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Hotel- und Tourismusbranche ohne Arbeitskräfte

Hotel- und Tourismusbranche ohne Arbeitskräfte

Der Arbeitskräftemangel im Hotel- und Gaststättengewerbe ist kein neues Problem, sondern besteht schon seit mehreren Jahren, hat sich aber durch Corona deutlich verschärft.

Nach einer schwachen Entwicklung in den Jahren 2020 und 2021 leiden die Hotel- und Tourismusbranche auch 2022 unter den schlechten Bedingungen.

Ab Ende dieses Jahres und in den Jahren 2023 und 2024 könnten erste Anzeichen einer Erholung zu erkennen sein, aber es könnte mindestens zwei bis drei Jahre dauern, bis die Anzahl ausländischer Touristen wieder das Niveau von vor Corona erreicht, so der aktuelle Krungsri Bank Outlook Report.

Der weltweite Reiseverkehr ist im Vergleich zu 2019 um rekordverdächtige 74 Prozent eingebrochen. Am stärksten betroffen war der asiatisch-pazifische Raum (-84 Prozent), mit einem starken Rückgang in Singapur (-85,1 Prozent), Thailand (-83,2 Prozent), Südkorea (-85,6 Prozent) und Japan (fast -90 Prozent).

Die thailändische Tourismusbehörde TAT gab Ende letzten Jahres bekannt, dass Thailand in diesem Jahr zwischen 400.000 und 700.000 ausländische Besucher empfangen wird, was weit entfernt ist von den 40 Millionen Touristen, die 2019 vor Corona kamen.

Als Reaktion auf diese beispiellose Situation blieb den Hoteliers nichts anderes übrig, als sich auf diese Situation einzustellen, indem sie ihren Betrieb umgestalteten.

So haben sie beispielsweise die Zimmerpreise gesenkt, ihr Dienstleistungsangebot verändert, den Schwerpunkt auf inländische Touristen verlagert, die Kosten gesenkt, alternative Einnahmequellen in verwandten Bereichen gesucht und vor allem Personal entlassen.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums sind seit März 2020 über drei Millionen Arbeitsplätze im Hotel- und Tourismussektor verloren gegangen.

Viele Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, sind entweder in neue Branchen eingestiegen, zu ihrer Familie zurückgekehrt, um im Familienbetrieb mitzuhelfen, oder haben ihr eigenes Unternehmen gegründet.

Trotz großer Anstrengungen hielten viele Betriebe so lange wie möglich an ihrem Personal fest – auch mit Freistellungen oder staatlicher Hilfe. Weil jedoch die Corona-Hysterie kein Ende nahm, verfügten diese Betriebe nicht mehr über den Cashflow oder die Reserven und mussten vorübergehend oder endgültig schließen.

Nach Angaben des Touristenrats Thailand mussten 36 Prozent aller Gastgewerbebetriebe schließen, im II. Quartal 2021 gingen um die 550.000 Arbeitsplätze verloren. Schätzungen zufolge wurden allein im Jahr 2021 mehr als eine Million Menschen arbeitslos, wodurch die Zahl der Arbeitskräfte um weitere 25 Prozent auf 3,34 Millionen sank, verglichen mit 6,27 Millionen im Jahr 2019.

Auch wenn es Ende 2021 und 2022 einige Anzeichen der Erholung gab, werden vergleichsweise nur wenige Besucher nach Thailand reisen, so lange die Behörden eine Einreise weiterhin schwierig gestalten anstatt alle Beschränkungen aufzuheben.

Nicht nur in Thailand, sondern überall auf der Welt gibt es einen Arbeitskräftemangel in der Hotel- und Reisebranche. Die größte Herausforderung für die Hoteliers besteht darin, qualifizierte Mitarbeiter zu finden – falls sie überhaupt welche finden.

Viele Beschäftigte in der Hotelbranche wollen nicht mehr in dieser Branche arbeiten. Ein wichtiger Grund für das Personalproblem sind die sehr langen Arbeitszeiten, die Arbeitsüberlastung und der niedrige Lohn. Viele Beschäftigte im Gastgewerbe haben das Gefühl, dass sie nur als eine Nummer betrachtet und nicht respektiert werden und dass sie zu schnell entlassen werden können.

Diese Menschen, auf deren Erfolg die Branche angewiesen ist, verlassen sie in Massen, weil sie das Gefühl haben, dass die Branche, der sie so viel von ihrem Leben gegeben und Opfer erbracht haben, sie im Stich gelassen hat.

Einige Unternehmen haben sogar aufgehört, in ihre Mitarbeiter zu investieren, haben Schulungen, Anerkennungen, Auszeichnungen und Boni gestrichen und fahren fort, niedrige Löhne zu zahlen, obwohl sie mehr von ihren Mitarbeitern verlangen als je zuvor.

Es sollte nicht überraschen, warum viele Hotelangestellte nur ungern in die Branche zurückkehren und Neueinsteiger weggehen.

Wenn Thailand bis zur Saison 2024/2025 die gleiche Anzahl an Besuchern erwartet wie 2019 (da machte der Gastgewerbe- und Tourismussektor um die 15 Prozent des thailändischen BIP aus), ist es vielleicht an der Zeit, dass die thailändische Regierung Berufsschulen einrichtet, die der neuen Generation die Tricks des Handwerks beibringt und sie auf den Beruf vorbereitet, anstatt sich auf Hotels zu verlassen, neue Mitarbeiter auszubilden.

Post source : https://aseannow.com/topic/1252851-thailand-is-facing-a-labor-shortage-in-the-hospitality-and-tourism-industry/

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