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Ich bin ein Superheld

Ich bin ein Superheld

Sicherlich bin ich nicht mehr der einzige, dem das Thema Corona aus den Ohren herauskommt. Corona wird von den Medien derartig hochgespielt und überdreht dargestellt, dass sich die Nachrichten regelmäßig überschlagen. Wenn man glaubt, was die Medien einem servieren, dann ist der Inder schon ausgestorben, den geimpften Engländer und den ungeimpften Deutschen wird dieses Schicksal auch bald ereilen und in Thailand stapeln sich die Toten auf den Straßen.

Ich komme mir vor, wie ein Superheld, weil ich schon so viele von den Medien für Auflagen und Klicks übertrieben dargestellte „Katastrophen“ unversehrt überlebt habe. Wie habe ich das nur geschafft?

Die erste Katastrophe, an die er sich erinnern kann, ist die Ölkrise. Als ich noch ein Kind war, hatten erdölexportierende Länder den Ölhahn zugedreht, was zu Fahrverboten führte, damit kostbarer Sprit gespart wurde. Seitdem heißt es alle Nase lang, dass es schon sehr bald kein Öl mehr geben wird und dass dies – da die Menschheit unvorbereitet auf dieses Ereignis ist – das Ende der Menschheit bedeutet. Doch die Quellen versiegen nicht und das Öl wird immer billiger, obwohl es doch angeblich immer knapper wird.

Die nächste sich anbahnende Katastrophe war eine neue Eiszeit. Das ist in einer Zeit, in der alle damit rechnen, morgen vor Hitze zu verglühen, nur noch schwer vorstellbar. Aber als es ein paar harte Winter in Folge gab, schlugen Wissenschaftler Alarm und sagten, die nächste Eiszeit stehe vor der Tür. Die Menschheit werde erbärmlich verhungern oder erfrieren oder beides. Die Medien sprangen darauf an, zeigten Bilder aus Polarregionen und von Schneestürmen und behaupteten, in wenigen Jahren werde es auf der ganzen Welt so aussehen wie am Südpol.

Die nächste Katastrophe ereilte mich als Jugendlicher. Saurer Regen tötete die Wälder. Das Wort „Waldsterben“ schaffte es sogar in den englischen Sprachschatz. Mein Vater pflegte zu mir zu sagen, wir sollten doch im Schwarzwald Urlaub machen, so lange der noch stehe. Jetzt steht der Schwarzwald immer noch, der saure Regen war so schlimm nicht, falls es ihn überhaupt gegeben hat, und das Waldsterben ist kein Thema mehr.

Als ich das Waldsterben knapp überlebt hatte, brachen weitere Katastrophen über die Menschheit herein. Inzwischen war er ich ein junger Mann, aber meines Lebens nicht sicher.

In der Sowjetunion explodierte ein Kernkraftwerk, das, wenn man den Medien glauben wollte, mit seiner Strahlung die gesamte Ukraine vernichtete. Dann würde sich die Strahlung anschicken, Europa zu entvölkern. Wer während eines Regengusses außer Haus ging, würde an Krebs erkranken und schnell sterben, weil sich radioaktive Teile an Regentropfen hafteten. Spielplätze wurden gesperrt, weil der Sand radioaktiv gewesen sein soll. Es wurde davor gewarnt, Milch zu trinken, weil sich in der Kuhmilch radioaktive Elemente anreicherten. Die Medien überschlugen sich mit immer neuen Hiobsbotschaften, die den vermeintlichen Untergang der Europäer, wenn nicht der Menschheit ankündigten. Ich kann mich noch erinnern, wie ich einmal nach dem Unglück in einen Regenschauer kam ohne einen Schirm dabei zu haben …

Die Bauern, die schon mit ihrer Kernkraftwerksmilch schlechte Karte hatten, wurden gleich noch mal Verlierer, weil ihre Rindviecher an einer Erkrankung litten, die das Hirn auffraß bzw. dieses in Matsch verwandelte. Diese Kühe konnten nicht mehr richtig laufen und sahen recht jammervoll aus. Sogenannte Experten und natürlich die Medien warnten davor, dass Menschen ebenfalls BSE, so hieß diese Erkrankung, bekommen würden, wenn sie Fleisch einer an BSE erkrankten Kuh essen würden. Die Panik war groß, niemand wollte mehr Rindfleisch haben, und im Fernsehen liefen Bilder hoch und runter, die Kühe mit dieser Mad Cow Disease, so nannten die Engländer das, zeigten. Da konnte einem wirklich der Appetit vergehen.

Nachdem niemand an BSE gestorben war, schossen sich die Medien auf ein neues Thema ein. Diesmal wurde die Sonne zum Feind. Die Atmosphäre hielt die gefährliche UV-Strahlung ab, doch über der Antarktis tat sich ein riesiges Loch in der Atmosphäre auf. Das Ozonloch bedrohte die Australier, die alle an Hautkrebs sterben würden, so die Medien. Als nächstes würden alle Menschen auf der Südhalbkugel sterben und schließlich die gesamte Menschheit, weil das Ozonloch sich auch über der Arktis ausbreitete und schließlich den Äquator erreichen würde.

Als ich das überlebt hatte, kamen zur Abwechslung Viren ins Spiel. Wissenschaftler mit den Medien im Schlepptau sagten voraus, dass das neu entdeckte Aids-Virus die gesamte Menschheit binnen weniger Jahre ausrotten würde. Als das nicht klappte, hieß es, dass das in Afrika grassierende Ebola-Virus diesen Job übernehmen würde.

Es gab noch andere Katastrophen, denen ich nur um Haaresbreite entkommen war. Da es so viele waren, kann ich mich nicht mehr an alle erinnern.

Da war noch der Y2K-Bug. Alle Computer würden in die Knie gehen und nicht mehr funktionieren, weil sie mit der Jahreszahl 2000 bzw. „00“ nichts anfangen konnten. Doch als das Datum von 311299 auf 010100 wechselte und die Lichter im hoch technisierten Japan nicht ausgingen, wurde mir klar, dass die Medien wieder einmal Panikschleudern gewesen waren. So wie immer.

Und das hat sich auch bei Corona nicht geändert.

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