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Um den Schlaf gebracht

Um den Schlaf gebracht

Wenn man auf Deutschland blickt, ist man um den Schlaf gebracht. Es kann durchaus sein, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, wenn man mitten im Wald lebt. Wenn man aber am Waldrand steht und in den Wald hinein blickt, sieht man vielleicht Dinge, über die sich die Waldbewohner gar nicht bewusst sind.

Nehmen wir doch beispielsweise Gesundheitsminister Jens Spahn. Ich kann mich daran erinnern, dass in der Vergangenheit Politiker zurückgetreten sind, weil sie vielleicht etwas von unlauteren Vorgängen gewusst haben könnten. Herr Spahn allerdings klebt an seinem Sessel, als ob er immer eine Familienpackung Sekundenkleber dabei hat. An Rücktritt denkt der Patex-Minister jedenfalls nicht. Und kaum einer murrt, die Mainstream-Medien schon gar nicht. Daher kann er sich wohl alles erlauben.

Herr Spahn sagte einst, man solle nicht so viel testen, denn sonst könnte es zu viele sogenannte falsch-positive Ergebnisse geben. Gut ein halbes Jahr später testet sich Deutschland dumm und dämlich. In einigen Gebieten und Orten soll man ohne vorherigen Test nicht mehr einkaufen dürfen – ausgenommen Supermärkte und Apotheken. In Schulen sollen sich die Schüler vor dem Unterricht testen.

So steigt natürlich die Zahl der positiven Tests. Infiziert sind die Leute noch lange nicht, auch wenn es so in den Medien verbreitet wird. Und krank sind die Menschen erst recht nicht. Was ist das denn für eine Krankheit, bei der erst ein Test verrät, dass man krank ist? Also, wenn ich einen Schnupfen oder Halsschmerzen habe, dann weiß ich das auch ohne Test.

Wie ging es denn weiter mit Herrn Spahn? Der hatte doch nach dem Lockdown vor einem Jahr gesagt, der Lockdown sei ein Fehler gewesen. Es werde keinen zweiten Lockdown geben – und schwuppdiwupp – ein paar Monate später: Lockdown. Der zweite Lockdown wurde noch nicht aufgehoben, da wird schon der dritte Lockdown eingeläutet – inklusive nächtlichen Ausgangssperren in einigen Regionen wie beispielsweise Hamburg. Und jetzt soll der totale Lockdown kommen, der Holzhammer-Lockdown, bei dem die Leute auch tagsüber die Wohnung nicht verlassen dürfen.

Aber bleiben wir noch bei Herrn Spahn, auch wenn es auf Dauer anstrengend wird. Er hatte gesagt, das Virus lasse sich an geschlossenen Grenzen nicht aufhalten. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel bei anderer Gelegenheit gesagt, die Grenzen können nicht überwacht werden. Und wieder – schwuppdiwupp – wurden die Grenzübergänge geschlossen. Plötzlich ließ sich das Virus dann doch aufhalten und die Grenzen doch überwachen.

Davor und danach folgte das leidige Maskenthema, das einfach niemand mehr hören kann und will. Schützen sie? Ja oder nein? Erst hieß es, sie schützen nicht. Dann hieß es, sie schützen doch. Dann hieß es, ein Stofflappen hilft. Dann hieß es, ein Stofflappen nutzt nichts. Dann hieß es, chirurgische Masken seien in Ordnung, dann hieß es, es sollen FFP2-Masken sein.

Das Schlimme an alledem ist, dass die meisten Deutschen – und alle Mainstream-Medien – die Regierung bejubeln und offenbar gar nicht bemerken, wie sie hier veräppelt werden.

Für Deutsche mag es sicher auch wie Science Fiction klingen, wenn man ihnen sagt, dass es so etwas wie „Inzidenz“ in Bezug auf Corona in Thailand gar nicht gibt. Der R-Wert spielt auch keine Rolle.

Aber in Deutschland werden diese Werte aus dem Zusammenhang gerissen und dann auf diesen basierend politische Entscheidungen gefällt, damit das Virus „besiegt“ (O-Ton Merkel) werden kann.

Wie im Mittelalter ziehen sich die Leute hinter die Stadtmauer zurück, schließen die Tore und harren dessen, was da so kommt. Das hat schon bei der Pest nicht funktioniert – sie löschte ein Drittel der Bevölkerung aus – und das Einigeln wird jetzt erst recht nicht funktionieren.

Es ist auch schon ein Reiseverbot im Gespräch. Und eine Grundgesetzänderung, um Einschränkungen von Bürgerrechten (nachträglich?) verfassungskonform zu machen.

Wenn das so weitergeht, wird sich Frau Merkel in Deutschland bald wie zu Hause fühlen. Sie schläft abends in der Bundesrepublik ein und denkt am nächsten Morgen beim Aufwachen, sie sei zu Hause in der DDR: Abgeschaffte Bürgerrechte. Ausreiseverbot. Sozialismus. Planwirtschaft.

Früher wurde im Bundestag entschieden, wie die Politik eines Landes aussieht. Diese Entscheidungsbefugnis wurde mit dem Infektionsschutzgesetz abgeschafft, das böse Zungen „Ermächtigungsgesetz“ nennen.

Frau Merkel entschied nach Aushebelung des Bundestages zusammen mit den Ministerpräsidenten in der sogenannten Ministertpräsidentenkonferenz über die weiteren Anti-Corona-Maßnahmen. Doch als Ende März einige Ministerpräsidenten aus der Reihe tanzten, erteilte Frau Merkel ihnen einen Rüffel und drohte damit, dass zukünftig alle Entscheidungen vom Bund getroffen werden.

Das bedeutet das Ende des Föderalismus, alles wäre in Frau Merkels Hand, sie hätte damit alle Macht in ihren Händen und jeder müsste nach ihrer Pfeife tanzen.

Post source : Walter Weiß

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