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Die Gesellschaft der unterdrückten Freiheit

Die Gesellschaft der unterdrückten Freiheit

Es ist etwa zwei Jahre her, dass von unzähligen Regierungen ein Lockdown verhängt wurde – auch in Deutschland und Thailand. Lockdown bedeutet nichts anderes als Menschen zu Hause einzusperren. Ich werde diese Zeit nicht vergessen.

Der Lockdown ermüdete mich. Es gab Tage, da hatte ich einfach keine Lust mehr, zu Hause herumzusitzen. Ich wollte raus und etwas unternehmen, mit Freunden reden, Live-Musik lauschen, irgendwas tun. Ich hätte mich schon besser gefühlt, wenn ich in irgendeiner coolen Bar mit angenehmer Atmosphäre ein Bier hätte trinken können.

Ein gewisses Maß an Zorn schlummerte in mir, wie ich eines Tages feststellte. Je länger dieser Lockdown dauerte, desto wütender wurde ich. Diesen Zorn konnte ich nicht kanalisieren, ich war einfach auf die ganze Welt wütend. Manchmal bahnte sich diese Wut einen Weg, mich überkam der Jähzorn und ich warf etwas gegen die Wand oder auf den Boden. Wenn ich versehentlich etwas umstieß, konnte ich das, was auch immer es war, in meiner Wut zu Kleinholz verarbeiten. Ich erkannte mich selbst nicht wieder.

Diese aus Ohnmacht resultierende Wut lag sicher daran, dass die Politik die anfänglichen Ziele, die sie hatte, zunehmend aus dem Blickfeld verlor. Immer wenn ein Ziel beinahe erreicht schien, gab es eine ganz andere, neue Zielvorgabe. Ich kam mir vor wie der Esel, dem eine Mohrrübe vor die Nase gehängt wurde, damit er immer weitergeht. Er geht und geht, aber die Mohrrübe kann er nicht erreichen.

Erst sollten die Älteren und Erkrankten vor Ansteckung geschützt werden. Als das erledigt war, wurde keinesfalls Entwarnung gegeben. Vielmehr hieß es nun, dass auch die Jüngeren geschützt werden sollten – wie die Senioren und die chronisch Kranken mittels Impfung. Mit diesen Impfungen sollte eine Herdenimmunität erreicht werden. Dafür sollten etwa 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. Später gab es aber auf einmal Ärzte, und komischerweise hörten die Politiker genau auf diese, die da sagten, eine Herdenimmunität gäbe es erst, wenn 90 Prozent der Bevölkerung geimpft seien. Das bedeutete natürlich, dass auch Kinder den Impfstoff benötigten. Obwohl sie doch so gut wie nie krank wurden.

Später kam allerdings heraus, dass viele Leute trotz Doppel- und Dreifachimpfung an erkrankten. Da gingen sie hin, die staatlich verordnete Herdenimmunität und die Mär vom perfekten Impfstoff.

Um die Angst weiter zu schüren, wurde angefangen, vor den Mutanten zu warnen. Diese Mutanten sollten höchst ansteckend und absolut tödlich sein, wenn man den Medienberichten und Politikern glauben wollte. Tödlicher als das ursprüngliche Virus waren die Varianten nicht, ganz im Gegenteil, aber trotzdem glaubte jeder, er sei auf dem Weg zum Friedhof.

Und so ging es mit dem Lockdown oder der Schließung von bestimmten Betrieben und der Panikmache immer weiter.

Ich hatte schon bald keine Angst mehr, ging komplett angstfrei durchs Leben. Wie gut ich mich dabei fühlte! Genau wie der Typ in diesem Film. Der hatte auf wundersame Weise einen Flugzeugabsturz überlebt und kannte danach keine Furcht mehr. Er tanzte auf Hausdächern, ernährte sich trotz einer Erdbeerallergie von Erdbeeren und fuhr mit Autos frontal gegen Betonmauern.

Der Lockdown ist das Modell eines totalitären Staates, das so gut wie alle Länder der Welt übernommen haben. Entweder fiel ihnen nichts Besseres ein oder sie taten immer das, was das Nachbarland machte. Oder sie taten das, um überhaupt irgendetwas zu machen.

Nachdenklich machte mich die Tatsache, dass in dem Land, in dem das Virus ursprünglich ausgebrochen war, schon recht bald wieder das normale Leben Einzug hielt. Es gab keinen Lockdown mehr, alle Geschäfte und Lokale waren geöffnet. Es gab sogar Konzert- und Sportveranstaltungen, es wurden Partys gefeiert.

All das, während so gut wie alle Bewohner der restlichen Welt im Lockdown hockten. Da konnte man schon einmal ins Grübeln kommen, was hier in Wirklichkeit gespielt wurde.

Neben dem Lockdown wurde den Menschen verboten, andere Menschen zu sehen und niemandem zu nahe zu kommen. Niemand stellte das in Frage.

Ich finde einfach nur unglaublich, wie gut die Bürger gehorchen und wie schnell sie sich an einen neuen Zustand gewöhnen. Sie sehen es auch als ganz normal an, dass ihnen die Freiheit genommen wird mit der Aussicht, sie zurück zu erhalten, wenn sie brav sind und sich so verhalten, wie es die Regierung von ihnen verlangt.

Aus einer freien Gesellschaft wurde eine Gesellschaft der unterdrückten Freiheit. Und die Leute freuten sich darüber, dass ihnen von der Regierung vorgeschrieben wurde, was sie zu tun und zu lassen hatten. Es gibt Philosophen, die argumentieren inzwischen, dass die Menschen im Grunde mit Freiheit nichts anfangen können und erleichtert sind, wenn sie von höherer Stelle Befehle empfangen.

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