Header Banner
Header Banner
Header Banner

Bars seit sechs Monaten geschlossen

Bars seit sechs Monaten geschlossen

Mit dem 10. Oktober dauerte die „zweiwöchige“ Schließung von Pattayas wirtschaftlich treibender Unterhaltungsindustrie, die Zehntausende von Menschen direkt und viele mehr indirekt beschäftigt, bereits sechs Monate an.

Zählt man die fünf Wochen der Schließung im Januar und die dreieinhalb Monate im letzten Jahr mit, so ist die Unterhaltungsindustrie in Thailand seit März 2020 insgesamt fast ein Jahr lang geschlossen, mit wenig bis gar keiner finanziellen Unterstützung für die Mitarbeiter. Der größte Teil des Sektors besteht aus informell Beschäftigten, die keine Sozialversicherung beziehen. Doch nach Schätzungen mehrerer Regierungsbehörden sind Millionen von Menschen in dieser Branche beschäftigt. Indirekt betrifft die Schließung des Sektors, insbesondere in Pattaya, sogar noch mehr Menschen.

Es sollte erwähnt werden, dass die Schließung nicht nur in Pattaya erfolgte, sondern dass es sich um eine landesweite Schließung von Bars, Clubs und Unterhaltungslokalen handelt. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass die Durchsetzung der Schließung je nach Gebieten sehr unterschiedlich ausfällt, insbesondere auf einigen der abgelegenen Inseln. Vor allem in Pattaya wird die Schließung jedoch strikt durchgesetzt.

Eine wichtige Sache, die man nicht vergessen darf, ist, dass, obwohl die meisten Ausländer die Barszene kennen und an sie denken, einschließlich des Unterhaltungssektors für Erwachsene und des Begleitservice (den es in Thailand laut der Regierung offiziell nicht gibt), die Unterhaltungsindustrie viel größer ist.

Die derzeitigen Verordnungen verhindern, dass normale, nicht im „Rotlichtmilieu“ angesiedelte Sportbars, Cocktail-Lounges, Strandbars, Hotelbars, Karaoke-Bars, Bierbars im Freien, Pubs im englischen Stil usw. öffnen können, wodurch Tausende von Unternehmen, die nicht zum „Rotlichtmilieu“ gehören, geschlossen sind. Außerdem ist der Verkauf von Alkohol in Restaurants nicht erlaubt, was die Gewinne vieler Restaurantbesitzer erheblich schmälert.

Wichtig ist, dass die thailändische Bar- und Nachtlebenszene weitaus größer ist als diejenige, die sich mit ihren Bars und Unterhaltungsbetriebe an die ausländische Klientel richtet. Dieser Sektor, der für die Einheimischen da ist, wurde durch die seit April geltenden Schließungsanordnungen ebenfalls zerstört. Viele dieser Unternehmen florierten im vergangenen Jahr auch bei geschlossenen Grenzen, da die Hauptkundschaft aus Einheimischen besteht. Da sie schließen mussten, wurden in Pattaya und im ganzen Land Zehntausende von Menschen arbeitslos.

Es ist dabei auch wichtig, an die Musiker, DJs und Künstler zu denken, die von den Schließungen und Beschränkungen betroffen sind, weil sie normalerweise ihren Lebensunterhalt mit Auftritten und Konzerten als Teil der abendlichen und nächtlichen Unterhaltungsindustrie verdienen. Auch der Veranstaltungs- und Festivalsektor (dazu gehören auch Food-Festivals, nicht nur Musik) wurde in Mitleidenschaft gezogen. Das Gleiche gilt für Theater, Kabarett, Shows, Aufführungen und vieles mehr, wodurch wiederum Tausende und Abertausende arbeitslos geworden sind – ebenfalls mit sehr wenig oder gar keiner finanziellen Unterstützung.

Musiker sind in Thailand sehr angesehen, und im letzten Jahr waren sie es, die das Zentrum für Covid-19 Situationsverwaltung davon überzeugt haben, die Beschränkungen für diesen Sektor zu lockern. Vielleicht können sie auch in Zukunft die treibende Kraft für eine weitere Rücknahme der Beschränkungen sein.

Schließlich unterstützt die Unterhaltungsindustrie so viele „unsichtbare Helden“, an die der durchschnittliche Besucher nicht denkt. Dazu gehören Tausende Wachleute, Zimmermädchen, Barkeeper, Servicekräfte und anderes Personal bis hin zu indirekten Mitarbeitern wie Lebensmittelverkäufer auf der Straße, die auf Publikumsverkehr und Personal angewiesen sind, um ihr Einkommen zu sichern. Verkäufern aller Art von Kleidung, Make-up, Spielzeug usw., Taxifahrer, die die Leute befördern, das Hotel- und Gaststättengewerbe, die Nachtlokale und natürlich all die Unternehmen, die auf Laufkundschaft im Wege des Tourismus angewiesen sind, um ein Einkommen zu erzielen.

All das liegt brach, und man könnte Depressionen bekommen, wenn man darüber länger nachdenkt.

Post source : https://thepattayanews.com/2021/09/10/today-marks-5-months-on-of-a-2-week-closure-of-pattayas-entertainment-industry/

Beiträge