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Die schwedische Jungfrau

Die schwedische Jungfrau

Ich begreife die Welt nicht mehr so ganz, seitdem ständig nur noch vom Klimawandel die Rede ist. Als ob es keine anderen Probleme gibt – das gilt jedenfalls für die Zeit vor Corona. Die globale Erwärmung erscheint mir wie eine neue Religion.

Da war doch dieser kluge Mensch, der einmal gesagt hat: Wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, dann glauben sie an alles. Und es treten auch entsprechende Propheten auf den Plan.

Zwar höre ich immer, dass sich Geschichte nicht wiederholt, und das mag vielleicht stimmen, aber irgendwie gleichen sich die Mechanismen über die Jahrhunderte. Als ob sich nichts geändert hat. Und das hat es auch nicht, denn die Menschen bleiben Menschen. Egal, wann oder wo sie leben. Daher ähnelt sich auch alles. Ob kulturell oder historisch. Aus diesem Grunde sagte Mark Twain: Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

Jedenfalls kam eine minderjährige Schulabbrecherin mit irgendeiner psychischen Störung dahergelaufen und schwingt sich auf, das Weltklima zu retten. Und alle laufen ihr hinterher, sogar Staatsmänner und Regierungschefs. Ich habe das Gefühl, dass diese Nicht-mehr-Schülerin die neue Jeanne d’Arc ist. Sie ist ganz klar die moderne Reinkarnation der Jungfrau von Orléans. Es gibt erstaunlich viele Parallelen. Im Grunde fehlt nur noch die Heiligsprechung, aber die wird zweifellos auch noch erfolgen.

Die noch nicht Heilige Jungfrau hat Ablegerinnen und Kampfgefährtinnen in allerlei Ländern. Interessanterweise haben die Jungfrauen in den anderen Ländern alle denselben Hintergrund. Sie sind stinkreich, stammen aus dem Hause von Industriellen und Fabrikanten und haben schon in jungen Jahren die ganze Welt gesehen.

Diese Langstrecken- und Kerosin-Jungfrauen stellen sich hin und predigen, dass man auf Flugreisen und aufs Auto verzichten solle. Während sie selbst munter weiter in der Gegend herum jetten und das Auto benutzen.

Der Alarmismus um das Weltklima ist in den Ländern unterschiedlich ausgeprägt. Er läuft aber insgesamt darauf hinaus, dass weniger Öl und Kohle verbraucht werden soll, um auf sogenannte „erneuerbare Energie“ zu setzen. Erneuerbar ist ein Framing, denn ich frage mich, was an Energie erneuerbar sein soll. Gar nichts, es sei denn, es handelt sich um ein Perpetuum Mobile.

Was in Bezug auf dieses Thema geschieht, lässt mich wieder einmal am Verstand der Menschheit zweifeln. Zunächst wird behauptet, der Mensch sei für den Klimawandel verantwortlich. Das sei durch die Wissenschaft bewiesen. Dem mag man folgen oder nicht. Die eine Wissenschaft gibt es jedenfalls nicht, es gibt durchaus Forscher, die eine andere Meinung vertreten.

Ich wollte dem Ganzen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit schenken, nachdem ich bereits vor vielen Jahrzehnten in einem Magazin gelesen hatte, dass die Pupse von Rindern dafür sorgen, dass es immer heißer wird. Und weil Rindviecher gerne pupsen, solle man kein Fleisch mehr essen.

Nachdem ich das gelesen hatte, habe ich den ganzen Tag gelacht, und da war das Thema für mich durch.

Das Klima hat sich früher auch schon geändert, da gab es noch gar keine Menschen. Und nicht so viele Kühe.

In einem wärmeren Klima wachsen mehr Pflanzen, es ist leichter, Agrarflächen zu bewirtschaften und die Menschheit zu ernähren. In der kleinen Eiszeit im Mittelalter sind die Menschen reihenweise verhungert, weil sie nichts anbauen konnten und daher nichts zu essen hatten. Um die wenigen Ressourcen wurden erbitterte Kriege geführt, dazu gehört auch der Dreißigjährige Krieg.

Solche Argumente gelten indes als Frevel, und da kommt wieder Jeanne d’Arc ins Spiel, die von allen angebetet wird, weil die Leute glauben, sie könnte die Welt retten. Sie begann damit, Angst zu schüren. Sie sagte, sie wolle, dass die Menschen ob des Klimas in Panik geraten.

Nun ist Panik noch nie ein guter Ratgeber gewesen, und wahrscheinlich sind mehr Menschen durch Panik gestorben als an den Ereignissen, die diese Panik ausgelöst haben.

Jeanne d’Arc stellt sich hin und verkündet ernsthaft, dass die Welt in ein paar Jahren untergehe. Sie gehe unter, weil es wärmer werde und die Menschen in nicht allzu ferner Zukunft bei lebendigem Leibe geröstet werden.

Es gibt Kinder, die weinen, wenn sie das hören, weil sie zu klein sind, um zu begreifen, dass solche Aussagen absoluter Schwachsinn sind. Die Kinder können auch nicht wissen, dass solche Behauptungen an die Zeugen Jehovas erinnern, die immer mal wieder den Weltuntergang voraussagen, der irgendwie nie eintritt.

Die Zeugen werden als Sekte bezeichnet. Die Jungfrau von Orléans und ihre Gefolgschaft sind nichts anderes als eine Sekte. Die Anführerin wird von ihren Hardcore-Sektenanhängern behandelt, als sei sie eine von Gott gesandte Prophetin, eine Art Jesusin in Gestalt einer Soziopathin.

Bei den Lehren dieser neuen Generation von Prophetinnen geht es vornehmlich darum, den Energieverbrauch einzuschränken und die Stromproduktion umzustellen. Strom soll aus Windkraft und Sonnenkollektoren gewonnen werden. Kernkraft-, Kohle- und Gaskraftwerke sollen so schnell wie möglich, am besten sofort, abgeschaltet werden.

Das führt dazu, dass weniger Strom produziert wird. Da gleichzeitig vieles auf Strom umgestellt werden soll, beispielsweise soll man nur noch mit Elektroautos fahren, steigt aber gleichzeitig der Stromverbrauch.

Die Erklärung, wie das funktionieren kann, bleiben die Jungfrau und ihre Gefolgschaft schuldig. Und da es keine logische Erklärung gibt und diese Klimabewegung in sich widersprüchlich ist, handelt es sich bei dieser Ideologie um nichts anderes als um einen Kult, der religionsgleiche Züge angenommen hat.

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