger ihre Investitionen so, dass sie mit den sich ändernden Lebensgewohnheiten der Menschen und neuen Technologien Schritt halten. Der Devisenhandel ist dafür nur ein Beispiel.

Im Grunde genommen sind diese Geschäftsmöglichkeiten nicht real, und die Zahlungen von Renditen erfolgen nur so lange, bis die Betrüger keine neuen Investoren mehr anlocken können.

Soziale Medien sowie durch Smartphones erleichterte Finanztransaktionen tragen zu einem erheblichen Anstieg der finanziellen Schäden bei.

Jirabhop sagte, dass die Polizei verstärkt Kampagnen durchführe, um das Bewusstsein für Betrügereien zu schärfen, aber die beste Verteidigung sei immer, skeptisch zu sein und eine sorgfältige Prüfung durchzuführen, bevor man eine Investition tätige.

„Seien Sie skeptisch, auch wenn es sich um enge Freunde oder Verwandte handelt. Sie können davon ausgehen, dass kein Unternehmen Ihnen mehr geben wird oder kann, als Sie erwarten können“, sagte er.

Polizeioberst Siriwat Deepor, stellvertretender Kommandeur der Abteilung zur Bekämpfung der Technologiekriminalität (TCSD), warnte Investoren davor, sich von Betrügern instrumentalisieren zu lassen, insbesondere dann, wenn sie für die Anwerbung neuer Mitglieder bezahlt werden.

Wenn sie verurteilt werden, weil sie Menschen dazu überredet haben, in ein betrügerisches System zu investieren, drohen ihnen bis zu zehn Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu eine Million Baht, sagte er.

Stimmen der Opfer

Eine Frau mittleren Alters, die Opfer eines Devisenhandelsbetrugs wurde, der angeblich von der YouTuberin Suchata Kongsupajak betrieben wurde, sagte, sie habe über eine Anwendung zwei Millionen Baht in den Handel mit Aktien und Luxusgütern investiert.

Sie sagte, sie habe sich zu der Investition entschlossen, weil sie seit langem Anhängerin der YouTuberin war, der ihr vorgaukelte, sie könne innerhalb weniger Minuten Hunderttausende von Baht verdienen.

„Ich wurde nach der Investition zweimal bezahlt. Als ich das Geld brauchte und um eine Auszahlung bat, sagte sie mir, sie sei von Brokern betrogen worden und könne nicht auf die Anwendung zugreifen. Dann habe ich den Kontakt verloren.“

Ein anderes Opfer, das mehrere hunderttausend Baht durch den Betrug verloren hat, sagte, er sei auf die Masche hereingefallen, weil er sich auf prominente Personen verlassen habe.

Später fand er jedoch heraus, dass diese Prominenten nichts mit dem Betrug zu tun hatten.

Paisal Ruangrit, ein Anwalt, der mit einer Gruppe von 30 Personen eine Klage gegen die YouTuberin Suchata einreichte, sagte, er sei auf diesen Fall aufmerksam geworden, weil die YouTuberin ihren Ruhm als Social-Media-Influencerin ausgenutzt habe, um Menschen zu täuschen.

Etwa 6000 Menschen seien Opfer der Betrugsmasche geworden, die einen geschätzten Schaden von zwei Milliarden Baht verursacht habe. Einige dieser Opfer würden dadurch unter psychischen Problemen leiden.

Atchariya Ruangrattanapong, Leiter des Crime Victims Assistance Club, sagte, dass einige Schneeballsysteme, die auf Kleinanleger abzielen, nicht gemeldet werden, weil die Opfer nur geringe Beträge verlieren und sie denken, dass es ihre Zeit nicht wert ist.

Dies sei jedoch ein Schlupfloch, das Betrüger ausnutzen, um andere zu betrügen, sagte er.

Und selbst wenn diese Betrüger verhaftet werden, dauern die Ermittlungen so lange, dass sie die Gelder verschieben können und es fast unmöglich ist, das Geld der Opfer zurückzubekommen.

In einigen Fällen verbüßen die Angeklagten nur ein Drittel ihrer 20-jährigen Haftstrafe.

Atchariya sagte, dass sein Club an einem Fall arbeite, in dem es um ein Schneeballsystem mit kosmetischen Produkten gehe. Eine Anzeige war bei der Polizei eingegangen.

Das System schreit geradezu nach Betrug: nach einer Investition von 6000 Baht soll man nach drei Monaten eine Rendite von 15 Millionen Baht erhalten.

„Ich kann Ihnen sagen, dass die Wirtschaft zusammenbrechen wird, wenn wir nichts gegen diese Art von Betrügereien unternehmen. Es wird geschätzt, dass Hunderte von Milliarden Baht im Umlauf sind, und dieses Geld nach Übersee verschoben wird. Selbstmorde und Kriminalität könnten zunehmen.“

Post source : https://www.bangkokpost.com/thailand/special-reports/2394353/why-scams-pack-punch

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