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Sport stärkt das Immunsystem

Sport stärkt das Immunsystem

Seit unserer Kindheit wurde uns eingebläut, dass Bewegung gut für die Gesundheit ist. Die Aufforderung zu Bewegung und Leibesübungen, wie es früher hieß, wurde auch staatlich gefördert.

Lange vor den modernen Fitnessstudios gab es damals die guten alten Trimm-dich-Pfade. Die waren in vielen Waldgebieten oder Parks zu finden. Bei einem Spaziergang, der sowieso schon gesund ist, konnte man zusätzlich etwas für die Gesundheit tun.

Zur Massenbewegung wurde Fitness, als die Schauspielerin Jane Fonda Anfang der 80er Jahre Airobic promotete und weltberühmt machte. Danach gab es kein Halten mehr. Airobic-Kurse wurden quasi überall angeboten, auch gab es immer mehr Sport- und Fitnessstudios.

Dann kam Corona. Und – wie bei Corona so üblich – werden auch in Bezug auf Sport Aussagen plötzlich ins Gegenteil verkehrt. Was früher gut war, ist jetzt schlecht. Soziale Kontakte sind gut für den Menschen. Jetzt heißt es: soziale Distanzierung ist gut. Aus dem Haus gehen ist gut für den Menschen. Jetzt heißt es: lieber zu Hause bleiben. Sport ist gut für den Menschen. Jetzt heißt es: besser auf dem Sofa lümmeln und nichts tun.

Das ist der Gesundheit und dem Körper natürlich nicht dienlich. Das Herz sollte zumindest eine Stunde pro Tag etwas zu tun bekommen. Sport stärkt das Immunsystem – soziale Kontakte und der Aufenthalt im Freien übrigens auch. Aber alle Forschungsergebnisse der Humanmedizin scheinen seit Corona kaum noch Beachtung zu finden.

Politik und Medien machen den Leuten Fitness madig. Dabei ist es doch lebenswichtig! So unattraktiv das Training während Corona auch sein mag, angesichts der Maßnahmen und Einschränkungen sollte man ab und zu die Laufschuhe aus dem Schrank holen.

Einer Studie zufolge sind körperliche inaktive Menschen von einem höheren Risiko bedroht, an Covid-19 zu sterben als Leute, die Sport treiben.

Die im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Studie untersuchte fast 50.000 Erwachsene in den USA mit bestätigter Corona-Infektion zwischen Januar und Oktober 2020.

Die Forscher stellten fest, dass Corona-Patienten, die in den zwei Jahren vor der Infektion durchweg sportlich inaktiv waren, häufiger ins Krankenhaus eingeliefert wurden, eine Intensivpflege benötigten und auch häufiger an Covid-19 starben als Patienten, die die Richtlinien für körperliche Aktivität konsequent eingehalten hatten.

Was bedeutet nun körperliche Aktivität. Das US-Gesundheitsministerium hat eine Richtlinie herausgegeben, nach der pro Woche 150 bis 300 Minuten körperlicher Aktivität mittlerer Intensität empfohlen wird. Das wären täglich rund 20 bis 45 Minuten. Bei hoher Aktivität werden wöchentlich 75 bis 150 Minuten empfehlen, pro Tag wären das zehn bis 20 Minuten.

Die Studie ergab auch, dass selbst uneinheitliches Training die Wahrscheinlichkeit eines schweren Covid-19-Verlaufs senkt.

Studienautor Robert Sallis fasste die Binsenweisheit, dass Sport gesund ist, noch einmal mit folgenden Worten zusammen: „Das ist ein Weckruf für die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils und insbesondere körperlicher Aktivität. Menschen, die regelmäßig Sport treiben, haben die beste Chance, Covid-19 zu besiegen, während Menschen, die inaktiv sind, viel schlechter abschneiden.“

Von allen Covid-19-Patienten wurden 8,6 Prozent ins Krankenhaus eingeliefert, 2,4 Prozent kamen auf die Intensivstation und 1,6 Prozent starben.

Die Studie ergab, dass die Leute, die durchweg sportlich inaktiv waren, eine 1,73-mal höhere Wahrscheinlichkeit für die Aufnahme auf die Intensivstation und ein 2,49-mal höheres Sterberisiko als Patienten hatten, die durchweg sportlich aktiv waren. Bei den Inaktiven war es auch zu 73 Prozent wahrscheinlicher, dass sie eine Intensivpflege benötigen. Sie sind zweieinhalb Mal häufiger an der Infektion gestorben.

In der Studie wurde auch untersucht, wie andere potentiell einflussreiche Faktoren wie Rasse, Alter, Geschlecht und zugrunde liegende Erkrankungen die Ergebnisse beeinflussten. Dabei wurde jedoch festgestellt, dass körperliche Inaktivität ein stärkerer Risikofaktor ist als jede zugrunde liegende Erkrankung oder andere Faktoren mit Ausnahme von Alter und erfolgten Organtransplantationen.

„Tatsächlich war körperliche Inaktivität der stärkste Risikofaktor verglichen mit den häufig genannten einschließlich Rauchen, Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs“, betonten die Forscher in ihrem Bericht.

Obwohl zuvor mehrere Risikofaktoren für schwerwiegende Covid-19-Erkrankungen genannt wurden, gehörte körperliche Inaktivität merkwürdigerweise bislang nicht dazu – obwohl es doch ein gemeinhin bekannter allgemeiner Risikofaktor ist, wenn man keinen Sport treibt.

„Was mich an dieser Studie am meisten überraschte, war die Größe des Zusammenhangs zwischen Inaktivität und schweren Covid-19-Erkrankungen“, sagte die Co-Autorin der Studie, Deborah Rohm Young. „Selbst als wir Variablen wie Fettleibigkeit und Rauchen in die Analyse einbezogen haben, hat sich immer noch herausgestellt, dass es die sportliche Inaktivität war, die zu einem höheren Risiko führte, was Einlieferung ins Krankenhaus, Verlegung auf die Intensivstation oder Tod betrifft.

Es muss allerdings erwähnt werden, dass sich die Studie auf die eigene Einschätzung der körperlichen und nicht wirklich gemessenen Trainingsintensität der Patienten stützt. Dennoch steht fest, dass körperliche Aktivität das Risiko verringert, an Covid-19 zu erkranken bzw. einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.

Infolgedessen schlagen Forscher vor, dass regelmäßige körperliche Aktivität die „wichtigste Einzelmaßnahme sein könnte, die man ergreifen kann, um schwere Covid-19-Erkrankungen und Komplikationen einschließlich des Todes zu verhindern.“

Sallis fügte abschließend hinzu: „Bewegung ist Medizin, die jeder einnehmen sollte – besonders in Zeiten von Corona. Gehen Sie fünf Tage die Woche je 30 Minuten täglich bei mäßigem Tempo – und das gibt Ihnen eine enorme Schutzwirkung gegen Covid-19.”

Nach alledem muss man sich natürlich schon fragen, weshalb Regierungen meinen, Fitnessstudios (in Thailand und Deutschland) und Parks (Thailand) zu schließen bzw. zu sperren sowie einen Maskenzwang einzuführen (teils in Deutschland, überall in Thailand) und es den Menschen auf diese Weise äußerst schwierig machen, sich sportlich zu betätigen.

Post source : https://www.forbes.com/sites/mishagajewski/2021/04/13/physical-inactivity-linked-to-more-severe-covid-19-infection-and-death/

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