Header Banner
Header Banner
Header Banner

Der Tod kommt ohne Führerschein

Der Tod kommt ohne Führerschein

Fast die Hälfte aller Motorradfahrer hat keinen Führerschein – und durchschnittlich sterben pro Stunde fast zwei Motorradfahrer auf Thailands Straßen.

Da die Zahl der in Thailand gekauften und verwendeten Motorräder explodiert ist, steigt auch die Zahl der Menschen, die sie ohne Führerschein fahren und auf den Straßen sterben.

Thailand hat im Straßenverkehr eine der schlimmsten Pro-Kopf-Todesraten der Welt. Pro Jahr sterben auf Thailands Straßen zwischen 20.000 und 25.000 Menschen, bis zu 80 Prozent von ihnen sind Motorradfahrer. Jedes Jahr müssen sich eine Million Thais wegen Verletzungen, die sie sich bei Verkehrsunfällen zugezogen haben, ärztlich behandeln lassen.

Eine führende Verfechterin der Verkehrssicherheit forderte den thailändischen Premierminister auf, einem Sechs-Punkte-Plan zu folgen. Mit diesem könnten pro Jahr fast 4000 jungen Menschen das Leben gerettet werden.

Dr. Chaimaiphan Santikan, ehemalige WHO-Beraterin in Asien, beschäftigt sich mit der Verkehrsicherheit von Motorrädern. Auf einer Veranstaltung berichtete sie über den Stand der Dinge.

Sie sagte, dass in Thailand pro Jahr eine Million Motorräder zugelassen werden, und es aktuell 21 Millionen Motorräder gebe – das seien mehr als doppelt so viele wie Autos.

Vor 18 Jahren starb durchschnittlich ein Motorradfahrer pro Stunde. Jetzt sterben fast zwei Motorradfahrer pro Stunde – einer alle 35 Minuten.

Sie sagte, dass zwischen 2011 und 2019 26.126 Kinder und Jugendliche starben, die mit einem Motorrad unterwegs waren.

Sie schätzte die Zahl der Todesopfer unter Jugendlichen in den kommenden zehn Jahren auf 40.000, wenn nichts unternommen wird.

Früher sei das Ertrinken die Todesursache Nummer eins bei Kindern unter 15 Jahren gewesen – jetzt habe Fahren mit Motorrädern gleichgezogen.

Besonders besorgniserregend sind das Fehlen von Sicherheitsspezifikationen für Motorräder, das Fehlen eines Führerscheins, einer schlechten Ausbildung für Fahranfänger, unübersichtliche oder fehlende Vorschriften, wer welches Motorrad fahren darf, sowie Straßen ohne Motorradwege.

Sie sagte, dass Motorradfahrer gesetzlich dazu gezwungen sind, auf den Straßen links zu fahren – wie auch Lastwagen und Busse. Das führe dazu, dass unachtsame Fahrer aufgrund von Aerodynamik, Zugluft und Windschatten unter die Räder der größeren Fahrzeuge gesaugt werden.

Dr. Chamaiphan hat dem thailändischen Premierminister General Prayuth Chan-ocha einen Sechs-Punkte-Plan übermittelt, mit dem das Problem der Motorradsicherheit vorrangig angegangen werden soll.

Sie fordert unter anderem die Änderung von Gesetzen und Vorschriften, eine häufigere Verwendung von Helmen und Änderungen der Motorradspezifikationen sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Nicht kritisiert wurde indes die mangelnde Durchsetzung der Straßenverkehrsregeln durch die Polizei. Das dürfte ein wesentlicher Teil des Problems sein. So lange das nicht angemessen angegangen wird, werden wohl alle Maßnahmen zur Begrenzung des blutigen Gemetzels auf thailändischen Straßen zum Scheitern verurteilt sein.

Post source : https://forum.thaivisa.com/topic/1211581-thailand-road-carnage-nearly-half-of-all-bikers-dont-have-a-licence-almost-two-dead-per-hour/

Beiträge