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Die Roten Garden

Die Roten Garden

Der moderne Kulturmarxismus bläut den Menschen ein, dass alle Werte, mit denen sie ihr Land aufgebaut, mit dem sie es wohlhabend gemacht haben, nichts mehr gelten.

Zuvorderst der Kapitalismus, der in den Augen der Linken schon immer ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewesen ist. Gleichzeitig wollen sie nicht wahrhaben, welche Verbrechen im Namen des Kommunismus und Sozialismus begangen worden sind.

Irgendwie fühle ich mich immer an Mao, seine Roten Garden und die Kulturrevolution erinnert. Mao war einer der größten Schlächter aller Zeiten. Unter seinem Regime starben Millionen von Menschen, allein über 35 Millionen verhungerten während des sogenannten „Großen Sprungs“, mit dem China industrialisiert werden sollte. Unter anderem lautete die Devise, dass alle Dorfbewohner Hochöfen bauen und Stahl kochen sollten, damit die Stahlindustrie in Schwung kam. Dabei wurde die Landwirtschaft vernachlässigt. Bald gab es nichts mehr zu essen.

Am schlimmsten aber waren die Roten Garden. Mao rief die Kulturrevolution aus und mobilisierte die Jugend. Die streifte sich rote Armbinden über und begann, das chinesische kulturelle Erbe kurz und klein zu schlagen. In den Augen des Regimes waren alte Werte nichts mehr wert und sollten zerstört werden. Tempel wurden vernichtet, Bibliotheken angezündet. Menschen, die den alten Werten anhingen, wurden verfolgt, kamen in Umerziehungslager, mussten öffentlich ihre „Taten“ bereuen, wurden gequält, gefoltert und getötet. Es starben Hunderttausende.

Selbstverständlich soll das heutige Deutschland nicht mit dem damaligen China gleichgesetzt werden. Allerdings können Parallelen nicht von der Hand gewiesen werden. In modernen Zeiten gehen die Kulturmarxisten subtiler vor. Sie stecken niemanden in den Gulag oder bringen ihn um, nur weil er eine Meinung hat, die vom Mainstream abweicht. Aber es ist durchaus möglich, seine Karriere zu zerstören und ihn gesellschaftlich zu isolieren. Das ist Bestrafung genug. Das Mao-Zitat „Bestrafe einen, erziehe Hunderte“ passte in diesem Zusammenhang.

Abgesehen von der Zensur ist die sogenannte Cancel Culture ein beliebtes Mittel, um unliebsame Meinungen zu unterdrücken. Diese betrifft auch Leute, die sich in den Augen der Kulturmarxisten über ein bestimmtes Thema „falsch“ geäußert haben.

Schon Kleinigkeiten reichen aus. Es genügt beispielsweise bereits, die Frage zu stellen, weshalb Personen der Meinung sind, unter der Regenbogenfahne ihre sexuellen Präferenzen in der Öffentlichkeit offen zur Schau stellen zu müssen. Das geht zum einen niemanden etwas an und zum anderen interessiert das auch keinen. Eine andere Kleinigkeit wäre die Frage, weshalb bei den ganz neuen Regenbogenfarben auch ein brauner und ein schwarzer Streifen hinzugefügt worden sind. Wer hat schon einmal einen schwarz-braunen Regenbogen gesehen? Und warum wurde weiß vergessen?

Wer so etwas sagt, und das ist nur ein kleines Beispiel, wird kalt gestellt. Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass man schon erledigt ist, wenn man so etwas nur denkt.

Gleichzeitig wurde wieder die „Kontaktschuld“ aus der Schublade geholt. Es gibt durchaus furchtbare Wörter, die schreckliche Vorgänge beschreiben. Wenn sich jemand negativ über Regenbogen-Aktivisten oder deren Flagge äußert, wird er sozial geächtet und verliert möglicherweise seinen Arbeitsplatz. Wenn sich jemand mit ihm trifft und dabei beobachtet wird, macht der sich des Kontakts schuldig. Diesen Menschen drohen im Rahmen der „Kontaktschuld“ ebenfalls die gesellschaftliche Ächtung, die Ausgrenzung und das Ende der Karriere.

Wie bei Mao, gibt es Leute, die öffentlich ihren Thesen abschwören, nachdem sie sich „schuldig“ gemacht haben. Sie sagen, sie hätten es nicht so gemeint und bitten um Verzeihung. Oftmals nutzt das nichts. Sie sind trotzdem weg vom Fenster.

Vor allem für Künstler oder Sportler gilt es als öffentliche Personen, gut aufzupassen, was sie sagen. Ein falsches Wort, und es ist vorbei mit ihnen. Sie bekommen keine Engagements mehr, dürfen nicht mehr auftreten, werden aus der Mannschaft und dem Club geworfen.

Da die Regierung gleichzeitig versucht, die Sprache zu kontrollieren, bürgern sich wieder Begriffe ein, die es zuvor zwar im nationalen und internationalen Sozialismus gegeben hat, danach aber jahrzehntelang verschwunden waren. Doch jetzt tauchen sie wieder auf und finden Eingang in den täglichen Sprachgebrauch.

Eines dieser Wörter ist „Hetze“. Zuletzt war dieses Wort im Strafgesetzbuch der DDR gebräuchlich. Dort verstand man unter „staatsfeindlicher Hetze“ den Angriff oder die Aufwiegelung gegen die Gesellschaftsordnung der DDR durch diskriminierende Schriften oder ähnliches.

Ein weiteres Wort, das ein Comeback feiert ist „Kulturschaffende“. Manch Ältere dürften sich auch hier in die DDR zurückversetzt fühlen. Manch einer erinnert sich vielleicht auch an den Nationalsozialismus, denn da war dieses Wort ursprünglich benutzt worden.

Gleichzeitig machen immer neue Wortschöpfungen die Runde. Es fing mit substantivierenden Partizipien an. Aus Studenten wurden Studierende. Und alle machen mit, auch die Studenten, die doch wissen müssten, dass der Ausdruck falsch ist und lediglich eine Tätigkeit beschreibt, die jetzt in diesem Augenblick vorgenommen wird. Die Dozenten und Professoren machen mit, die Journalisten und die Medien auch. Die Mehrheit soll sich fügen und ebenfalls diese Phantasiewörter benutzen.

Leute, die diese neuen Wortschöpfungen in Umlauf bringen, propagieren oder benutzen, sind für mich nichts anderes als nicht alle Tassen im Schrank Habende.

Post source : Walter Weiß

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