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Pattaya gibt „Neo“-Zusatz auf

Pattaya gibt „Neo“-Zusatz auf

Die Stadtverwaltung von Pattaya hat in einem unangekündigten, aber bedeutenden Schritt ihre umstrittene Plakatwand am Eingang zur Walking Street geändert. Der ursprüngliche Schriftzug „Welcome to Neo Pattaya“ wurde in „Welcome to Pattaya“ geändert, wobei die futuristische Sicht auf eine hübsch recht anzuschauende Küstenlandschaft ohne Go-Go-Clubs in Sichtweite belassen wurde.

„Neo Pattaya“ wurde in den vergangenen Jahren von den Lokalbehörden stark beworben. Sie stellten sich ein „Neues Pattaya“, vor, das seine Abhängigkeit von den traditionellen Fleischtöpfen aufgibt und sich rasch zu einem Geschäfts- und Freizeitzentrum für Familien entwickelt. Das Seebad solle dann eher an Miami, Singapur oder Abu Dhabi erinnern und kein Schmuddelkind mehr sein.

Als Beispiele für ein Neo Pattaya, das von thailändischen und ausländischen Investoren im Rahmen des Östlichen Wirtschaftskorridors in den Provinzen Chonburi, Chachoengsao und Rayong großzügig finanziert wird, wurden mehrere Projekte angeführt wie die Aufschüttung der Strände, Ringstraßen, die Umgestaltung des Bali-Hai-Piers und die zu bauende Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung nach Bangkok.

Die Bestrebungen wurden immer mit Optimismus begleitet, jedenfalls sollte in naher Zukunft „alles gut“ werden.

Trotz vieler Verbesserungen leidet Pattaya nach wie vor unter Überschwemmungen in der Regenzeit. Außerdem hat die Stadt das ganze Jahr über Umweltprobleme.

Viele Millionen Baht wurden für die Verbesserung des Strandes von Pattaya ausgegeben, doch nur, damit dieser in der Regenzeit wieder regelmäßig weggespült wird. In einigen Bezirken des Großraums Pattaya gelangen immer noch Abwässer ungeklärt ins Meer. Die Hauptstraßen des Seebads sind gesäumt von leer stehenden Grundstücken, die auf Verkauf oder Baugenehmigung warten und unansehnlich sind. Weite Teile der nördlichen Second Road sind wegen eines geplanten Großprojektes eingezäunt. Im Süden der Straße stehen fast alle Geschäfte und Läden leer. Hübsch ist das alles nicht gerade.

Da in Pattaya wieder viele Menschen sind, kommt es nachmittags und abends zu Verkehrsbehinderungen.

Alles ist beim alten, fast alles jedenfalls. Kein Wunder also, dass „Neo Pattaya“ auf Eis gelegt wurde, weil die traditionelle Tourismusklientel wieder da ist und der todgeweihten Branche etwas Leben einhaucht.

Die meisten Bars haben verbotenerweise wieder geöffnet. Sie geben sich einfach als Restaurants aus – damit ist das Feigenblatt der Seriosität erfüllt, eine Voraussetzung für die benötigten Zertifikate der Sicherheits- und Gesundheitsbehörden.

In der Walking Street haben die meisten Go-Go-Paläste noch geschlossen. Aber Live-Musik, romantisches Ambiente und sogar Tanzen sind wieder auf der Tagesordnung, so scheint es zumindest. In der Soi Buakhao und der angrenzenden Soi LK Metro ist die Hölle los. Auf der Second Road in Höhe von Big C Nord kann man abends kaum treten, so viele Menschen sind dort unterwegs. Auch das Terminal 21 ist gut besucht. Auf der Naklua Road steppt der Bär, Geschäfte und Restaurants sind dort gut besucht.

Ein Rathausbeamter sagte: „Der Schwerpunkt liegt derzeit auf einheimischen Touristen und Besuchern von traditionellen Tourismusmärkten wie Europa und den Vereinigten Staaten.“

Er erklärte, dass das Konzept von Neo Pattaya vor dem Auftreten von Corona entwickelt wurde und dass es sich um eine Zehn-Jahres-Strategie handele. Angesichts der vielen Fragezeichen im Jahr 2022 in Bezug auf das lästige Virus und die Zukunft des internationalen Reiseverkehrs müsse Pattaya jedoch erst wieder laufen lernen, bevor man an größere Schritte denken könne.

Post source : https://www.pattayamail.com/latestnews/news/pattaya-drops-its-neo-title-for-2022-384403

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