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Sind Aushilfsjobs gute Jobs?

Sind Aushilfsjobs gute Jobs?

Es ist inzwischen üblich, dass Fahrer, uniformiert oder nicht, in Bangkok und anderswo in Thailand Lebensmittel an Kunden ausliefern.

Die Leute haben sich auch daran gewöhnt, Apps anstelle traditioneller Taxis und Motorradtaxis zu verwenden. Nach dem Corona-Ausbruch und dem folgenden Lockdown sank die Nachfrage nach Taxis. Sie nahm erst wieder zu, als die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert wurden. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Lieferdiensten für Lebensmittel an, da immer mehr Menschen zu Hause essen. Warteschlangen vor Restaurants bestehen nicht mehr aus Gästen, sondern aus Motorradkurieren, die darauf warten, Bestellungen an Kunden auszuliefern.

Die Zahl der Arbeitnehmer in dieser Wirtschaftsbranche, insbesondere bei Lieferdiensten, könnte weiter zunehmen. Der Umsatz des thailändischen Online-Lebensmittelliefergeschäfts soll in den Jahren 2021 und 2024 um 11,3 Prozent steigen und den Marktwert von 329 Millionen Dollar im Jahr 2020 auf 455 Millionen Dollar im Jahr 2024 erhöhen. Wegen der wachsenden Nachfrage nach diesen Dienstleistungen während Corona sattelten viele Leute um: Sie wurden erst arbeitslos und verdingen sich seitdem als Lieferanten.

Schon vor Corona wandten sich viele thailändische Arbeitnehmer diesen Aushilfsjobs als Nebenbeschäftigung zu, um ihr Einkommen aufzubessern. Es gibt zwei Hauptgründe, weshalb diese Jobs bei Arbeitskräften so beliebt sind. Zum einen ist die Vergütung relativ gut und zum anderen genießen die Arbeitnehmer eine größere Flexibilität in Bezug auf die zu leistenden Arbeitsstunden.

Aufgrund der durch Corona verursachten Rezession haben viele Arbeitnehmer begonnen, ihren Nebenjob zu ihrem Hauptberuf zu machen. Infolgedessen gab es einen Anstieg des Angebots dieser Arbeitnehmer, was zu einem stärkeren Wettbewerb führte und sich nun negativ auf deren Einkommen auswirkt.

Die Regierung wurde unterdessen aufgefordert, für bessere Sozialleistungen zu sorgen und den rechtlichen Status der ehemaligen Nebenberufler von „freiberuflichen Auftragnehmern“ zu „Angestellten“ aufzuwerten.

So versammelte sich eine Gruppe von Lieferanten im Dezember letzten Jahres vor dem Hauptsitz von Grab Thailand sowie dem Regierungssitz, um besseren Lohn, Sozialleistungen und Versicherungen sowie einen Angestelltenstatus der Arbeitnehmer zu fordern.

Unterdessen stieg nun auch das größte thailändische Firmenkonglomerat in das Geschäft mit den Kurierdiensten ein: CP, unter anderem Betreiber der Supermarktketten 7-Eleven und CP Fresh Mart, Eigentümer von Macro und Tesco Lotus sowie der Telekommunikationsfirma True.

CP investiert nun in einen eigenen Lieferdienst namens True Food. Man kann diese Investition als intelligent bezeichnen. Oder man könnte behaupten, CP sei gierig und werde immer mächtiger. Thailand wird CP-Land.

Post source : https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/2072935/do-gig-workers-deserve-better-deal-

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