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Baht schlecht bewertet

Baht schlecht bewertet

Gute Nachrichten für in Thailand lebende ausländische Rentner, für Urlauber und für Exporteure: Einst war der thailändische Baht der Top-Performer in Asien, doch nun wurde er zur am schlechtesten bewerteten Währung der Region.

Die „uncharakteristische Minderleistung des thailändischen Baht, macht ihn zum bisher schlechtesten Performer im Jahr 2021“, so die Mizuho Bank in einer Bekanntmachung Ende Juli.

Bis Mai dieses Jahres kamen nur gut 34.000 Touristen nach Thailand, verglichen mit über 39 Millionen im Jahr 2019.

Es werde Thailand „sehr herausfordern“, sich wieder für Touristen zu öffnen, während das Land immer noch mit der Corona-Krise kämpft, sagte Nomuras Chief Asean Economist Euben Paracuelles.

Der thailändische Baht war vor Corona einst die stärkste Währung in Asien. Doch der Baht ist stetig gefallen und ist dieses Jahr die am stärksten betroffene Währung in der Region, so die Mizuho Bank.

Die japanische Bank wies in einer Mitteilung Ende Juli auf eine „uncharakteristische Minderleistung“ des thailändischen Baht hin, die ihn zum bisher schlechtesten Performer im Jahr 2021 mache.

Der thailändische Baht war zu diesem Zeitpunkt um mehr als zehn Prozent gegenüber dem US-Dollar gefallen, wie aus den Daten von Refinitiv Eikon hervorgeht.

Laut Refinitiv ist die thailändische Währung im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen im asiatisch-pazifischen Raum diejenige mit der schwächsten Performance in diesem Jahr. Gegenüber dem US-Dollar wird der japanische Yen um fast sieben Prozent niedriger bewertet, der malaysische Ringgit fiel um fünf Prozent, während der australische Dollar seit Jahresbeginn um 4,43 Prozent gefallen ist.

„Der thailändische Baht als eindeutiger und signifikanter Nachzügler lässt sich nicht mit Thailands solidem (wenn auch vermindertem) Leistungsbilanzüberschuss oder der relativ niedrigen Inflation vereinbaren“, schrieb Vishnu Varathan, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Strategie bei der Bank.

Vor der Corona-Krise im Jahr 2019 gab es Bedenken über den erstarkenden thailändischen Baht, der durch einen großen Handelsüberschuss gestützt wurde. Der starke Baht war für Urlauber und Expats ein Dauerthema. Eine starke Währung macht zudem die Exporte des Landes teuer, wodurch die Produkte auf internationalen Märkten weniger attraktiv sind.

Tourismusrückgang trifft

Dennoch kann die Minderleistung der asiatischen Währung in diesem Jahr nicht allein auf die Corona-Krise geschoben werden, wenn man bedenkt, dass die Auswirkungen der Delta-Variante auf den Rest der Region „weitaus düsterer“ seien, so Varathan.

Varathan wies darauf hin, dass der starke Rückgang der Touristenzahlen die „Corona-Zerstörung“ der thailändischen Wirtschaft vervielfacht hat.

Laut Daten des Tourismusministeriums sowie der Weltbank kamen bis Mai dieses Jahres Thailand nur gut 34.000 Touristen nach Thailand, verglichen mit über 39 Millionen im Jahr 2019.

Thailand ist für das Wirtschaftswachstum stark auf Gelder aus dem Tourismus angewiesen. Die Einnahmen machten vor Corona – je nach Rechnung – zwischen elf und 15 Prozent des thailändischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

Weniger Touristen bedeuten auch eine geringere Nachfrage nach dem thailändischen Baht.

„Die schiere Kraft dieses ‚Tourismus-Multiplikators’ bedeutet, dass er die entscheidende Bremse für den thailändischen Baht bleibt“, sagte Varathan.

„Weitere ‚Varianten-Risiken’ und damit einhergehende Verzögerungen bei der Wiederaufnahme des Tourismus werden weiterhin eine klare und gegenwärtige Bedrohung für den thailändischen Baht darstellen“, sagte er und bezog sich dabei auf neue Corona-Mutanten.

„Sehr herausfordernd“

Thailands übermäßige Abhängigkeit vom Tourismus wird für das Land eine „sehr große Herausforderung“ sein, da es versucht, sich wieder für Touristen zu öffnen, während es immer noch mit Corona kämpft, sagte Euben Paracuelles, Chief ASEAN Economist von Nomura.

Damit ist es bislang nicht wirklich gut gelaufen. Im Juli begann Thailand das sogenannte „Sandbox“-Pilotprojekt in Phuket, bei dem Touristen das Urlaubsziel ohne Quarantäne besuchen können. Aber noch im selben Monat wurden über 90 Corona-Fälle auf der Insel registriert – sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen.

Der Mord an einer Schweizer Touristin Anfang August hat auch nicht gerade das Vertrauen in Thailand vergrößert.

„Ich denke, dass es ein sehr großer Kampf sein wird, um wieder öffnen zu können, und sie haben sehr ehrgeizige Ziele, sie wollen das Land bis Oktober wieder vollständig öffnen. Ich denke, das ist wahrscheinlich zu ehrgeizig, wahrscheinlich wird das nicht passieren“, sagte Paracuelles.

„Und da Thailand so sehr auf den Tourismus angewiesen ist, denke ich, dass der Antrieb und die Erholung für die Wirtschaft vor allem von dort kommen werden.“

Post source : https://www.cnbc.com/2021/07/26/asian-currencies-thailand-covid-lack-of-tourism-hit-thai-baht.html

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