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Wer kommt nach Pattaya?

Wer kommt nach Pattaya?

Es gibt viele gute Nachrichten über Pattaya zu vermelden. Auch im Dezember wird es viele Veranstaltungen für Touristen geben, darunter Musik- und Kulturfestivals, Feuerwerke und einen tollen Countdown zum Jahreswechsel 2022.

Am 1. Dezember könnte zudem der Alkoholgenuss in Restaurants wieder möglich sein. Dann sollen eventuell auch wieder die Bars öffnen dürfen und somit könnten sich die Tänzerinnen um verchromte Stangen winden – ob in Soi 6 oder anderen Nebenstraßen.

Der Bürgermeister von Pattaya, Sonthaya Kunplome, räumte ein, dass die Öffnung einheimische Touristen, vor allem aus Bangkok, ansprechen wird, die seit Oktober vor allem an den Wochenenden Pattaya bevölkern. Dennoch rechnet Sonthaya in unmittelbarer Zukunft mit 200.000 ausländischen Touristen pro Monat. Diese optimistische Einschätzung wird auch von Pattayas Unterhaltungs- und Tourismusverband geteilt.

Die Hoffnung, dass Touristen alsbald nur mit einem Reisepass und einem Flugticket bewaffnet ohne vorherige Überprüfung in Thailand Urlaub machen können, ist jedoch leider höchst unwahrscheinlich.

Die meisten internationalen Touristen in Thailand kamen 2019, dem letzten normalen Jahr vor Corona, aus China, Indien und Russland.

Doch ausgerechnet Indien und Russland fehlen auf der von der Regierung herausgegebenen Liste der Länder, die als „Niedrigrisikogebiete“ klassifiziert werden. Das heißt, dass Touristen, die aus Russland oder Indien nach Thailand kommen wollten, zunächst in Quarantäne gehen müssten. Das wird natürlich kein normaler Tourist machen.

Was China betrifft, so erklärte der chinesische Botschaftssprecher Yang Xin gegenüber den Medien, dass Gespräche über eine Wiederaufnahme des Tourismus aufgenommen werden könnten. Zurzeit dürfen chinesische Gruppenurlauber nicht ins Ausland reisen. Chinesen werden sicherlich nach Thailand reisen, allerdings nur Individualtouristen.

Daher bleibt nicht viel mehr als die Hoffnung, dass die thailändischen Flughäfen im Dezember wieder etwas geschäftiger werden.

Die europäischen Medien nehmen eine abwartende Haltung ein. Der Anteil der Europäer am thailändischen Tourismus war seit vielen Jahren stetig rückläufig und lag vor zwei Jahren bei weniger als zehn Prozent.

Der Anteil der Briten, die immer gern gereist sind, lag nur noch bei etwa einem Prozent. Die BBC berichtete, dass Thailand sich auf die Wiedereröffnung vorbereite, ging jedoch nur auf das Ende der langen Quarantänezeit für vollständig geimpfte Briten ein. Die britische Regierung rät weiterhin zur Vorsicht bei Urlaubsreisen ins Königreich. So gesehen öffnet sich Thailand tatsächlich wieder für den Tourismus, doch es könnte noch eine Weile dauern, bis sich Strände und Sehenswürdigkeiten füllen.

Es gibt noch ein weiteres Problem: Die Regierung scheint sich ausschließlich auf wohlhabende Touristen konzentrieren zu wollen.

„Anstatt sich auf 40 Millionen Touristen zu verlassen, um zwei Billionen Baht an Einnahmen zu generieren, werden wir uns auf Qualitätstouristen konzentrieren, die mehr ausgeben können“, sagte Energieminister Supattanapong Punmeechaow.

„Das wird gut für die Umwelt und die natürlichen Ressourcen des Landes sein“, sagte er auf einer Pressekonferenz und fügte hinzu, dass das Land hoffe, bis April 2022 etwa eine Million dieser Besucher anzulocken – ohne zu sagen, was er sich unter einem „Qualitätstouristen“ vorstellt.

„Ich bin für einen nachhaltigeren Ansatz, aber wo war er vor der Pandemie“, kommentierte Reiseblogger David Luekens. „Indem die thailändische Regierung den Massentourismus in den Jahren 2010-20 gefördert hat und ihn jetzt aufgibt, bereitet sie den Nährboden für weitere Geschäftsaufgaben, mehr verlorene Existenzen und Reiseziele voller ‚Geisterhotels’.

Ich glaube nach wie vor, dass das Gerede vom ‚Qualitätstourismus’ nur heiße Luft ist. Aber die Tatsache, dass die thailändische Regierung den Massentourismus aufgeben will, nachdem sie jahrelang darauf hingearbeitet hat, den Massentourismus voll zu etablieren, sieht aus wie nach einem monumentalen Versagen in Politikgestaltung und Kontinuität.“

Nach einem Rekord von knapp 40 Millionen ausländischen Besuchern im Jahr 2019, deren Ausgaben rund 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachten, hat Thailand im vergangenen Jahr etwa 50 Milliarden US-Dollar an Tourismuseinnahmen verloren – ein Einbruch von 82 Prozent – und erwartet bis Silvester 2021 nur etwa 100.000 Touristen.

Während sich das Land auf die Hochsaison, die bis März dauert, vorbereitet, befürchten preisgünstige Hotels und andere Unternehmen, die auf Rucksacktouristen und Billigreisende angewiesen sind, durch den neuen Fokus auf Premium-Touristen abgehängt zu werden.

Die durch Corona erzwungene Unterbrechung war eine „einmalige Gelegenheit“, das Tourismusgeschäft zu überdenken, aber das Vorgehen Thailands bei der Wiedereröffnung deute „nicht darauf hin, dass man die Ankündigungen wahr machen will“, so Stuart McDonald, Gründer der Südostasien-Reise-Website Couchfish.

Indem man den sogenannten Qualitätstouristen den Vorzug gebe, verwechsle man bei den Behörden fälschlicherweise Qualität mit höheren Ausgaben und begrenzten Umweltauswirkungen, sagte er.

„Natürlich ist es sinnvoll, dass sich ein Land auf Qualitätstouristen konzentriert, aber das muss nicht bedeuten, dass die Touristen viel Geld ausgeben. Der Spitzentourismus hat bei weitem die größten Umweltauswirkungen und ist am anfälligsten für wirtschaftliche Verlagerungen“, sagte McDonald.

„Billigreisende streuen ihr Geld am meisten, indem sie es direkt in die Hände von kleinen und mittleren Unternehmen vor Ort geben. Außerdem neigen sie dazu, viel weiter zu reisen und viel länger im Land zu bleiben“, fügte er hinzu.

Post source : https://www.pattayamail.com/latestnews/news/pattaya-thankfully-opens-up-but-unclear-who-is-coming-376017 https://www.straitstimes.com/asia/se-asia/what-about-us-thai-budget-businesses-fear-govts-focus-on-premium-tourists

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