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Wie geht es weiter mit Pattaya?

Wie geht es weiter mit Pattaya?

Wie sieht Pattayas Zukunft nach der Wiedereröffnung für Touristen aus? Fünf Szenarien.

Es ist nicht neu, dass chinesisches Geld nach Pattaya fließt, dass chinesische Investoren ein Auge auf die von den Corona-Maßnahmen schwer getroffenen Hotels werfen. Eine „Übernahme“ Pattayas durch die Chinesen ist allerdings nur eine von mehreren Möglichkeiten.

Ob es den Leuten nun gefällt oder nicht, vor Corona war Pattaya nach wie vor ein Synonym für Sextourismus. Die vielen Kampagnen unterschiedlicher thailändischer Regierungen nutzten da wenig.

Doch als Thailand im März 2020 seine Grenzen schloss, „brach die Tourismusindustrie des Landes, die mit der Sexarbeiterbranche verflochten ist, zusammen“, berichtete die amerikanische Medienorganisation NPR im Februar.

18 Monate nach der Pandemie ist Pattaya nicht wieder zu erkennen. In einem Interview mit NPR sprach eine der im Februarbericht erwähnten Prostituierten darüber, dass sie keine andere Wahl hatte, als die Stadt zu verlassen, weil sie kein Geld verdienen konnte.

„Ich habe sechs Jahre lang in Pattaya gelebt und hätte nie gedacht, dass Pattaya eine Geisterstadt werden würde. Clubs und Bars, die nachts immer beleuchtet waren, sind jetzt geschlossen. Am Strand ist es ohne Touristen einsam. Wenn ich daran denke, tut mir das Herz weh.“

Was also wird aus Pattaya nach der Pandemie werden? Es gibt mehrere mögliche Zukunftsszenarien: Die Zombie-Apokalypse, die gute alte Zeit, nur für die Reichen, die chinesische Übernahme, die Satellitenstadt.

Im ersten Szenario, mit dem eine ultra-pessimistische Sichtweise beschrieben wird, werden die einzigen Menschen, die in der Stadt verbleiben, eine Schar gelangweilter Auswanderer sein, die nichts mehr zu tun haben, nachdem Bars und damit der Alkohol als Weg des gemeinsamen Vergnügens abgeschafft wurde. Die Auswanderer wären dann nur noch Zombies. Wenn sich das nicht höllisch anhört, dann weiß niemand, wie die Hölle aussehen könnte.

Die zweite Möglichkeit ist, dass Thailands Sex-Hauptstadt wieder in Form kommt.

Pattaya ist nur für eine Sache gut – für den Verkauf von Sex – und der wird zurückkehren, sobald das Virus sich verabschiedet hat und die Bars und Clubs wieder öffnen, so eine andere Hypothese.

Allerdings gibt es auch die Meinung, dass der Sextourismus bereits vor der Corona-Krise rückläufig war, da sich die Besucherdemographie von alleinstehenden Männern aus dem Westen hin zu Familien aus China und Indien verändert hat.

Als nächstes kommt die von den Behörden propagierte Version von Pattaya: das Seebad als gehobenes Reiseziel. In diesem Jahr hat die Regierung einen „proaktiven Wirtschaftsplan“ ausgearbeitet, der laut „Bangkok Post“ darauf abzielt, „mindestens eine Million einkommensstarke ausländische Touristen und ausländische Investoren anzuziehen.“ Es wurden Vorschläge unterbreitet, um ausländischen Käufern den Erwerb von Immobilien in Thailand zu erleichtern, und zwar mit Blick auf Rentner.

Es ist jedoch durchaus möglich, dass Pattaya auf der Liste der begehrten Standorte für diejenigen, die wegen dieser Pläne nach Thailand kommen, ganz unten steht.

Das vierte Szenario sieht, wie eingangs bereits erwähnt, einen Zustrom von chinesischem Geld und damit von Touristen aus China vor.

Die meisten von Ausländern gekauften Eigentumswohnungen in Pattaya, sind von chinesischen Investoren erworben worden, die nun auch versuchen, Hotels vor Ort zu kaufen, die ihre Kredite während der Rezession nicht zurückzahlen konnten, berichteten Lokalmedien.

Tatsächlich dominieren chinesische Käufer den thailändischen Eigentumswohnungsmarkt. Weiter hieß es in den Nachrichten, dass 50 Prozent aller Käufer von Eigentumswohnungen in den letzten zwei Jahren aus China und weitere 30 Prozent aus Hongkong stammen.

Bei dem letzten Szenario geht es um Pattaya als Satellitenstadt. Diese Hypothese sieht Pattaya als neues internationales Geschäfts- und familienorientiertes Freizeitseebad, das durch die Investitionsprivilegien des international finanzierten Östlichen Wirtschaftskorridors (EEC)unterstützt wird.

Offiziell handelt es sich um eine „gebietsbezogene Entwicklungsinitiative“, die die Provinzen Rayong, Chonburi und Chachoengsao durch die Verbesserung der Infrastruktur und die Ansiedlung aufstrebender Industrien wiederbeleben soll. Der EEC hat bereits 655 Millionen Baht für den Hochwasserschutz in Pattaya bereitgestellt. Am 27. August, als Überschwemmungen Pattaya wieder einmal lahm legten, berichteten Lokalmedien, dass bereits im vergangenen Jahr mit dem Bau von Hochwasserdämmen und Deichen begonnen wurde.

Schließlich wurde abschließend festgestellt, dass Pattaya, das aus der Corona-Krise hervorgeht, wahrscheinlich ein wenig von allen fünf Vorhersagen aufweisen wird. Die Stadt wird durch den Lockdown gezeichnet sein, die Tourismusindustrie wird Zeit brauchen, um sich zu erholen, und es könnte durchaus sein, dass sie nie zur „Normalität“ zurückkehrt.

Es gibt allerdings starke Konkurrenz in anderen Ländern. So bereitet sich die vietnamesische Ferieninsel Phu Quoc auf internationale Besucher vor. Wie Reuters berichtet, werden vollständig geimpfte Touristen mit einem negativen Corona-Test im Rahmen eines sechsmonatigen Versuchs Phu Quoc besuchen dürfen.

Post source : https://www.scmp.com/magazines/post-magazine/travel/article/3148713/should-thailands-sex-capital-ready-itself-chinese

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