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Inflation trifft Lebensmittelbranche

Inflation trifft Lebensmittelbranche

Die Inflation fordert ihren Tribut. Lebensmittelhersteller und Gastronomen sind zu Anpassungen gezwungen, damit ihre Unternehmen überleben.

Steigende Energiekosten und Rohstoffpreise machen es Herstellern von Lebensmitteln und Einzelhändlern schwer, mit den steigenden Betriebskosten Schritt zu halten, ohne ihre Preise anzupassen. Hinzu kommt, dass die Verbraucher weniger Geld ausgeben.

Die Behörde für Handelspolitik und -strategie meldete, dass die Inflation im Mai um 7,1 und im Juni um 7,7 Prozent gestiegen sei (Vergleich jeweils Vorjahresmonat) und damit einen 14-Jahres-Höchststand erreicht habe. Im April waren es „nur“ 4,7 Prozent.

Die Preise, insbesondere für Eier und Fleisch, sind seit Januar gestiegen, und die steigenden Energiekosten infolge des Krieges in der Ukraine haben die Situation noch verschärft.

Für alle Haushalte bedeuten die explodierenden Kosten für Grundnahrungsmittel und Haushaltsartikel, dass sie ihr Budget noch weiter einschränken müssen. Die Preise für 289 Produkte und Dienstleistungen sind gestiegen, darunter für Strom, Kochgas, Pflanzenöl, Schweine- und Hühnerfleisch, Gemüse, Eier und Fertiggerichte.

Der Preis für eine 15-Kilo-Flasche Flüssiggas (LPG) ist beispielsweise von 318 Baht im April auf 363 Baht im Juni und auf 378 Baht im Juli gestiegen. Der LPG-Preis wird vom Ölfonds subventioniert, andernfalls würde der Preis für eine 15-Kilo-Flasche 463 Baht betragen.

Lebensmittelhersteller und Restaurantbesitzer im ganzen Land sind von den Auswirkungen der steigenden Lebensmittelkosten betroffen. Sie haben die Regierung zum Eingreifen aufgefordert.

Der Konsumgüterkonzern Saha Group bat die Regierung kürzlich um die Erlaubnis, die Preise für seine Produkte, darunter Waschmittel und Fertignudeln und der Marke „Mama“, wegen der steigenden Produktionskosten zu erhöhen. Der Vorstandsvorsitzende der Gruppe erklärte, die Preise für Weizen und Palmöl, die für die Herstellung von Instantnudeln verwendet werden, seien aufgrund der Krise in die Höhe geschnellt.

Der Leiter des Marketingteams für Fertignudeln sagte, wenn die Regierung ihre derzeitige Preiskontrolle beibehalte, werde es zu einer Verknappung kommen, da die Hersteller wahrscheinlich ihre Produktionskapazitäten reduzieren oder die Produktion sogar aufgrund von finanziellen Verlusten einstellen könnten.

Wirtschaftsminister Jurin Laksanawisit erklärte, die Regierung bestehe auf der Beibehaltung des derzeitigen Einzelhandelspreises für Fertignudeln und werde die Preisobergrenze so lange wie möglich beibehalten, um die Belastung für die Verbraucher aufzufangen.

Der Preis für „Mama“-Nudeln gilt in Thailand jeher als ein Indikator für die Preisentwicklung und Inflationsrate.

Restaurantbesitzer, die die Auswirkungen zu spüren bekommen und die zusätzlichen Kosten nicht auffangen können, geben bereits einen Teil der Preiserhöhungen an die Kunden weiter. Jae Jong, eines der bekanntesten Bangkoker Restaurants für gebratenes Schweinefleisch, gehört dazu.

Das Restaurant teilte auf Facebook mit: „Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass die steigenden Kosten für Lebensmittel und Zutaten uns keine andere Wahl lassen, als die Preise aller Gerichte um zwei Baht zu erhöhen.“

Die meisten Lebensmittelverkäufer versuchen, an ihren Preisen festzuhalten. In Chiang Rai versuchte einer der bekanntesten Eierkuchen-Verkäufer „Roti Paa Yai“ über ein Jahr lang, die Preise beizubehalten, musste aber schließlich nachgeben.

„Die Kosten für Speiseöl und Butter sind so stark gestiegen, so dass wir die Preise anheben mussten. Die erhöhten Preise gleichen zwar nicht aus, was wir für die Zutaten ausgeben, aber es hilft ein wenig“, sagte der Besitzer, der bis zu zehn Baht mehr pro Eierkuchen verlangt.

Eine weitere Maßnahme, die Roti Paa Yai zur Preiskontrolle einsetzt, ist die Verringerung der Verpackung. Ein Schild weist die Kunden darauf hin, dass Eierkuchen nur dann in eine Schachtel gepackt werden, wenn die Kunden für mehr als 30 Baht einkaufen. Bisher haben das alle Kunden verstanden, und es hat sich noch niemand beschwert.

In Bangkok begegnet Matthew Jansupee (36), Inhaber von Chef Phu Kitchen, den steigenden Kosten, indem er beliebte thailändische Einzelgerichte in kleineren Portionen zubereitet und diese entsprechend zu niedrigeren Preisen verkauft, um den Umsatz des Restaurants zu steigern und die Kunden zufrieden zu stellen. Die kleinen Gerichte kosten nur 29 Baht, die normale Portionsgröße kostet 59 Baht.

„Die Inflation ist real“, sagte Matthew. „Sie trifft alle Budgets. Auch wir haben das zu spüren bekommen. Die Leute verdienen weniger und geben weniger aus. Also servieren wir Gerichte, die zu ihrem Budget passen.“.

Tatsächlich sind die Preise für Fleisch und andere Zutaten im letzten Jahr schleichend gestiegen, wie Matthew feststellte. Die Hühnerbrust, die er bezieht, kostet jetzt etwa 90 Baht pro Kilo, doppelt so viel wie vor einem Jahr. Der Preis für einen Liter Pflanzenöl hat sich von 42 auf 68 Baht erhöht.

Er sagte, dass die Umstellung es ihm ermöglicht hat, die Lebensmittelkosten wirksam zu kontrollieren und gleichzeitig die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Außerdem können die Kunden dadurch Geld sparen und mehr Speisen zum gleichen Preis genießen. Die neue Option wurde von seinen Kunden positiv aufgenommen.

„Man muss kreativ sein, um seine Kunden zu halten. Die Menschen achten mehr darauf, was und wie viel sie essen. Größer ist nicht immer besser. Viele unserer Kunden können die normalen Portionen, die wir servieren, nicht aufessen“, sagte er.

Er ist davon überzeugt, dass diese Veränderung langfristig die Einnahmen seines Restaurants steigern wird, da sich mehr Menschen für kleinere Portionen entscheiden.

Post source : https://www.thaipbsworld.com/inflation-hitting-food-manufacturers-and-food-sellers-hard/

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