Header Banner
Header Banner
Header Banner

Geisterbahn Big C

Geisterbahn Big C

Ein Freund rief mich an und sagte, er werden vorläufig nicht mehr ins Big C gehen. Das mache ihn depressiv.

Ich wusste gar nicht, was er meinte. Irgendwie war die Nachricht an mir vorbei gegangen, dass bei dem aktuellen Lockdown bis auf Supermärkte und Apotheken ausnahmslos alle Geschäfte in Einkaufszentren schließen müssen.

Was mir mein Freund beschrieben hatte, sah ich mir denn mit eigenen Augen an. Weil ich es nicht glauben konnte. Was ich dann sah, machte wirklich depressiv.

Food Court: verwaist. Beim letzten Lockdown war das Hinsetzen verboten, man konnte zumindest Essen zum Mitnehmen bestellen. Das geht nun nicht mehr. Auch alle Restaurants, Cafés, Eisdielen und Schnellimbisse haben geschlossen. Essen zum Mitnehmen gibt es nicht, man kann weder einen Donut kaufen noch ein Eis.

Die Stände, die in den Gängen von Big C allerlei verkaufen: geschlossen und mit blauen Planen verhüllt. Home Pro ist ebenso geschlossen wie die Banken, die Telefonläden – auch die Filialen der Internetanbieter. Außer dem Supermarkt Big C hat lediglich eine Apotheke geöffnet.

Was für ein Trauerspiel! Ich war auch so gut wie allein unterwegs, weil offenbar doch viele Leute einen Big-C-Besuch dafür nutzen, in ein Café oder Restaurant zu gehen. Da dies nicht mehr möglich ist, bleiben sie weg. Übrig sind nur ein paar verlorene Figuren, die wie Geister durch die Hallen huschen.

Post source : Axel Schönberger

Beiträge