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Zahlen sind Mathematik

Zahlen sind Mathematik

Zahlen stimmen immer. Hören wir von einer Zahl, können wir mit dieser etwas anfangen und uns etwas darunter vorstellen.

Wenn es beispielsweise darum geht, dass zwei und zwei vier ist, wissen wir genau, was gemeint ist. Wenn uns jemand weiß machen will, dass zwei und zwei fünf ist, fänden wir das merkwürdig bis lächerlich. Aber nur, weil genau definiert ist, dass zwei und zwei vier ist. Wäre das nicht so, könnte man hinters Licht geführt werden ohne es zu merken.

Zahlen müssen nicht nur immer im Zusammenhang gesehen werden, sie sollten auch definiert sein.

In Zeitungen, im Fernsehen und im Radio werden Leser, Zuschauer und Zuhörer den ganzen Tag lang mit Zahlen bombardiert.

Beispielsweise mit der Zahl 3984. Diese Zahl wurde an einem Tag so oft genannt, dass sie mir zu den Ohren herauskam. Landesweit 3984 neue Corona-Fälle, hieß es. Da fehlte aber die Definition. Vielmehr wurde bei der Definition etwas verwechselt. Mitnichten handelte es sich bei dieser Zahl um neue Corona-Fälle. Es handelte sich weder um Kranke noch um Infizierte. Es handelte sich um Menschen, die positiv getestet worden waren. Das bedeutet aber nicht, und das kann man nicht oft genug wiederholen, dass sie infektiös, oder krank oder nicht gesund sind. Die meisten der positiv Getesteten fühlen sich auch nicht krank.

Ich frage mich oft, was das wohl für eine todbringende Seuche ist, wenn man den Kranken sagen muss, dass sie krank sind, weil sie es sonst gar nicht wüssten. Was ist das denn für eine Definition? Da passt doch nichts zusammen!

Abgesehen davon, dass die Zahl 3984 falsch definiert war, wurde sie auch aus dem Zusammenhang gerissen. Man erfuhr zwar von 3984 Fällen, bei denen es sich in Wirklichkeit um 3984 positiv getestete Menschen handelte, aber man erfuhr nicht, wie viele Menschen getestet wurden.

Wenn 4000 Menschen gestestet wurden, waren 3984 positiv Getestete eine ganze Menge, das gebe ich gern zu. Wenn 40.000 Menschen getestet wurden, waren zehn Prozent auch noch recht viele. Wenn es 400.000 Tests waren, so waren nur noch ein Prozent der Getesteten positiv. Doch solche Zusammenhänge werden von den Medien unterschlagen, man erfährt das schlichtweg nicht.

Es wäre auch nicht verkehrt, die Zahl von 3984 ins Verhältnis zur Einwohnerzahl zu setzen. 4000 von 50 Millionen oder 100 Millionen Einwohnern war so viel nicht.

An dieser Stelle soll nicht erörtert werden, ob der Test, mit dem Corona festgestellt wird, wirklich dazu taugt, Corona festzustellen. Auch soll nicht darauf eingegangen werden, ob bei einer Infektionstodesrate von 0,15 Prozent überhaupt von einer „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ gesprochen werden kann.

Besonders „interessant“ finde ich die Propagandamethode, die Zahl der positiv Getesteten ab Tag eins der Entdeckung des neuartigen Coronavirus einfach zusammenzuzählen. Die Zahl der Genesenen wird weggelassen. So steigert sich die Zahl der Fälle, wie es die Medien nennen, immer weiter bis ins Unendliche.

Die Medien berichten nicht, wie viele Menschen seit Jahresbeginn an Krebs erkrankt sind oder einen Herzinfarkt erlitten haben. Sie nennen die Zahlen nicht und addieren sie nicht. Das sollte man aber machen, um die Corona-Zahlen ins Verhältnis zu setzen.

Um bei der Zahl 3984 zu bleiben: Angenommen eine Zeitlang werden täglich 4000 Menschen positiv getestet. Nach zwei Tagen sind es 8000 und nach zehn Tagen 40.000 und nach gut vier Monaten schon rund 500.000.

Die Medien stürzen sich dann auf letztere Zahl und hämmern den Leuten ein, dass es nach vier Monaten eine halbe Million Corona-Fälle gäbe. Nicht gesagt wird, dass die Menschen keinesfalls alle krank waren, keinesfalls alle Symptome hatten und keinesfalls alle gestorben sind, doch fast alle wieder genesen waren. Das fällt alles unter den Tisch. Es heißt nur: eine halbe Million.

Man kann den Menschen eigentlich keinen Vorwurf machen. Sie hören solche Zahlen jeden Tag, den ganzen Tag aus allen Rohren. Und irgendwann glauben sie das alles und bekommen Angst und geraten in Panik.

Als Corona begann, sprachen sowohl Virologen und Politiker immer über den R-Wert. Dieser R-Wert bestimmt, wie viele Menschen ein mit Corona Infizierter ansteckt.

Beträgt der R-Wert 1, bedeutet dies, dass ein Infizierter einen Menschen ansteckt. Das Infektionsgeschehen bleibt demnach gleich. Liegt der Wert unter 1, geht das Infektionsgeschehen zurück. Liegt der R-Wert über 1, verbreitet sich die Corona weiter. Ein R-Wert von 4 bedeutet beispielsweise, dass ein mit Corona Infizierter vier weitere Menschen ansteckt.

Tatsächlich sank der R-Wert im Laufe der Zeit unter 1. Der Lockdown und die anderen Maßnahmen hätten beendet werden müssen. Doch die Politik änderte einfach die Definition der Zahlen.

Vom R-Wert war bald nicht mehr die Rede, der wurde durch den sogenannten Inzidenzwert abgelöst.

Der Inzidenzwert bestimmt, wie viele positiv Getestete es auf 100.000 Einwohner gibt.

Das ist eine völlig aus dem Zusammenhang gerissene Definition. Mit diesem Inzidenzwert ist nichts anzufangen, weil es hier darauf ankommt, wie viel getestet wird. Wenn nicht oder wenig getestet wird, ist die Inzidenz niedrig. Wenn viel getestet wird, kann man damit eine hohe Inzidenz erreichen. Mit dieser hohen Inzidenz kann die Regierung dann ohne zu Zögern ihre Maßnahmen begründen. Indem die Regierung behauptet, bei einer Inzidenz von 100 müssten Maßnahmen ergriffen werden.

Abgesehen von der Willkür der Festlegung eines Grenzwertes bei der Inzidenz und der Willkür, wie viele Menschen getestet werden, hat dieser Inzidenzwert noch eine weitere Schwäche: Er ist nicht definiert. In der Vergangenheit ist niemand auf die Idee gekommen, die Inzidenz bei anderen Krankheiten zu messen, beispielsweise bei der Grippe. Wie hoch ist die Inzidenz in den Jahren vor Corona bei der Grippe gewesen? Niemand weiß es, weil das nie gemessen wurde.

Post source : Walter Weiß

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