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Der Sargnagel

Der Sargnagel

Es gibt Anstrengungen, Betrieben in der Walking Street die Unterhaltungslizenz zu entziehen.

Den Plan begründen Behörden damit, dass diese Etablissements illegal errichtete Gebäude nutzen. Eigentlich dürfte die Seeseite der Walking Street gar nicht bebaut sein.

Es ist wohl kein Zufall, dass jahrzehntelang nichts unternommen wurde, jetzt aber plötzlich gegen diese illegale Nutzung vorgegangen werden soll.

Das Rathaus spricht seit einigen Monaten davon, dass das Seebad in Zukunft „Neo-Pattaya“ sein soll, ein etwas schwammiger Begriff, der zu bedeuten scheint, dass Chromstangen und Exhibitionistinnen, die bestenfalls ein süßes Nichts tragen, schon bald der Vergangenheit angehören sollen.

Es wird viel darüber gesprochen, dass Pattaya bald wie Miami, Dubai oder Singapur aussehen soll. Diese Tourismushochburgen ziehen vor allem oder nur „respektable“ Touristen an.

Die Ansichten über die Machbarkeit dieser hochgestochenen Bestrebungen sind unterschiedlich, da die Stadt immer noch offensichtliche Umweltprobleme hat, insbesondere in Bezug auf Abfall- und Abwasserentsorgung und Überschwemmungen nach Regenfällen.

Mehrere Eigentümer und Mieter von Unterhaltungsetablissements auf der Seeseite der Walking Street wurden darüber informiert, dass 2021 ihr letztes Betriebsjahr sein wird. Höchstwahrscheinlich. Die Behörden werden sich nach jetzigem Stand weigern, ihre jährlichen Unterhaltungslizenzen zu verlängern, wenn sie im Januar 2022 fällig werden.

Von allen gestempelten Dokumenten, die zum Öffnen von Spaßpalästen in Pattayas Unterhaltungsindustrie erforderlich sind, ist die sogenannte Unterhaltungslizenz die Wichtigste von allen. Man benötigt außerdem Lizenzen für den Alkoholausschank, den Verkauf von Zigaretten und einen ordnungsgemäßen Mietvertrag. Falls der Betreiber Ausländer ist, benötigt er noch ein paar mehr Unterlagen und eine Arbeitserlaubnis.

Für die geplante Kündigung zum Ende des Jahres wurden verschiedene Gründe angeführt: Abgesehen davon, dass die Seeseite eigentlich frei zugänglich sein müsste und dort keine Gebäude errichtet werden dürfen, gibt es weitere Argumente. Die Gebäude an der Seeseite befinden sich auf Grundstücken der Royal Thai Navy, und das gesamte Gebiet wird als „Wohnzone“ bezeichnet, in der nachts keine lauten Geräusche gemacht werden dürfen.

Die Voraussetzungen für eine Unterhaltungslizenz sind sehr schwammig und vage formuliert. Diskotheken werden zusammen mit anderen Orten zusammengefasst, die zwar keine Tanzfläche haben, aber es den Gästen auf jeden Fall ermöglichen zu tanzen, wenn sie es denn wünschen. Restaurants benötigen eine solche Lizenz, wenn sie eine „nicht näher definierte“ Unterhaltung anbieten, während jeder Betrieb mit „Licht- und Tonanlagen“ auf jeden Fall solch eine Lizenz benötigt. Und das sind dann wohl die meisten Betriebe, in denen sich Erwachsene in Pattaya amüsieren.

Jeder Veranstaltungsort, an dem Mitarbeiter mit Kunden in Kontakt treten können, muss zur Unterhaltung lizenziert sein. In der Nähe einer Schule oder einer religiösen Einrichtung darf es solch einen Betrieb jedoch nicht geben und es wird keine Lizenz erteilt.

Eine weiter Punkt ist, dass der Lizenzinhaber weder „moralisch unzulänglich“ noch „verrückt“ sein darf, was einen stauen lässt, dass es in Pattaya überhaupt jemanden gibt, der diesen Test bestanden hat.

Wenn die Bulldozer anrücken und Dutzende Betriebe auf der Seeseite der Walking Street platt machen, wird dies Neo-Pattaya ein Stück näher bringen. Was auch immer das zu bedeuten hat.

Post source : https://www.pattayamail.com/latestnews/news/withdrawal-of-entertainment-licences-the-final-nail-in-walking-streets-coffin-346351

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