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Runaway (USA 1984)

Runaway (USA 1984)

Der Film von Michael Crichton spielt in naher Zukunft. Ein Polizeibeamter ist darauf spezialisiert, defekte Roboter aus dem Verkehr zu ziehen. Als sich herausstellt, dass ein Roboter zum Töten programmiert wurde, beginnt er, eine mörderische Verschwörung aufzudecken.

Der Film ist zukunftsweisend, weil in ihm Dinge vorkommen, die damals Science-Fiction waren, aber inzwischen zum Alltag gehören. Die Liste ist lang. Es kommen beispielsweise Haushaltsroboter, Videomail, soziale Medien, das Internet, sprachgesteuerte Computer, biometrische Sicherheitsvorkehrungen, Drohnen, Tablet-PCs, drahtlose Headsets und selbst fahrende Autos vor.

Der Film ist für seine Zeit gut gemacht. Er zeigt nicht nur Roboter, die außer Kontrolle geraten sind, sondern auch eine Gesellschaft voller Misstrauen. Tom Selleck spielt überzeugend einen frustrierten Polizisten, der wild entschlossen ist, den Bösewicht (gespielt vom Kiss-Bassisten Gene Simmons) aufzuhalten. Den Leuten, mit denen der Polizist es zu tun hat, begegnet er humorvoll bis sarkastisch.

Eines der größten Missverständnisse dieses Films dürfte sein, dass er angeblich in „ferner Zukunft“ spielt, in der Roboter weit verbreitet sind. Das Gegenteil ist der Fall. Die Prämisse des Films ist eine Welt, in der die Entwicklung von Robotern genauso schnell voranschreitet wie die des Heimcomputers und Roboter genauso alltäglich werden wie Computer. Das wird in der Eröffnungsszene deutlich, in der ein abtrünniger Landwirtschaftsroboter gezeigt wird, der einen „8088-Mikroprozessor“ verwendet, die gängigste Intel-CPU, die 1984 in allen IBM-Desktop-PCs verwendet wurde. Vielleicht wurde der Film auch deshalb kritisiert, weil er den Leuten nicht zu „futuristisch“ war.

Michael Crichton schrieb das Drehbuch und führte Regie. Seine Spezialität waren Romane (und auch Filme), in denen technische Wunder vorgestellt werden, die dann aber nicht so funktionierten, wie sie es sollten. Sein wohl berühmtestes Buch ist „Jurassic Park“, das von Steven Spielberg verfilmt wurde.

„Runaway“ dürfte jedem gefallen, der sich für künstliche Intelligenz, Robotik und Kybernetik interessiert.

Post source : JC

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