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Der Goldschatz in der Höhle

Der Goldschatz in der Höhle

Japanische Soldaten sollen im Zweiten Weltkrieg in einer Höhle in den Bergen von Sukhothai einen Schatz versteckt haben. Solche Legenden oder Gerüchte könnten einen Goldrausch auslösen.

So wurde jahrelang erzählt, dass in den Bergen von Kanchanaburi ein Goldschatz liegt. Der „Goldrausch“ dauerte von 1995 bis 2001, und der bekannteste „Jäger des verlorenen Schatzes“ war Chaowarin Latthasaksiri, ehemalige Abgeordneter der Phuea Thai Party für Ratchaburi. 2001 behauptete der ehemalige stellvertretende Bildungsminister, er habe einen Schatz aus dem Zweiten Weltkrieg im Wert von Milliarden von Dollar entdeckt, den die japanische Armee in einer Höhle nahe der Grenze zu Burma versteckt und zurückgelassen hatte.

Die Behauptung soll den damaligen Premierminister Thaksin Shinawatra dazu gebracht haben, mit dem Hubschrauber zur angegebenen Stelle zu fliegen – nur um mit leeren Händen, aber einem roten Gesicht aus der Höhle wieder aufzutauchen.

Jetzt lebt die Legende um das angebliche historische Gold wieder auf. Diesmal aber soll sich der Schatz in Sukhothai befinden, wo ein Bewohner einen Lokalreporter auf eine Tour durch eine der Höhlen geführt hat. Hier haben japanische Soldaten im Zweiten Weltkrieg vermutlich ein System von Kammern gebaut, die unerforscht sind – und hier sollen sie ihre Schätze versteckt haben.

Der 64 Jahre alte Kliang sagte, seine Faszination für das Kriegsgold habe als kleiner Junge begonnen, als sein Großvater ihm verbot, in die Höhle zu gehen, um das zu sammeln, was er für vergrabene Gegenstände aus der Antike hielt.

Sein Großvater sagte, wenn es etwas Wertvolles gäbe, hätten die japanischen Soldaten das doch mitgenommen.

Er erzählte dem jungen Kliang, dass die Soldaten am Bahnhof Sawankalok Tonnen Gold abgeladen und mit Hilfe von Elefanten und vor Kutschen gespannte Ochsen auf den Berg gebracht hatten, wo das Gold in vorgefertigten Kammern aufbewahrt wurde.

Die Kammern wurden in mehreren Höhlen errichtet, die über mehrere Eingänge zugänglich waren. Die Zugänge zu den Kammern wurden gesprengt, um sie abzuriegeln.

Einige Jahre nach Kriegsende bemerkten die Anwohner etwa 200 ehemalige japanische Soldaten, die sich auf dem Berg befanden. Sie verbrachten Wochen damit, nach dem verborgenen Schatz zu suchen, konnten das Gold aber nicht finden.

Kliang sagte, als er jung war, sei er in eine der miteinander verbundenen Höhlen gerutscht. Die japanischen Truppen hatten Schächte gebaut, um Luft in den Höhlen zirkulieren zu lassen.

Bei einem Rundgang durch die Höhle steht man plötzlich auf einer großen offenen Fläche, die zu drei Passagen führt. An der Spitze der Höhle scheint es künstliche Öffnungen verschiedener Größen zu geben, von denen angenommen wird, dass es sich bei ihnen um künstliche Schächte handelt.

„Wir haben hier Beweise dafür, dass die Kammern gegraben wurden. Warum sollte jemand das tun, wenn er nicht etwas Wertvolles versteckt oder nach einem solchen Schatz gesucht hätte?“, fragte Kliang rhetorisch.

Somchai Duenpen, stellvertretender Bürgermeister von Tambon Nai Mueang, sagte, die Geschichte über das Kriegsgold sollte nicht ohne weiteres abgetan werden.

Somchai, der ein lokaler Historiker ist, sagte, im Zweiten Weltkrieg seien japanische Soldaten in Sukhothai gewesen. Die Soldaten seien aus einem Zug am Bahnhof Sawankalok gestiegen und marschierten durch Sukhothais alten Bezirk und Ban Dan Lan Hoi Richtung Mae Sot in Tak. Von dort aus überquerten sie die Grenze nach Burma.

Somchai, der auch Experte für Kulturerbestätten ist, sagte, dass es während des Krieges für die Truppen sinnvoll gewesen sei, Gold zur Verfügung zu haben, mit dem sie Lebensmittel und Lebensnotwendiges kaufen konnten.

Gleichzeitig sagte er jedoch, dass man vorsichtig sein sollte, was die Legenden um den Goldschatz in der Höhle betreffe. „Wir sollten die Geschichte über das Kriegsgold mit einem Wermutstropfen aufnehmen“, sagte er.

Post source : https://www.bangkokpost.com/thailand/special-reports/2071755/cave-discovery-rekindles-hidden-gold-tales

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