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Hungrige Elefanten

Hungrige Elefanten

Fünf Elefanten und ihre Besitzer konnten nicht länger auf die Rückkehr ausländischer Touristen nach Pattaya warten. Das Geld wurde knapp, die Elefanten wären auf Dauer verhungert. Daher entschlossen sich deren Besitzer, einen 500 Kilometer langen Marsch zurück nach Surin zu unternehmen.

Mit Pick-ups vorne und hinten zum Schutz verließen die Dickhäuter, ihre Mahouts und Familienmitglieder am 6. April ihr Lager am Mabprachan Lake, um die lange Heimreise anzutreten.

Napalai Mai-ngam (26), sagte, sie und ihre Familie seien vor fünf Jahren aus dem Isan nach Pattaya gekommen, um in einem Elefanten-Camp in Huay Yai zu arbeiten. Sie verdienten nicht schlecht. Dafür, dass sie auf ihren Elefanten reitende Touristen rund um den See führten, erhielten sie monatlich 15.000 Baht zuzüglich Trinkgelder der Touristen aus aller Welt.

Doch bekanntlich beendete die Corona-Krise vor über einem Jahr den ausländischen Tourismus. Das Camp zahlte keine Gehälter mehr, und die Mahouts versuchten ihr Bestes, um zu überleben und die Tiere zu ernähren.

Da Thailand seine Tore für den internationalen Tourismus jedoch erst frühestens im Oktober öffnen wird, hat Napalais Familie beschlossen, die Elefanten zurück in den Nordosten zu bringen.

„Wir können nicht mehr in Pattaya leben, weil wir kein Geld haben“, sagte sie. „Also beschlossen wir, in unsere Heimatstadt in Surin zurückzukehren, um dort Landwirtschaft zu betreiben. Wir wissen nicht, wie unsere Zukunft aussehen wird.“

Weil sie sich keine schweren Lastwagen für den Transport der Elefanten leisten konnten, machten sie sich am morgen des 6. April zu Fuß auf den Weg. Napalais Familie hoffte, dass die Bullen und Kühe sich ernähren könnten, indem sie an Straßenrändern grasten.

Sie rechnete damit, dass es zwei Wochen dauern würde, bis sie den gesamten Weg nach Hause zurückgelegt hatten, bevor sie im Bezirk Tha Tum in der Provinz Surin ankamen.

Napalai dankte den Dorfbewohnern, die Obst, Essen und Trinkwasser gespendet hatten, und fügte hinzu, dass einige großzügige Leute sogar schon nach ihrer Kontonummer gefragt hatten, um Geld zu spenden. Sie lehnte jedoch ab und sagte, sie wolle nicht, dass die Mahouts wie Bettler dastünden.

Dann gab es eine gute Nachricht und die traurige Geschichte nahm ein glückliches Ende.

Schon drei Tage später, am 9. April, haben die Thai Elephant Alliance und ein großzügiger anonymer Spender sechs Lastwagen zur Verfügung gestellt, um die fünf Elefanten sowie einen weiteren Dickhäuter aus dem Raum Pattaya nach Surin und Burirum zu transportieren.

Einer der Elefantenbesitzer, Bancha Homean (26), bedankte sich bei der Thai Elephant Alliance, die dies ermöglichte, und seiner Familie, seinen Freunden und den sechs Elefanten half, den mehrwöchigen Marsch in die Heimatprovinz zu vermeiden.

Die Mahouts meinten, sie behandelten ihre Elefanten wie Familienmitglieder, viele von ihnen haben ihr ganzes Leben lang mit den Elefanten gearbeitet. Sie sagten nochmals, sie würden in Surin wieder Landwirtschaft betreiben. Unterdessen könnten die Elefanten dort die Natur zu genießen und sich in einer geräumigen Umgebung entspannen, die ihr neues Zuhause werden würde.

Auf die Frage, ob sie nach Pattaya zurückkehren wollten, wenn denn Touristen später in diesem Jahr ohne Quarantäne zurückkehren durften, waren die Mahouts unverbindlich. Sie sagten nur, dass sie ein Jahr lang ums Überleben gekämpft hatten. Daher sei es an der Zeit für sie und vor allem für die Elefanten, eine Pause einzulegen.

Post source : https://www.pattayamail.com/news/unable-to-wait-for-tourists-5-elephants-walk-back-home-from-pattaya-to-isan-350121 https://thepattayanews.com/2021/04/10/kind-anonymous-donor-and-thai-elephant-alliance-helps-unemployed-mahouts-and-their-elephants-get-home-to-surin-and-buriram-from-pattaya/

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