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Der Impfpass-Schwindel

Der Impfpass-Schwindel

Da Ausländer in Thailand und auch Thais, die nicht als Risikofälle eingestuft werden, derzeit keine Corona-Impfung erhalten können, nutzen Betrüger und Schwindler die Situation aus.

Zwei Auswanderer äußerten sich darüber, was ihnen zugestoßen ist. Es darf bezweifelt werden, dass es sich bei den beiden Herren um Einzelfälle handelt.

Harold G., ein 66 Jahre alter Rentner, sagte, er habe einen Anruf erhalten, der angeblich aus einem bekannten Krankenhaus in Pattaya stammte. Man sagte ihm, dass es bald einen großen Andrang geben würde. Dies sei aber kein Problem, er könne sofort geimpft werden.

„Mir wurde gesagt, dass ich den Impfstoff auswählen könnte, einschließlich des soeben von den thailändischen Gesundheitsbehörden zugelassenen Impfstoffes von Johnson und Johnson, bei dem eine Injektion reicht.“

  1. wurde daraufhin darauf hingewiesen, dass mit einer einmaligen Zahlung von 25.000 Baht nicht nur die Impfung und eine Impfbescheinigung, sondern auch eine spätere Aufnahme in den digitalen Pass sichern würde. Das wäre ohnehin notwendig, da die Immigration solche Sicherheitsmaßnahmen ab Anfang nächsten Jahres für die Erneuerung des Visums obligatorisch machen würde.

(Um das klarzustellen: Das entspricht nicht der Wahrheit, da die Immigration sich diesbezüglich nicht geäußert hat.)

Der Expat gab dem Telefon-Betrüger dann seine Kreditkartendaten. Die Karte wurde dann verwendet, 35.000 Baht an ein Möbelgeschäft auf den Philippinen zu überweisen. Einen weiteren Kontakt mit dem Anrufer gab es nicht und daher auch keine Impfung.

Er meldete die Angelegenheit der Polizei und erhielt einen schriftlichen Bericht in thailändischer Sprache. Ein Dienst habender Beamter sagte, der eingehende Anruf stamme von einer „toten“ Nummer, möglicherweise von einem gestohlenen Handy, und fügte hinzu, dass Telefonbetrug ein weltweites Problem sei.

Frank M., 58 Jahre, aus den USA stammend, sagte, er habe das Dark Web durchsucht und Hunderte von Websites entdeckt, auf denen mehr oder weniger jeder Corona-Impfstoff für rund 600 US-Dollar zertifiziert werden könne. Er sagte, er habe innerhalb von wenigen Minuten ein Zertifikat für den AstraZeneca-Impfstoff erhalten, das ordnungsgemäß abgestempelt und mit einer gefälschten Unterschrift eines medizinischen Beraters in Pattaya versehen worden war.

Computer-Guru Kevin Smythe bestätigte, dass das Dark Web absolut alles verkauft, ob illegal oder nicht.

„Der Wunsch, dass Kunden anonym bleiben, ist für viele attraktiv, aber es gibt absolut keine Garantie und keine Sicherheit in Bezug auf den Kauf.“ Er fügte hinzu, dass die Erstellung gefälschter Unterlagen in Pattaya ein ernstes Problem darstelle, wie man bei der jüngsten Verhaftung von Russen und Chinesen sehen könne, die gefälschte Einkommensnachweise zum Verkauf anboten, mit denen dann das Jahresvisum erneuert wurde.

Marion Quigley, Sprecherin des Passport Health Trust, sagte, dass sogar digitale Impfpässe, die mithilfe von QR-Codes, manchmal mit Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung, mehrschichtige Sicherheit auf einem Mobiltelefon bieten, verdächtig seien.

„Das Problem bei Impfpässen ist, dass sie sich nur auf den aktuellen Status der Person konzentrieren. Sie geben keine Auskunft darüber, ob und wie lange diese geimpfte Person immun für zukünftige Erkrankungen ist. Sie sagen nichts darüber aus, ob diese Person gegen neue Stämme resistent ist und ob sie die Infektion an Dritte weitergeben kann.“

Da Thailand die Quarantäne für geimpfte Besucher stufenweise abbauen und schließlich ganz abschaffen will, wird das in naher Zukunft noch ein wichtiges Thema werden.

Post source : https://www.pattayamail.com/news/vaccine-passport-skullduggery-highlighted-in-pattaya-348946

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